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Machtvolle Demonstration der Einigkeit
Bürger wollen mehr von ihrem Stegskopf haben

Spielen die Verantwortlichen mit offenen Karten? Da ist man doch skeptisch.
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rai Derschen. Für mehr Zugang auf befestigten Wegen des ehemaligen Truppenübungsplatzes wurde am Sonntag demonstriert: „Wege am Stegskopf sind für alle da“ stand auf einem Plakat, das den 250 bis 300 Teilnehmern vorangetragen wurde.

An der Skihütte auf dem Stirnskopf trafen sich die Teilnehmer, und es wurden mehr als die 150, die Mitinitiator Rolf-Dieter Wiederstein und seine Mitstreiter erwartet hatten. Sie schätzten 250 bis 300. Seit sechs Jahren sei der Truppenübungsplatz geschlossen, so Wiederstein.

Man wünscht sich, dass mehr Zugang auf befestigten Wegen bestehe. Aber: „Wir sehen einen gewissen Stillstand, weil im Moment nichts mehr unternommen wird.

rai Derschen. Für mehr Zugang auf befestigten Wegen des ehemaligen Truppenübungsplatzes wurde am Sonntag demonstriert: „Wege am Stegskopf sind für alle da“ stand auf einem Plakat, das den 250 bis 300 Teilnehmern vorangetragen wurde.

An der Skihütte auf dem Stirnskopf trafen sich die Teilnehmer, und es wurden mehr als die 150, die Mitinitiator Rolf-Dieter Wiederstein und seine Mitstreiter erwartet hatten. Sie schätzten 250 bis 300. Seit sechs Jahren sei der Truppenübungsplatz geschlossen, so Wiederstein.

Man wünscht sich, dass mehr Zugang auf befestigten Wegen bestehe. Aber: „Wir sehen einen gewissen Stillstand, weil im Moment nichts mehr unternommen wird.“ Mitinitiator Friedrich Wagner aus Friedewald hofft, dass eine „Initialzündung mit dem konkreten Wunsch, dass Wege geöffnet werden“ ausgehe. Man wende sich an alle Institutionen, die in dem Prozess des Verfahrens involviert sind, u. a. Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), Kommunalpolitik sowie Kreis- und Landespolitik.

Es gebe Beispiele, bei denen auf ehemaligen Truppenübungsplätzen Wege geöffnet worden seien, das Betreten des Geländes selbst verboten sei, so Wagner: „Das wäre unser erstes Ziel.“

Aus einer ursprünglich illegalen, geplanten Sternwanderung sei eine legale und freigegebene Demonstration geworden, sagte Wiederstein, als er im Sinne von „Wege frei für alle“ begrüßte. Besonders freut es „uns“, dass „so viele Kommunalpolitiker aus den umliegenden Gemeinden anwesend sind, um das Vorhaben ,Wege frei auf dem Truppenübungsplatz’ zu unterstützen“.

Es sei eine spannende vergangene Woche gewesen. Am Mittwoch habe man sich in einer größeren Runde in den Räumen der Verbandsgemeindeverwaltung Daaden getroffen, „und handelte eine beantragte und genehmigte Demo aus“, berichtete er: „Die Polizei Betzdorf darf ich hier an dieser Stelle belobigen, denn dass die Veranstaltung heute hier stattfindet, obliegt eindeutig ihrer positiven Unterstützung.“

„Die Wege dürfen absolut nicht verlassen werden“, betonte er, bevor sich die Demo auf den Weg machte, bis zur Nordwache und über den Höllenkopf zurück zur Skihütte. „Stegskopf nicht nur für eine Minderheit“ stand auf einem Transparent, auf einem anderen: „Blindgänger gibt es überall“.

Mit von der Partie war Gerhard Schmitt (Stein-Neukirch), von 1992 bis 1994 Kommandant auf dem Stegskopf. Die ehemalige Fläche des Truppenübungsplatzes gehöre der Deutschen Bundesumweltstiftung (DBU), aber der Eigentumsübergang habe offensichtlich noch nicht stattgefunden, meinte er.

Das Ärgernis der Bevölkerung bestehe u. a. darin, dass zu Jagdveranstaltungen freimütig eingeladen werde. Der Forst sage, dass die Gäste an den Jagdansitz gebracht würden. Dazu müssten sie eine Haftungsverzichterklärung unterschreiben, weil das die Gefahrenabwehrverordnung vorschreibe.

Seit 2014 seien die Platzrandstraße Nord und Süd freigegeben. Schmitt: „Ich unterstütze die Leute.“ Dass anscheinend nur eine Minderheit die Wege nutzen dürfe, um zu jagen, „und den umliegenden Bürgern nach wie vor die Wege verwehrt werden“, regte Wiederstein auf. Das alles mit der Begründung, es wäre zu gefährlich, es könnten Blindgänger auf Wegen liegen.

„Wir erwarten, dass sich was tut“, unterstrich Wiederstein, dass die Verantwortlichen sich Gedanken machen, damit man „schnell und unbürokratisch die kritischen Wege für die Bürger der umliegenden Ortschaften freigibt“, um sich an der schönen Natur des Stegskopfes erfreuen zu dürfen.

Als Daadener Bürgermeister sei er neugierig und interessiert an der Freigabe der weiteren Wegrouten. Er nehme gerne teil, antwortete Wolfgang Schneider.

Die DBU sei ein sehr zuverlässiger Partner. Was die Vorstellungen angehe, habe man geäußert, dass nicht nur Platzrandstraßen freigegeben werden sollen, sondern auch Wege im Gelände. Ein Ziel sei es, das Naturkulturerbe der Bevölkerung erlebbar zu machen. Er habe „Hoffnung, Wunsch und Zuversicht, dass bald ein paar Wege freigegeben werden“.

„Wir dürfen es nicht hierbei belassen“, meinte Heinz Dücker, kommissarischer Ortsbürgermeister von Emmerzhausen: „Wenn es nach mir ginge, würde das im nächsten Jahr jeden Monat gemacht.“

Es lagen Unterschriftenlisten unter der Überschrift „Wir fordern die Freigabe der befestigten Wege auf dem Truppenübungsplatz“ aus. Man sehe doch deutlich, dass die Bürger es wollten, so Wiederstein. Noch bis Ende dieser Woche soll die Möglichkeit bestehen zu unterzeichnen.

Im Januar will man sich treffen und schauen, was es gebracht hat, so Wiederstein: „Wir werden kämpfen, bis die Wege frei sind.“

Autor:

Rainer Schmitt (Freier Mitarbeiter) aus Betzdorf

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