SZ

Zweites Großprojekt des Heimatvereins Schutzbach
Bürgerhaus-Umbau nimmt Gestalt an

So sieht der alte Anbau inzwischen aus. Hier wird später auch ein großer Fernseher an die Wand gebracht, berichteten Otfried Schneider (l.) und Paul-Heiner Zöllner.  Fotos: rai
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  • So sieht der alte Anbau inzwischen aus. Hier wird später auch ein großer Fernseher an die Wand gebracht, berichteten Otfried Schneider (l.) und Paul-Heiner Zöllner. Fotos: rai
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rai Schutzbach. In Ruhe einen Kaffee trinken, aber trotzdem die Knirpse beim Spielen im Mehrgenerationenpark im Blick haben oder sich gemütlich im Klöncafé treffen: Auch wenn dies noch Zukunftsmusik ist, so kann man die Szenerie vor dem geistigen Auge bereits sehen, wenn man die Saal-Baustelle des Bürgerhauses Schutzbach betritt: Der Raum ist größer geworden, hat eine 6 Meter breite Faltglastür und eine Terrasse zum Park erhalten.

Einmal mehr trägt ein großes Bauprojekt im Dorf die Handschrift des Heimatvereins. Erneut werden Ideen, Muskelkraft und erhebliche finanzielle Mittel für die Allgemeinheit eingebracht. Seit Herbst wird gebaut. Nun erzählten Vorsitzender Otfried Schneider und „Vereinsbauleiter“ Paul-Heiner Zöllner der SZ vom Fortgang.

rai Schutzbach. In Ruhe einen Kaffee trinken, aber trotzdem die Knirpse beim Spielen im Mehrgenerationenpark im Blick haben oder sich gemütlich im Klöncafé treffen: Auch wenn dies noch Zukunftsmusik ist, so kann man die Szenerie vor dem geistigen Auge bereits sehen, wenn man die Saal-Baustelle des Bürgerhauses Schutzbach betritt: Der Raum ist größer geworden, hat eine 6 Meter breite Faltglastür und eine Terrasse zum Park erhalten.

Einmal mehr trägt ein großes Bauprojekt im Dorf die Handschrift des Heimatvereins. Erneut werden Ideen, Muskelkraft und erhebliche finanzielle Mittel für die Allgemeinheit eingebracht. Seit Herbst wird gebaut. Nun erzählten Vorsitzender Otfried Schneider und „Vereinsbauleiter“ Paul-Heiner Zöllner der SZ vom Fortgang.

Das bislang größte und große Beachtung findende Projekt war der Mehrgenerationenpark. Eine Initialzündung für das, was nun geschaffen wird. 2016 hatte der Verein vor, am Park eine Hütte für eine kleine Restauration aufzustellen. Dafür hätte es keine Zuschüsse gegeben. Es wurde umgedacht: Das vis-à-vis liegende Bürgerhaus sollte erweitert werden. Für den Verein plante 2018 der Betzdorfer Architekt und Bauleiter Michael Kerkenberg.

Für die Kosten von rund 310 000 Euro lag im Mai 2019 die Bewilligung für den Zuschuss des Landes vor: 162 000 Euro, in drei Raten von 2019 bis 2021. Den Rest stemmt der Verein, mit finanziellen Mitteln – ohne Darlehen – und Eigenleistungen. „Schon jetzt sind rund 140 000 Euro verbaut“, so Schneider. Bislang habe man erst 20 450 Euro als Zuschuss erhalten. Der Verein muss daher vorfinanzieren.

Er würde sich wünschen, dass die Zuschüsse schneller fließen: „Die Handwerker haben es ja verdient, ihr Geld zu bekommen, wenn die Leistung erbracht ist.“ Weitere Mittel aus dem Förderpaket seien von der Verbandsgemeinde beantragt.

Zöllner und die vielen Helfer haben oft die Ärmel hochgekrempelt und bislang 1100 Stunden gewerkelt. Im Saal ist die Mauer mit fünf Fenstern verschwunden. Davor wurde vom Kellergeschoss der 36 Quadratmeter große Anbau hochgezogen. Dessen Decke ist Terrasse und Erweiterungsfläche für den um 18 Quadratmeter vergrößerten Saal. Dieser schließt zur Terrasse mit einer sechstteiligen und sechs 6 breiten Glasfassade ab, die sich komplett öffnen lässt. Daneben ist ein Hauptzugang.

Drei alte Fenster wurde zur Schulstraße eingebaut und machen alles heller. Der Saal ist noch im Rohbau – am Montag kommt der Estrich –, zeigt aber schon den Effekt der Glasfront und Terrasse. Das wird auch bei Veranstaltungen wirken, z.B. beim Klöncafé oder Ratssitzungen.

Im Nebenraum hat Zöllner eine Theke maßgeschneidert eingebaut und mit Holz und Fliesen gestaltet. „Nur die Platte ist vom Schreiner.“ Eckbänke kommen noch dazu. Es grenzt die Küche an: Boden, Lichtanlage, Küchenzeile Heizung – alles ist neu.

Die Vereinsvertreter berichten auch von Überraschungen und Verzögerungen. Im Juni 2019 kam die Baugenehmigung. Man habe dann erst noch ein Geogutachten erstellen müssen. Das kostete Geld und Zeit. Warum es erforderlich wurde, ist für beide nicht nachvollziehbar, „zumal in den 1960er-Jahren für den Anbau auch ausgeschachtet wurde“. Die Elektrik zu erneuern, war im Anbau einkalkuliert, aber nicht im Rest: „Es war eine Wundertüte“, so Zöllner. Dieser Posten sei um das Fünffache teurer geworden. „Das sind alles Überraschungen und Kosten, die so nicht kalkuliert werden konnten.“ Auch bei Dämmung und Brandschutz im Altbau und „alter Schule“. „Aufgrund der enormen Eigenleistungen sparen wir auch Geld“, räumte Schneider ein: „Aber wo wir letztendlich rauskommen, ist das große Rätsel.“

Uralte Türen aufarbeiten, Notbeleuchtung installieren: Es gibt viel zu tun. Am Eingang der alten Schule entsteht im Flur ein Behinderten-WC. Der Bodenbelag war auch hier mit einem Kleber befestigt, der mühevoll abgeschliffen wurde. Es kam etwas zum Vorschein, was man heute nicht mehr findet, so Zöllner: „Rotgebrannte Zementfließen.“ Diese bleiben erhalten.

In dem Anbau wird ein Lagerraum für die Küche entstehen. Der Heimatverein kann Rasenmäher und Bänke zentral am Park lagern. Die Terrasse erhält zur Schulstraße eine Treppe, und es wird hier ein Hublift installiert.

Auch wenn Schneider sich sicher ist, dass „es noch viel Arbeit ist“, so ist schon jetzt zu erkennen, dass die Ideen und Pläne des Vereins aufgehen – und das Bürgerhaus nach der Fertigstellung viel attraktiver sein wird.

Autor:

Rainer Schmitt (Freier Mitarbeiter) aus Betzdorf

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