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Gleisarbeiten zwischen Betzdorf und Daaden abgeschlossen
Daadetal-Bahn fährt wieder

Mit dem Anbaustopfgerät am Bagger wird der Schotter im Gleisbett nach dem Austausch der Holzschwellen verdichtet.
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  • Mit dem Anbaustopfgerät am Bagger wird der Schotter im Gleisbett nach dem Austausch der Holzschwellen verdichtet.
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  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

rai Daaden. Gelbe Zweiwegebagger rollen über die Strecke der Daadetal-Bahn, fünf von ihnen sind gleichzeitig im Einsatz, einer im Bahnhof. Er drückt das Anbaustopfgerät in das Gleisbett und rüttelt, bis sich der Schotter verdichtet. Die Mitarbeiter der Firma Gleiskraft tauschen Schwellen aus, Schwelle für Schwelle, Meter für Meter. Auch an einer Weiche wird gearbeitet. „Die habe ich vor 25 Jahren dort eingebaut“, sagt Stefan Pung. Damals war er noch bei einer anderen Firma tätig, heute ist er der Leiter der Abteilung Bahn der Westerwaldbahn. Beim Ortstermin mit der Siegener Zeitung herrscht am Bahnhof in Daaden betriebsame Hektik.

rai Daaden. Gelbe Zweiwegebagger rollen über die Strecke der Daadetal-Bahn, fünf von ihnen sind gleichzeitig im Einsatz, einer im Bahnhof. Er drückt das Anbaustopfgerät in das Gleisbett und rüttelt, bis sich der Schotter verdichtet. Die Mitarbeiter der Firma Gleiskraft tauschen Schwellen aus, Schwelle für Schwelle, Meter für Meter. Auch an einer Weiche wird gearbeitet. „Die habe ich vor 25 Jahren dort eingebaut“, sagt Stefan Pung. Damals war er noch bei einer anderen Firma tätig, heute ist er der Leiter der Abteilung Bahn der Westerwaldbahn. Beim Ortstermin mit der Siegener Zeitung herrscht am Bahnhof in Daaden betriebsame Hektik.

Bagger auf den Schienen

Und nicht nur dort: Am Tunnel in Alsdorf seilen sich Mitarbeiter einer Spezialfirma an der Felswand ab, auch am Übergang hinter dem Bahnhof sind Gleisbauarbeiter aktiv. Ein weiterer Bagger rollt aus Biersdorf kommend über die Schienen heran, vier Kreissägen am Vorsatz entfernen Äste, die in Richtung der Gleise gewachsen sind. Links und rechts der Trasse wurde bereits ein drei Meter breiter Streifen freigemacht, die maroden Holzschwellen wurden ausgetauscht.

Sperrung zwischen Betzdorf und Daaden

„Das ist schon eine große Maßnahme“, resümiert Stefan Pung. Damit sie gelingen kann, musste die Strecke zwischen Betzdorf und Daaden für drei Tage voll gesperrt werden, sonst wären die Arbeiten nur nachts zu bewerkstelligen gewesen. Nicht ohne Grund fiel die Wahl daher auf die Herbstferien, damit möglichst wenig Bahnkunden auf den Schienenersatzverkehr ausweichen müssen. „Wir haben die Vollsperrung genutzt, um möglichst viel entlang der Gleise durch das Daadetal zu machen“, so Pung.

Mit alpiner Technik für Sicherheit sorgen

Und das ist gelungen, wie der Abteilungsleiter zusammenfasst: Sicherungs-, Unterhaltungs- und Instandsetzungsarbeiten standen auf dem Plan, auch die Mitarbeiter der Westerwaldbahn waren daran beteiligt. Arbeiten an Schwellen waren dabei das eine: Am Tunnel in Alsdorf standen im Zuge der Arbeiten Sicherungsmaßnahmen an. Steil ragt dort die Felswand empor, die Abbruchkante ist 20 Meter hoch. Von dort aus seilten sich die Mitarbeiter der Firma Schneider Baugeschäft Felssicherung ab – in alpiner Technik. Ihre Aufgabe: lockeren Bewuchs und schadhafte Stellen im Fels entfernen. Mit der Hand und mit leicht mechanischem Hebelwerkzeug sorgte das Team für Sicherheit, damit keine Steine auf Triebwagen oder Gleise fallen.

Durchlass wird frei gespült

Ging es auf dieser Seite des Tunnels um Arbeiten in luftiger Höhe, so war auf der anderen Seite im Imhäusertälchen eine Firma in der Tiefe am Werk. Der Imhäuserbach fließt hier unter der Kreisstraße und unter den Gleisen der Daadetal- sowie Hellertal-Bahn. Letzteres Gleis ist in Besitz der DB Netz AG. Der Durchlass unter den zwei eingleisigen Strecken ist ein Gemeinschaftsbauwerk.
Beim Unwetter an Fronleichnam 2018 war der Durchlass verstopft, die Wassermassen suchten sich damals ihren Weg über das Gleisbett bis auf die Friedrichstraße. Damals musste alles aufwendig frei gespült werden, so Pung. Nun, nur zwei Jahre später, war der Durchlass wieder fast verstopft. In Kooperation sorgten beide Unternehmen erneut dafür, dass der Durchlass mit Hochdruck und Bagger frei gemacht wurde.

Lösung für teures Problem finden

Was sich da angesammelt hatte, das hatte offensichtlich der Bach mitgeschleppt. Die Ursache kenne man jedoch nicht, erläutert Stefan Pung. Man müsse eine Lösung finden, damit nicht alle zwei Jahre dieser Aufwand betrieben werden muss. Dieser verursache Kosten in Höhe eines mittleren fünfstelligen Betrags. Pung kann sich vorstellen, dass bachaufwärts vor den Brückenbauwerken ein Vorfilter installiert wird. Zunächst sind die Arbeiten an der Daadetal-Bahn aber abgeschlossen, am Donnerstag um 13.40 Uhr soll der erste Zug wieder in Betzdorf abfahren.

Mit dem Anbaustopfgerät am Bagger wird der Schotter im Gleisbett nach dem Austausch der Holzschwellen verdichtet.
 Mit Hochdruck wurde auch das Auffanggitter vor der Brücke der Kreisstraße im Imhäusertälchen gereinigt und frei gespült.
Autor:

Redaktion Altenkirchen aus Betzdorf

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