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Schutzhütte am Hahnenkopf als "Basecamp"
Der erste Wald-Kindergarten des AK-Lands

Nicht nur das Kita-Team (im Bild Brita Comisel und Tina Sturm) und Stadtbürgermeister Walter Strunk freuen sich auf die Waldkindergarten-Gruppe: Auch etliche Eltern haben schon Interesse angemeldet.
  • Nicht nur das Kita-Team (im Bild Brita Comisel und Tina Sturm) und Stadtbürgermeister Walter Strunk freuen sich auf die Waldkindergarten-Gruppe: Auch etliche Eltern haben schon Interesse angemeldet.
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damo Daaden. Eigentlich hätte in unserer waldreichen Region schon längst jemand auf diese Idee kommen dürfen – aber jetzt sind eben die Daadener Vorreiter: Die kommunale Kita wird noch in diesem Sommer die erste Waldkindergarten-Gruppe des AK-Lands in Betrieb nehmen. Und das Interesse daran ist groß: Schon eine Stunde, nachdem die Eltern über die Homepage informiert worden waren, sind die ersten Anmeldungen bei Walter Strunk eingegangen. Gestern hat der Stadtbürgermeister das Konzept mit Kita-Leiterin Brita Comisel vorgestellt.

Natürlich hat der Pressetermin im Wald stattgefunden – wo auch sonst? Denn genau dort werden sich die künftigen Waldkinder immer aufhalten. Wohlgemerkt: Immer heißt immer, also auch im Winter und auch, wenn’s regnet. Nur in Ausnahmefällen, z. B.

damo Daaden. Eigentlich hätte in unserer waldreichen Region schon längst jemand auf diese Idee kommen dürfen – aber jetzt sind eben die Daadener Vorreiter: Die kommunale Kita wird noch in diesem Sommer die erste Waldkindergarten-Gruppe des AK-Lands in Betrieb nehmen. Und das Interesse daran ist groß: Schon eine Stunde, nachdem die Eltern über die Homepage informiert worden waren, sind die ersten Anmeldungen bei Walter Strunk eingegangen. Gestern hat der Stadtbürgermeister das Konzept mit Kita-Leiterin Brita Comisel vorgestellt.

Natürlich hat der Pressetermin im Wald stattgefunden – wo auch sonst? Denn genau dort werden sich die künftigen Waldkinder immer aufhalten. Wohlgemerkt: Immer heißt immer, also auch im Winter und auch, wenn’s regnet. Nur in Ausnahmefällen, z. B. bei Gewitter oder Sturm, werden die Kinder im Bürgerhaus, in der Kita oder der Grundschule unterkommen. „Sicherheit geht natürlich vor“, kommentiert Brita Comisel diese kleine Einschränkung. Aber ansonsten gilt: Wer die Waldgruppe besucht, kommt morgens zu einer Schutzhütte am Hahnenkopf – und bleibt dann in der Natur, bis die Eltern zum Abholen kommen.

„Damit geben wir den Kindern den natürlichen Spielraum Wald wieder zurück“, meint Brita Comisel. Von ihr und ihrem Team kam die Initiative, und die Kita hat bei den Ratsmitgliedern offene Türen eingerannt: „Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich jemanden überzeugen musste“, blickt die Kita-Chefin auf die ersten Gespräche im zuständigen Ausschuss zurück. Und in der Tat gab es in den Gremien volle Zustimmung: Alle nötigen Beschlüsse sind einstimmig gefasst worden, informierte Strunk.

Natürlich müssen auch die übergeordneten Behörden mitspielen – aber auch dort haben die Daadener ausschließlich Zuspruch erfahren: Kreis- und Landesjugendamt haben grünes Licht gegeben. Und so ist mittlerweile der Bauantrag für die Schutzhütte gestellt, die Unfallkasse im Boot und ein Förderantrag für die Baukosten positiv beschieden. Da das Kita-Team schon längst das pädagogische Konzept erarbeitet hatte, steht der Waldkindergarten-Gruppe nichts mehr im Weg. Und so soll es im August/September losgehen.

Konzipiert ist die neue Gruppe für bis zu 20 Kinder. Das Mindestalter liegt bei drei Jahren, allerdings: Daneben gilt als Zugangsvoraussetzung, dass die Kinder keine Windeln mehr brauchen – gewickelt wird im Wald nicht. Und die Anmeldung für die Waldgruppe ist verbindlich, soll heißen: Es wird keine Kombination aus „normaler“ Kita und Waldgruppe geben, keine Rotation und erst recht keine jahreszeitlichen Wechsel.

Denn zum einen ist Brita Comisel davon überzeugt, dass man auch bei Regen und Kälte im Wald viel erleben kann und es wichtig ist, dass die Kinder alle Jahreszeiten erfahren. Zum anderen sagt sie: „Der alte Spruch, dass es kein schlechtes Wetter gibt, sondern nur schlechte Kleidung, stimmt.“ Die tägliche Betreuungszeit wird bei sieben Stunden liegen; nach aktuellem Stand geht’s morgens ab 7.30 Uhr in der Schutzhütte los. Was täglich auf dem Programm steht, wird natürlich variieren – aber niemand muss Sorgen haben, dass die Eckpunkte der frühkindlichen Förderung zu kurz kommen könnten. So wird es Rituale wie den Morgenkreis oder die Vorschularbeit geben, und die Bastelmaterialien und Spiele, die in der Schutzhütte zur Verfügung stehen, werden sich nicht von denen in der „normalen“ Kita unterscheiden. „Ich sehe es so, dass die pädagogische Arbeit erweitert und bereichert wird“, sagt Brita Comisel.

Und sie weiß, wovon sie redet: Seit mehr als 25 Jahren bietet die Kita zwei Waldwochen im Jahr an – und die sind bislang bei Kindern und Eltern gleichermaßen gut angekommen.

Das Areal am Hahnenkopf hat übrigens das Kita-Team ausgesucht: Es bietet unzählige Optionen und ist noch dazu fußläufig bequem vom Ort aus zu erreichen – selbst für Dreijährige in Gummistiefeln.

Autor:

Daniel Montanus (Redakteur) aus Betzdorf

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