Die Musik ging unter die Haut

Die Uraufführung von „Die etwas andere Weihnachtsgeschichte“ war ein brillanter Hörgenuss. Foto: rai

rai Daaden. Ein begeistertes Publikum feierte am Sonntagabend bei der Premiere von „Die etwas andere Weihnachtsgeschichte“ die Band @coustics, die beiden Gastmusiker und Erzähler Volker Dützer. Es hatte fast etwas von gediegener Clubatmosphäre, als am Sonntagabend vor rund 250 Besuchern im Bürgerhaus Daaden die Uraufführung über die Bühne ging. Vor einer Kulisse im Schein von Kerzen und einem Sternenhimmel aus Dutzenden von Glühbirnchen saß Volker Dützer in einem roten Lehnsessel und erzählte „Die etwas andere Weihnachtsgeschichte“ nach Lukas (und @coustics!).

Es waren die verschiedenen Aspekte der biblischen Weihnachtserzählung mit ihren Kernpunkten wie Volkszählung, Suche nach einer Herberge und schließlich Geburt des Heilands, die in der Ausarbeitung den roten Faden bildeten. Begebenheiten, die zu den Liedern führten, die von der „feinen Herrenband“ @coustics fürs Weihnachtskonzert ausgewählt worden waren (die SZ berichtete).

Ernsthaft, spannend und mit Esprit wurde die eigens geschriebene Geschichte erzählt. Sie kam bei den Besuchern gut an. Immer wieder gab es etwas zum Schmunzel und Lachen. Etwa als in der Erzählung von dem Antrag für „Pilatus IV“ die Rede war oder als zu erfahren war, dass eigentlich „der germanische Sklave Bürokratix“ die Volkszählung erfunden hat. Es war in der Tat eine „etwas andere Weihnachtsgeschichte“, die mit Anekdoten die Besucher mitnahm auf eine spannende Musikreise; hin zu Musiktiteln, in denen sich auch die „Weihnachts-Themen“ Liebe und Einsamkeit widerspiegelten. Durchdacht und gelungen! Perfektion auch an den Instrumenten, die von den „feinen Herren“ Henning Bauseler, Bernd Gudernatsch, Stefan Bender und Eddi Stinner gespielt wurden. Gefühlvoll und einfühlsam, mal mit leisen Tönen, dann wieder impulsiv wurden die Songs interpretiert – und stets mit sauberem @coustics-Gesang. Ein Hörgenuss – das Quartett versteht eben sein Handwerk.

Auch Sabine Schneider, die als Gastsängerin bei einigen Stücken (etwa dem ABBA-Song „The Winner Takes It All“) zu hören war, kam brillant über die Rampe. Unter die Haut ging zweifelsohne ein Solo, bei dem Henning Bauseler den Tom-Waits-Klassiker „Tom Trauberts Blues“ interpretierte. Er wurde dabei am Klavier von Gastmusiker Stefan Schlosser begleitet. Respekt verdiente auch die gesangliche Leistung von Sabine Schneider bei „Stille Nacht“. In Gälisch, Englisch und Deutsch sang sie akzentuiert den Klassiker unter den Weihnachtsliedern – im Saal hätte man eine Stecknadel fallen hören können. Brillanter Gesang, der im Hintergrund dezent von den Herren summend begleitet wurde, während Eddi Stinner ganz leise mit der Gitarre begleitete.

Nach lang anhaltendem und verdientem Beifall gab es noch eine Zugabe: Gemeinsam sangen alle im Saal „Leise rieselt der Schnee“. „Die etwas andere Weihnachtsgeschichte“ wird bei zwei weiteren Darbietungen im „Kuchenschlösschen“ in Kirchen zu hören sein: am Donnerstag, 17. Dezember, und am Sonntag, 20. Dezember.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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