Doch noch Hoffnung für den Jugendtreff

Jugendliche wollen in Biersdorf Verantwortung tragen

damo Daaden. Gestern haben zwei Jugendliche aus Daaden die Initiative ergriffen und Ortsbürgermeister Günter Knautz mitgeteilt, dass sie bereit seien, die Verantwortung für den Jugendtreff Biersdorf zu übernehmen. Auch einer der Väter hat laut Knautz seine Unterstützung angeboten, so dass es gute Chancen gibt, dass der Biersdorfer Jugendtreff auch ohne Jugendpfleger weiter geöffnet bleiben kann.

Eine knappe Stunde vor dem Angebot der Jugendlichen hatte Günter Knautz der SZ bei einem Ortstermin im alten Feuerwehrhaus erklärt, dass ihm sehr daran gelegen sei, den Jugendtreff aufrecht zu erhalten. Aber: »Da müssen die Jugendlichen mit einem Konzept kommen«, hatte Knautz erklärt – denn bekanntlich hat ja die Verbandsgemeinde den Arbeitsvertrag des Jugendpflegers aufgelöst; stattdessen soll ein »Job-Fux« an der Regionalen Schule tätig werden. »Und deshalb sind wir darauf angewiesen, dass die Jugendlichen selbst ihren Teil dazu beitragen, dass der Treff erhalten bleibt«, hatte Knautz weiter ausgeführt. Soll heißen: »Die Jugendlichen müssen ein Konzept zum eigenverantwortlichen Betrieb vorlegen – das heißt aber nicht, dass wir die Verantwortung ganz abgeben wollen: Ich wäre als Ansprechpartner bereit.« Erst wenn diese Pläne gescheitert seien, wären alternative Nutzungen durch Ortsvereine denkbar.

Danach sieht es aber derzeit nicht mehr aus, zumal auch das DRK (das ja vom Abriss des alten Krankenhauses direkt betroffen ist) nach SZ-Informationen seine neuen Räume nicht unbedingt in den ehemaligen Jugendtreff verlegen will. Da dürfte Knautz der Vorstoß der Jugendlichen gerade gut ins Konzept passen: »Das ist ein viel versprechender Anfang, und ich freue mich wirklich sehr, dass die Jugendlichen hier die Initiative ergreifen.«

Ob damit die Zukunft des Jugendtreffs aber endgültig gesichert ist, bleibt offen – erst muss das Angebot der Jugendlichen geprüft werden. In den nächsten Tagen ist ein Ortstermin mit Jugendpfleger Michael Spies und den beiden Jugendlichen geplant, berichtete Knautz – anschließend dürfte der Ortsbürgermeister klarer sehen. Fest steht für ihn aber: »Es wäre wichtig für die Jugendlichen, dass wir den Jugendtreff aufrecht erhalten.«

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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