Eine Statue für das »Wunder von Biersdorf«

Figur zu Ehren des seligen Pio aus Pietrelcina wurde in einer großen Zeremonie gesegnet

maha Biersdorf. Zugegeben: Um ein Wunder zu erkennen, muss man glauben können. Aber es heißt auch, dass der Glaube Berge versetzen kann. Für den Wahl-Biersdorfer und gläubigen Katholiken Lino Callara ist die Sache ganz klar: Denn vor nunmehr rund sechs Jahren war Lino selber Zeuge eines echten Wunders. Und bis heute haben auch weniger gläubige Menschen nur eine Erklärung für seine Geschichte: Ja, das war ein echtes Wunder.

Baby erkrankte schwer

Rückblick: 1998 ist ein sehr schweres Jahr für die Familie Callara. Dabei hat alles zunächst relativ harmlos begonnen: Rund sieben Monate nach der Geburt seines Sohnes Michele hat sich das Baby eine Erkältung zugezogen. Doch trotz sofortiger medizinischer Behandlung verschlechtert sich der Gesundheitszustand des Babys rapide. Aus der zunächst harmlos erscheinenden Erkältung wird schnell eine schwere Bronchitis – der kleine Michele muss ins Krankenhaus eingeliefert werden. Aber auch hier ist die Schulmedizin machtlos. Keiner der zu Rate gezogenen Ärzte kann die Leiden des kleinen Jungen mindern und die Sorgen der Eltern beruhigen.

»Eines Abends kamen die Ärzte im Krankenhaus zu mir und erklärten, dass sie für Michele nichts mehr tun könnten«, erinnert sich der sichtlich bewegte Italiener im Gespräch mit der Siegener Zeitung. »Wir sollten ihn anziehen und ihm seine letzten Tage so schön wie möglich gestalten.« Dieser Abend sollte das Leben der Familie Callara für immer verändern. In seiner unfassbaren Not und Verzweiflung wandte sich der gläubige Christ im Gebet an den Kapuzinermönch Padre Pio aus dem süditalienischen Pietrelcina. Der von Papst Johannes Paul II. selig gesprochene Landsmann (1867-1969) hatte sein ganzes Leben in den selbstlosen Dienst der Menschen gestellt und durch seine wunderbaren Heilungen und prophetischen Gaben weltweit auf sich aufmerksam gemacht.

»Die ganze Nacht gebetet«

»Die ganze Nacht habe ich auf meinen Knien zu ihm gebetet. Ich versprach ihm die Errichtung einer Statue, wenn er Michele heilen würde.« Als Lino Callara am nächsten Morgen wieder erwacht und zu seinem Sohn ins Krankenhaus eilt, kann er sein Glück kaum fassen: Auf wundersame Art und Weise hat sich der Zustand des kleinen Michele deutlich gebessert. Selbst die verblüfften Mediziner können keine wissenschaftliche Erklärung für die nächtliche Heilung des Jungen finden. Nur für die Familie Callara gibt es keinerlei Zweifel: Pater Pio hatte ihre Gebete erhört und den kleinen Michele geheilt. Während der Fall für die Ärzte damit erledigt war, hatte für Lino Callara jetzt die Einlösung seines Versprechens höchste Priorität. »Jahrelang habe ich überall und bei jeder Gelegenheit um Spenden für die Statue gebettelt.«

Und am vergangenen Samstag war es endlich soweit: Im Rahmen einer feierlichen Einweihungszeremonie hatten sich zahlreiche Spender, Gläubige und Freunde der Familie Callara auf dem Gelände des alten Bahnhofs in Biersdorf eingefunden, um der Einweihung der in Italien angefertigten Statue durch den kath. Gemeindepfarrer Gerhard Stenz und seinem Limburger Amtskollegen Pfarrer Lupo persönlich beizuwohnen.

Zuvor hatten die beiden Geistlichen die Feierlichkeiten bereits gemeinsam mit den Besuchern aus ganz Deutschland durch eine zweisprachige Messe auf Deutsch und Italienisch in der katholischen Kirche eröffnet. Es gibt Situationen, die durch ihre besondere Stimmung unvergleichlich sind. Spätestens als der heute sechsjährige Michele in seiner Mönchskutte unter der Hilfe seines Vater die Statue des heiligen Pio enthüllen durfte, fühlten die Anwesenden, dass dieser Moment etwas ganz Besonderes war – nicht nur für die Familie Callara.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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