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Neue Raumluftfilter für Grundschule und Kita in Weitefeld
„Eines der teuersten Geräte“

Marco Fischbach zeigt eine CO2-Ampel, die Rox Klimatechnik für Schule und Kita spendiert hat.
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  • Marco Fischbach zeigt eine CO2-Ampel, die Rox Klimatechnik für Schule und Kita spendiert hat.
  • Foto: Rainer Schmitt
  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

rai Weitefeld. Fünf Stufen filtern nun die Luft in den Klassen der Grundschule und der kommunalen Kita in Weitefeld: Am Freitag wurden die neun eigens von der Ortsgemeinde angeschafften Raumluftfiltergeräte vorgestellt. „Es ist eines der teuersten Geräte“, räumte Ortsbürgermeister Karl-Heinz Keßler ein – aber: „Es ist auch eines der leistungsfähigsten und effektivsten.“ Letzteres sei der Kommune als Träger wichtig. Die Firma Rox Klimatechnik stiftete neun CO2-Ampeln.
Lüftungsintervall wird vermutlich größerUm es vorwegzunehmen: Mit der rund 30.000 Euro teuren Investition in die Filtergeräte für Einrichtung wird nicht das Lüften der Räume ad acta gelegt. Auch künftig wird Durchlüften, also Tür und Fenster auf, erforderlich sein.

rai Weitefeld. Fünf Stufen filtern nun die Luft in den Klassen der Grundschule und der kommunalen Kita in Weitefeld: Am Freitag wurden die neun eigens von der Ortsgemeinde angeschafften Raumluftfiltergeräte vorgestellt. „Es ist eines der teuersten Geräte“, räumte Ortsbürgermeister Karl-Heinz Keßler ein – aber: „Es ist auch eines der leistungsfähigsten und effektivsten.“ Letzteres sei der Kommune als Träger wichtig. Die Firma Rox Klimatechnik stiftete neun CO2-Ampeln.

Lüftungsintervall wird vermutlich größer

Um es vorwegzunehmen: Mit der rund 30.000 Euro teuren Investition in die Filtergeräte für Einrichtung wird nicht das Lüften der Räume ad acta gelegt. Auch künftig wird Durchlüften, also Tür und Fenster auf, erforderlich sein. „Vielleicht muss nur noch stündlich gelüftet werden“, sagte Keßler. Eben statt alle 20 Minuten. Die Anschaffung trägt die Ortsgemeinde allein. Der Ursprungsgedanke sei es gewesen, wie Schulschließungen vermieden oder abkürzt werden können. Dabei spielte der Sicherheitsgedanke für Personal und Kinder eine gewichtige Rolle. Einstimmig votierte der Ortsgemeinderat für die Luftfiltergeräte, betonte Keßler, der sich sachkundig machte. Er kontaktierte 20 Firmen bzw. Hersteller: „20 kamen von sich dazu.“ Trotec aus dem nordrhein- westfälischen Heinsberg überzeugte mit seinem Produkt. Das Unternehmen habe damit Erfahrungen, es seien Untersuchungen mit Laboren vorgenommen worden, so Keßler.
Nun sind die Geräte an ihren künftigen Standorten bereits im Probelauf. Vier in der Kita. An der Schule vier für die Klassen und ein Exemplar für den Betreuungsraum. Sowohl an der Kita als auch an der Schule gibt es eine Notbetreuung, die jeweils bis zu einem Dutzend Kinder besuchen. Die Schule bietet bis 14 Uhr eine Nachmittagsbetreuung.

Ansteckungsgefahr soll minimiert werden

Keßler erwähnte, dass man für die Anschaffung Mittel aus der Landesförderung haben wollte. Ein Voraussetzung sei es jedoch: „Die Fenster dürfen sich nicht öffnen lassen.“ Keßler: „Wir haben trotzdem die Geräte gekauft.“ Zum einen soll die Ansteckungsgefahr von Personal und Kindern minimiert werden, zum anderen hofft man, so den Belüftungszyklus runterfahren zu können. In der kalten Jahreszeit nicht von untergeordneter Bedeutung. Die Geräte können von Hand sowie programmiert laufen. Ähnlich einem Katalysator reinigen die Geräte eigenständig den Filter mit Hitze und töten dabei auch Viren ab, so Keßler. Die Geräte erhalten noch einen Lärmschutzmantel.
Als bekannt war, dass die Kommune in die Geräte investieren will, hätten sich aus der Region und einem weiten Umkreis Schulen nach den Anlagen erkundigt, so Keßler. „Wir können reagieren, weil wir Träger sind“: Für Keßler ist das ein klarer Vorteil. Für die Filtergeräte mussten mehr als 5000 Euro in die Elektrik investiert werden, für Verteiler, Leitungen und Steckdosen. Das erledigte eine Firma in den Weihnachtsferien.

 „Wir haben mehr gelüftet, als wir mussten“

In den jeweiligen Räumen von Kita und Schule wird die Luft nun stetig gefiltert. Ob und wann gelüftet werden muss, das zeigt eine CO2-Ampel an. Neun Exemplare spendierte die Firma Rox Klimatechnik aus Weitefeld. Bis zu acht LED-Dioden zeigen Grün, Gelb oder Rot an, so Geschäftsführer Marco Fischbach. Ist der eingestellte CO2-Messwert von 1000 Parts per Million (ppm) erreicht, leuchten acht rot. Es muss gelüftet werden. So hilft die CO2-Ampel komplett durchzulüften, erläuterte Fischbach, der mit André Burkhard (Mess- und Regelungstechnik) erschienen war.
Die Mitarbeiter werden die Ampeln an geeigneter Stelle in den Klassen montieren, danach in der Kita. Mit der heimischen Firma habe man Profis an seiner Seite, so Keßler: „Die haben Ahnung bei der Lüftung, ein Glücksfall für uns.“ „Ein super Gerät, eine super Entscheidung“, kommentierte Fischbach die Anschaffung der Filtergeräte.
Nach spätestens 20 Minuten sei es bislang an der Zeit gewesen, zu lüften, sagte Kita Leiter Waldemar Janzen, und Schulleiterin Yvonne Zimmermann ergänzte: „Wir haben mehr gelüftet, als wir mussten.“ Nun sei es einfacher, meinen die Leitungen einmütig. Die CO2-Ampeln werden auch Daten liefern, wie oft und wann bestimmte Werte erreicht wurden. Keßler kann sich vorstellen, dass eines der mobilen und transportablen Geräte bei Sitzungen der Ortsgemeinde eingesetzt wird.

Marco Fischbach zeigt eine CO2-Ampel, die Rox Klimatechnik für Schule und Kita spendiert hat.
Eines der leistungsfähigsten und effektivsten Raumluftfiltergeräte hat die Ortsgemeinde Weitefeld angeschafft und dafür rund 30.000 Euro investiert.
Autor:

Rainer Schmitt (Freier Mitarbeiter) aus Betzdorf

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