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Eltern sehen Ruf der Kita beschädigt
Elternbeirat mahnt: In der Kita knirscht es

In der Kita Emmerzhausen läuft es nicht so, wie sich der Elternbeirat das vorstellt. Jetzt wurde die Kritik öffentlich. Feature-Foto: SZ-Archiv
  • In der Kita Emmerzhausen läuft es nicht so, wie sich der Elternbeirat das vorstellt. Jetzt wurde die Kritik öffentlich. Feature-Foto: SZ-Archiv
  • hochgeladen von Daniel Montanus (Redakteur)

damo Ermmerzhausen. In der Kita Emmerzhausen läuft es nicht rund – und die Eltern sind besorgt. Das wurde am Montagabend im Gemeinderat deutlich, denn dort war fast der gesamte Elternbeirat aufgeschlagen, um auf einige Missstände hinzuweisen. Den Adressaten der Kritik haben die Kita-Mütter richtig gewählt: Die Kita befindet sich in Trägerschaft der Ortsgemeinde.

Melanie Betz, Vorsitzende des Gremiums, und ihre Vorstandskolleginnen Sandra Schneider und Sandra Schell waren in der Ratssitzung erschienen, um für mehr Teilhabe zu plädieren. „Ist es möglich, dass wir mehr Mitbestimmungsrechte bekommen?“, fragten sie und wurden dann konkreter: Der Elternbeirat wünscht sich, in Personalentscheidungen einbezogen und zu Sitzungen eingeladen zu werden.

damo Ermmerzhausen. In der Kita Emmerzhausen läuft es nicht rund – und die Eltern sind besorgt. Das wurde am Montagabend im Gemeinderat deutlich, denn dort war fast der gesamte Elternbeirat aufgeschlagen, um auf einige Missstände hinzuweisen. Den Adressaten der Kritik haben die Kita-Mütter richtig gewählt: Die Kita befindet sich in Trägerschaft der Ortsgemeinde.

Melanie Betz, Vorsitzende des Gremiums, und ihre Vorstandskolleginnen Sandra Schneider und Sandra Schell waren in der Ratssitzung erschienen, um für mehr Teilhabe zu plädieren. „Ist es möglich, dass wir mehr Mitbestimmungsrechte bekommen?“, fragten sie und wurden dann konkreter: Der Elternbeirat wünscht sich, in Personalentscheidungen einbezogen und zu Sitzungen eingeladen zu werden.

Diese Forderungen erheben die Eltern nicht von ungefähr: Nach ihrer Einschätzung läuft in der Kita nicht alles so, wie es sollte. Da ist zum einen eine hohe Fluktuation: „In fünf Jahren haben wir schon die dritte Leitungskraft verloren“, erläuterte Melanie Betz gestern im Telefonat mit der SZ. Die raschen Wechsel erklären die Eltern mit Unstimmigkeiten im Team.

Zuletzt hat Michael Metzger der Kita den Rücken gekehrt: Der junge Mann, der erst im Frühjahr 2017 seinen Dienst angetreten hatte, hat bereits Ende Juli auf eigenen Wunsch die Kita verlassen. Das bedauert der Elternbeirat ausdrücklich: „Das war ein super Leiter“, meint Melanie Betz.

So habe sich Metzger nicht nur sehr engagiert, sondern auch ein neues Konzept etablieren wollen, das auf Mitbestimmung der Kinder setzt. Außerdem habe er mit einigen „Altlasten“ aufgeräumt: So habe es in der Vergangenheit immer wieder „Strafpuzzles“ oder „Strafbilder“ gegeben. Und auch die Forderung, dass Kinder beim Mittagessen ihren Teller leeressen müssen, erachten die Mitglieder des Elternbeirats als nicht zeitgemäß und verfehlt. „Und das kommt jetzt schon mal wieder vor“, berichtet Melanie Betz.

All das schädige den Ruf der Kita – und das wiederum bereitet dem Elternbeirat Sorgen.

Um nicht tatenlos zuzusehen, hat der Elternbeirat bereits Anfang des Jahres ein Gespräch mit der Gemeinde gesucht – und nun erneut den Weg in die Ratssitzung gewählt. Dort stieß die Kritik auf ein geteiltes Echo: Ortsbürgermeister Heinz Dücker stellte klar, dass die Personalentscheidungen alleine Sache des Trägers seien – an dieser Stelle könnten die Eltern kein Entgegenkommen erwarten. „Wenn was schiefgeht, liegt die Verantwortung ja bei mir. Also entscheide ich auch allein“, verdeutlichte Dücker.

Die Ratsmitglieder Gisberg Runkel und Volker Schüler sicherten den drei Müttern aber zu, sie künftig mehr einzubeziehen. Runkel regte an, den Elternbeirat fortan zu den Sitzungen des Kita-Ausschusses einzuladen. Und Schüler versicherte den Eltern, dass der Rat ein offenes Ohr für ihre Anliegen habe: „Wir müssen frühzeitig reden, wenn irgendwo der Schuh drückt.“

Wie sehr der Schuh drückt, würde der Elternbeirat gerne genau wissen: Daher plant das Gremium eine Befragung der Eltern, und zwar in Form von anonymen Fragebögen.

Autor:

Daniel Montanus (Redakteur) aus Betzdorf

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