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Derschener Gewerbegebiet wird erweitert
Endlich Platz für Firmen

Blick auf das Gewerbegebiet Derschen: Die Erweiterung soll nun in Bauabschnitten angepackt werden. Für den ersten Teilbereich hat der Ortsgemeinderat den Startschuss gegeben.
  • Blick auf das Gewerbegebiet Derschen: Die Erweiterung soll nun in Bauabschnitten angepackt werden. Für den ersten Teilbereich hat der Ortsgemeinderat den Startschuss gegeben.
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rai Derschen. Es ist ein Dilemma: Firmen fragen nach freien Flächen im Gewerbegebiet, aber die Ortsgemeinde Derschen hat nicht einen Quadratzentimeter in der Hinterhand. In der Schublade hat sie jedoch einen genehmigten Bebauungsplan für die Erweiterung des Gewerbegebiets. Das zehn Jahre alte Papier wurde nun herausgeholt, um mit einer „kleinen Lösung“ zügig weitere Flächen zu schaffen. Erst in diesen Tagen gab es eine Anfrage für eine Gewerbefläche, wie bei der Sitzung des Ortsgemeinderates am Dienstag im Dorfgemeinschaftshaus zu vernehmen war.

Der Kommune fehlt es schier an Flächen. Aus diesem Grund habe man auch schon interessierte Unternehmen verloren.

rai Derschen. Es ist ein Dilemma: Firmen fragen nach freien Flächen im Gewerbegebiet, aber die Ortsgemeinde Derschen hat nicht einen Quadratzentimeter in der Hinterhand. In der Schublade hat sie jedoch einen genehmigten Bebauungsplan für die Erweiterung des Gewerbegebiets. Das zehn Jahre alte Papier wurde nun herausgeholt, um mit einer „kleinen Lösung“ zügig weitere Flächen zu schaffen. Erst in diesen Tagen gab es eine Anfrage für eine Gewerbefläche, wie bei der Sitzung des Ortsgemeinderates am Dienstag im Dorfgemeinschaftshaus zu vernehmen war.

Der Kommune fehlt es schier an Flächen. Aus diesem Grund habe man auch schon interessierte Unternehmen verloren. Um künftig wieder besser aufgestellt zu sein und Angebote machen zu können, befasste sich der Gemeinderat mit dem zehn Jahre alten Plan für die Erweiterung. Dieser soll nicht geändert, sondern in einzelne Bauabschnitte unterteilt werden. Davon berichtete der per Livestream ins Dorfgemeinschaftshaus zugeschaltete Ralf Edelmann, technischer Leiter der Verbandsgemeindewerke.
Die Werke hatten die „kleine Lösung“ ausgearbeitet und damit das Machbare aufgezeigt. Die Struktur- und Genehmigungsbehörde Nord in Montabaur und die Kreisverwaltung Altenkirchen würden beteiligt, erklärte er. Es wird davon ausgegangen, dass es zu keinen oder nur geringen Änderungen kommen wird.

Alle Möglichkeiten bleiben offen

Entsprechend dem bestehenden Bauplan für die Erweiterung soll ab der Bebauung im Gewerbegebiet (Firma Simek) eine Straße bergaufwärts gebaut werden. Ein wichtiger Aspekt ist die Abwasserentsorung. Weiter soll in dieser Erweiterungsphase eine Regenrückhaltung entstehen. „Der Charme ist es, dass weiterhin alle Möglichkeiten und Optionen für eine Erweiterung möglich sind“, verdeutlichte Edelmann.

Der genehmigte Bebauungsplan sieht über den bestehenden Firmen die weitere Nutzung der restlichen Fläche als Gewerbegebiet vor, mit einer Zufahrt über die im ersten Bauabschnitt erstellte Straße. Wird dieser umgesetzt, so verbaut man sich damit nicht die weitere Planung bzw. Umsetzung des Papiers von 2011. Andererseits kann relativ kurzfristig eine gewerbliche Fläche zur Verfügung gestellt werden. Von dieser Vorgehensweise war der Rat überzeugt, der mit einem Grundsatzbeschluss den Startschuss gab.

Quadratmeterpreis noch offen

Weiter soll ein Straßenbauentwurf in Auftrag gegeben werden. In den Haushalt 2021 sollen für die Planungskosten 50 000 Euro eingestellt werden und für den Folgeetat 300 000 Euro, um die Herstellung des ersten Teilbereiches zu realisieren. Wenn der Bereich erschlossen ist, dann kann theoretisch entlang der Grundstücke der neuen Straße, die später 8 Meter breit sein wird, begonnen werden.

Zu einem Quadratmeterpreis könne jetzt noch keine Aussage gemacht werden, antwortete Edelmann auf eine Nachfrage. Es müssten u. a. das Gelände und die Erdmassenbewegung berücksichtigt werden. „Wenn wir etwas anbieten möchten, dann müssen wir es jetzt anpacken“, sagte Beigeordneter Friedhelm Rosenkranz, der diesen Punkt der Tagesordnung leitete und ein einstimmiges Ergebnis für den ersten Bauabschnitt feststellte.

Kita-Beleuchtung wird erneuert

Die Ortsgemeinde will derweil in energiesparende LED-Beleuchtung in Kita und Dorfgemeinschaftshaus investieren. Gerne hätte man dies mit Zuschüssen von Energieversorgern, die bis zu 90 Prozent geben, bewerkstelligt. Die Verbandsgemeinde Daaden-Herdorf hat aus diesem Fördertopf jedoch nur noch knapp 5150 Euro bis 2023 zu vergeben, und vier weitere Anträge auf Förderung lägen bereits vor, informierte Ortsbürgermeister Volker Wisser. Trotzdem soll investiert werden, aber nur in der Kita. Statt in beiden Gebäuden für rund 11000 Euro die Beleuchtung zu erneuern, sollen 7000 Euro für die Kita investiert werden.

Autor:

Rainer Schmitt (Freier Mitarbeiter) aus Betzdorf

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