Schulgarten in Biersdorf auf Vordermann gebracht
Erdbeeren statt „Wildwuchs“

Stolz sind die Kinder der Grundschule Biersdorf auf ihren neugestalteten Schulgarten. Dort wurden Zier- und Nutzpflanzen gesetzt – für die Pflege sind jetzt die Jungen und Mädchen verantwortlich.
  • Stolz sind die Kinder der Grundschule Biersdorf auf ihren neugestalteten Schulgarten. Dort wurden Zier- und Nutzpflanzen gesetzt – für die Pflege sind jetzt die Jungen und Mädchen verantwortlich.
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  • hochgeladen von Nadine Buderath (Redakteurin)

nb Biersdorf. Wenn Kinder ganz freiwillig am Nachmittag in der Schule anrücken, dann muss das schon einen besonderen Grund haben. So wie jetzt an der Grundschule Biersdorf. Dort „lockten“ aber nicht Subtraktion oder das Alphabet, sondern Sonnenblumen, Erdbeeren und Rindenmulch.

Denn: Aus dem lange brach liegenden Schulgarten ist wieder ein hübsches Fleckchen Erde geworden, mit Zier- und Nutzpflanzen aller Art. Und die Jungen und Mädchen haben fleißig bei der Neugestaltung mitgeholfen.

Am Freitagmorgen gab es, natürlich direkt am Garten, eine kleine Einweihungsfeier. Dabei erinnerte Schulleiterin Bettina Flug an dessen Geschichte. Auf den Weg gebracht wurde er vom damaligen Rektor Roland Imhäuser schon im Jahr 2005. Aber in den vergangenen Jahren war die Arbeit den Verantwortlichen im wahrsten Sinne des Wortes über den Kopf gewachsen. Von einem Garten war nicht mehr viel zu sehen, die Natur hatte das Areal vielmehr in ein „wildes Durcheinander“ verwandelt, wie Flug erzählte.

Dass dem „Wildwuchs“ ein Ende gemacht werden sollte, beschloss die Schule dann vor ziemlich genau einem Jahr. Und vor gut zwei Wochen war es endlich soweit: Zwei Mitarbeiter von der Baumschule Hebel rückten an, sorgte das Daadener Unternehmen doch für die nötige Expertise und „Manpower“. André Zöllner und Sören Schneider wurden allerdings kräftig unterstützt – insbesondere von den Mitgliedern der Garten-AG. Und tatsächlich waren einige der Nachwuchs-Gartenbauer sogar nachmittags „am Start“, um zu pflanzen und zu wässern.

Zwei Tage dauerten die Arbeiten, und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Einige AG-Kinder stellten das Projekt vor. So wachsen in einem Teil des Schulgartens Zierpflanzen wie Rosen oder Spieren. In dem anderen Teil können die Kinder lernen, dass Johannisbeeren und Äpfel nicht im Supermarkt wachsen. Die Erdbeeren beispielsweise sind schon ordentlich gediehen – noch ein bisschen Sonne und es kann ein gesunder kleiner Pausensnack direkt aus dem eigenen Schulgarten genascht werden.

Dass der Traum vom neuen Garten wahr wurde, dafür haben nicht zuletzt die Freunde und Förderer der Grundschule Biersdorf gesorgt. Der Förderverein hat nämlich die Materialkosten in Höhe von rund 800 Euro übernommen. Da halfen nicht nur die Mitgliedsbeiträge, sondern z. B. auch regelmäßige (Waffel-)Verkaufsaktionen, so der Vorsitzende Alexander Lühr.

Nun soll aus dem hergerichteten Garten nicht wieder eine „Wildnis“ werden – und um das zu verhindern, hat sich die Schule eine entsprechende Taktik überlegt. So zeichnet nun jede Klassenstufe für eine Aufgabe verantwortlich. Die Viertklässler rücken zukünftig dem Unkraut zu Leibe, Stufe 3 erntet, die Zweitklässler pflanzen Frühblüher und die Allerjüngsten sorgen dafür, dass gefiederte Gartenbesucher immer genug Futter finden. Dass keiner seine Aufgabe vergisst, dafür sorgen kleine „Hinweisschilder“. Eines davon haben auch die Lehrerinnen abbekommen. Schließlich gilt besonders im Sommer: Das Gießen nicht vergessen!

Welchen Eindruck die Gartenbauarbeiten auf die Kinder gemacht haben, zeigt folgender Dialog, von dem am Freitag berichtet wurde. Demnach hatte ein Junge angekündigt: „Ich mache mal eine Ausbildung bei Hebel.“ Worauf sein Kumpel antwortete: „Dann sehen wir uns da wieder. Ich nämlich auch.“

Autor:

Nadine Buderath (Redakteurin) aus Betzdorf

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