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Coronavirus: Prävention in der Grundschule
Finn wäscht sich 18-mal die Hände

Auch in den Grundschulen ist das Coronavirus angekommen – aber zum Glück nur in der Theorie: Die Schüler sind über das Virus informiert worden und haben die wichtigsten Präventivmaßnahmen kennengelernt. Und das Niesen in die Armbeuge klappt gut.  Foto: damo
  • Auch in den Grundschulen ist das Coronavirus angekommen – aber zum Glück nur in der Theorie: Die Schüler sind über das Virus informiert worden und haben die wichtigsten Präventivmaßnahmen kennengelernt. Und das Niesen in die Armbeuge klappt gut. Foto: damo
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damo Weitefeld. Nein, es stimmt einfach nicht, dass die Chinesen das Coronavirus erfunden haben. Und wer’s sich eingefangen hat, muss auch keineswegs sterben – auch wenn einige Weitefelder Grundschüler vor ein paar Tagen noch Stein und Bein geschworen hätten, dass beide Behauptungen zutreffen. Mittlerweile aber wissen sie es besser: An allen Grundschulen in Rheinland-Pfalz sind die Kinder in den vergangenen Tagen umfassend über den Erreger informiert worden.

Dabei standen zwei Aspekte im Vordergrund: Zum einen ging es darum, sachlich aufzuklären, um den Kindern unnötige Sorgen zu nehmen. Zum anderen rückten natürlich auch die Präventivmaßnahmen in den Fokus.

damo Weitefeld. Nein, es stimmt einfach nicht, dass die Chinesen das Coronavirus erfunden haben. Und wer’s sich eingefangen hat, muss auch keineswegs sterben – auch wenn einige Weitefelder Grundschüler vor ein paar Tagen noch Stein und Bein geschworen hätten, dass beide Behauptungen zutreffen. Mittlerweile aber wissen sie es besser: An allen Grundschulen in Rheinland-Pfalz sind die Kinder in den vergangenen Tagen umfassend über den Erreger informiert worden.

Dabei standen zwei Aspekte im Vordergrund: Zum einen ging es darum, sachlich aufzuklären, um den Kindern unnötige Sorgen zu nehmen. Zum anderen rückten natürlich auch die Präventivmaßnahmen in den Fokus. „Teilweise waren die Kinder ohnehin schon gut informiert, aber es gab natürlich auch einige, die sich große Sorgen gemacht und geglaubt haben, dass man zwangsläufig am Coronavirus stirbt. Aber wir haben die Kinder informiert, und dann waren sie auch schnell wieder eingefangen“, berichtete Schulleiterin Yvonne Zimmermann im Gespräch mit der SZ.

Den Impuls, das Coronavirus in den Klassen zu thematisieren, hatte die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion gegeben. Die Behörde hatte allen Schulen am Wochenende eine umfangreiche Mitteilung zukommen lassen, inklusive Elternbrief und Hygienetipps. Und die richten sich nicht nur an die Kinder: So sind auch die Reinigungskräfte angehalten worden, Türklinken, Handläufe und Computertastaturen derzeit besonders gründlich und häufig zu reinigen. Im Mittelpunkt der E-Mail von der Schulbehörde standen aber die Präventivmaßnahmen, die die Kinder selbst ergreifen können.

Und ganz offensichtlich ist die Botschaft gut angekommen: Die Jungs und Mädchen aus der Klasse 2 jedenfalls wussten beim beim Besuch der SZ gut Bescheid.

Die wichtigste Information lieferte Noah seinen Mitschülern: „Ich kann euch sagen, warum ihr keine Angst haben müsst: Weil das nicht schlimmer ist als eine Grippe.“ Ganz unwidersprochen blieb Noahs medizinische Einschätzung nicht, denn einige Klassenkameraden wussten zu berichten, dass der neuartige Erreger für alte oder kranke Menschen durchaus gefährlich werden kann. Aber unter dem Strich machen sich die Zweitklässler keine allzu großen Sorgen. Nur Arian hat ein mulmiges Gefühl, schließlich sei seine Oma ja schon alt. Und Paul sorgt sich ein bisschen um seine Mutter – die habe nämlich Asthma.

Grund genug, selbst alles dafür zu tun, dem Virus keine Chance zu geben. Und wie das geht, wissen die Sieben- und Achtjährigen ganz genau: gründlich die Hände waschen. Und zwar häufig. Finn kommt auf 18-mal Händewaschen am Tag – wenngleich er auf Nachfrage einräumt: „Naja, das hab ich mal geschätzt.“ Aber sie alle haben mehr oder weniger verinnerlicht, dass sie in diesen Tagen wirklich gut darauf achten müssen, ihre Hände sauber zu halten. „Denn wenn man das Virus an den Händen hat und sich dann ins Gesicht packt, wird man krank“, sagt Louis.

Wichtig auch: in die Armbeuge zu niesen – was aber ohnehin im Schulalltag gepredigt und zumeist auch praktiziert wird. „Das ist nämlich eine Tröpfcheninfektion“, wechselt Noah mal eben souverän in den Duktus der Mediziner: „In der Spucke ist das Virus.“ Und besonders tückisch sei, dass man selbst gar nicht unbedingt merken müsse, dass man das Coronavirus in sich trägt. „Nicht jeder kriegt Fieber oder Atembeschwerden“, legt Noah nach.

Und wenn doch eine Infektion auftritt? „Dann müssen uns die Eltern informieren, und wir geben es ans Gesundheitsamt weiter“, erklärt die Schulleiterin den vorgesehenen Weg. Und die Behörde entscheide dann, welche Konsequenzen gezogen werden – bis hin zur Schulschließung. Aktuell aber läuft der Schulbetrieb ganz normal weiter: „Es gibt keine Empfehlungen, größere Veranstaltungen wie z. B. Schulfeste abzusagen.“

Autor:

Daniel Montanus (Redakteur) aus Betzdorf

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