Aktion in Metzgerei bringt 900 Pflanzen für den Hauberg
Fleischwurstbäume sind in der Erde

Revierförster Matthias Grohs nimmt einen der kleinen Bäume in Augenschein.
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rai Daaden. Der Erdbohrer hatte keine Mühe. Ruckzuck war das Pflanzloch gesetzt und der erste Fleischwurstbaum im Waldboden. Ein Vorgang, der sich jetzt auf dem Hahnenkopf 450 Mal wiederholte, mit Traubeneiche, Winterlinde, Rosskastanie, Vogelkirsche und Sorbus-Arten. Fleischwurstbaum? Mit der Handykamera machte Metzgermeister Dirk Schmidt Aufnahmen, wie die erste Pflanze an ihren Standort kam. Er war erfreut, was bei der Baumpflanzaktion zusammengekommen war, um den heimischen Wald wieder das zurückzugeben, was im großen Stil abtransportiert wurde: Bäume. Wie berichtet, hatten Metzgermeister Schmidt und seine Familie eine Aktion initiiert: Mit jeder verkauften Fleischwurst wurde ein Baum für den Wald der Hauberggenossenschaft gestiftet.

Die Aktion übertraf die Erwartungen. Mit 400 bis 500 Pflanzen hatte man gerechnet. er Verkauf von circa 385 Kilogramm Fleischwurst erbrachte 640 Bäume (die SZ berichtete). Und mancher Euro wanderte so noch in die Spendenbox. „Die Resonanz war mega“, freute sich Schmidt. Insgesamt spenden Metzgermeister Schmidt und seine Familie nach der Baumpflanzaktion 900 Exemplare.
Zahllose Baumpflanzen hatte Peter Funke von der Baumschule Balzer-Sellmann aus Kirchhundem-Heinsberg auf dem Lastwagen, als er ins Daadener Land kam. Diese waren für neun Pflanzflächen im Forstrevier Daaden bestimmt, berichtete Revierleiter Matthias Grohs. 300 Traubeneichen, 100 Winterlinden sowie 50 Stück Sorbus-Arten wie Speierling und Elsbeere, außerdem Rosskastanie und Feldahorn waren als „Metzgerbestand“ deklariert, berichtete Grohs schmunzelnd.

Die Vegetation ruht, das ist die Pflanzzeit für Laubhölzer, erläuterte Grohs. Solange kein Frost im Boden sei, könnten die Pflanzen sich noch etablieren. Während Eiche und Linde in einem Gatter gepflanzt werden, gibt es für die anderen Bäume einen Einzelschutz aus Holz vor Verbiss und Fegen, so Klotz.
Gut ein halber Hektar im Wald der Hauberggenossenschaft Daaden sind mit dem ersten Schwung auf dem Hahnenkopf wieder aufgeforstet. 600, vielleicht auch 800 Fichten, schätzten Vorsteher Fritz-Otto Klotz und Beisitzer Klaus Willwacher, haben hier gestanden. Nach trockenen Sommern und Käferbefall mussten die toten Stämme aus dem Wald geholt werden. Übrig geblieben war eine weitere Kahlfläche

Die Resonanz war mega.
Dirk Schmidt
Metzgermeister

Metzgermeister Schmidt hatte standesgemäß Fleischwurst mitgebracht, die er mit Brötchen an die Pflanzarbeiter und die Vertreter von Forst und Hauberg verteilte. Gut gestärkt ging es ans weitere Werk: Loch bohren, Baum hinein und Verbissschutz anbringen. Die Winterlinde sei z.B. bei Holzschnitzern begehrt, sagte Grohs. Die Traubeneiche wird sich später z.B. als Möbel in den Wohnstuben wiederfinden. Bis die Eichen zu erntereifen Bäumen herangewachsen sind, werden noch fast 200 Jahre verstreichen. Solange werden Spaziergängern unter dem Laubdach Schatten und Abkühlung finden.

Autor:

Rainer Schmitt (Freier Mitarbeiter) aus Betzdorf

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