Gegen das Vergessen der Bergbau-Tradition in Biersdorf

Künstlerische Aktion an der ehemaligen Grube »Füsseberg«

thor Biersdorf. Auch wenn es kein echtes Jubiläum ist, so handelt es sich doch um eine wichtige Jahreszahl: Noch wenige Tage, dann sind genau 40 Jahre ins (Daadener) Land gegangen, als die Grube »Füsseberg« ihren Betrieb einstellte. Am 25. März 1965 fuhr die letzte Schicht ein, tags drauf gab es noch eine »Feierschicht«, in der die Bergleute verabschiedet wurden. Das offizielle Aus der Grube kam dann zum 31. März.

Wie gesagt, es ist kein Jubiläum – und gerade deshalb hält man sich von Seiten der Ortsgemeinde Daaden auch etwas zurück. Nicht so die beiden Architektur-Studenten Marc Theis (Daaden) und Stefan Fenster (Gosenbach). Die beiden bekennenden Bergbau-Fans haben sich vorgenommen, das Datum nicht einfach so verstreichen zu lassen und planen nun für kommenden Samstag eine kleine künstlerische Aktion vor dem alten Stollenmundloch an der Betzdorfer Straße.

Mit verschiedenen Illuminationen und einer Diaprojektion mit historischen Fotos soll an jene Zeit erinnert werden, als die Grube »Füsseberg« noch Arbeit für viele Menschen bot, so auch für die Großeltern von Marc Theis. Es gehe darum, auf eine etwas andere Weise darauf hinzuweisen, was der Berg früher für die Menschen bedeutet habe, erklärte Stefan Fenster gestern Abend beim Ortstermin. »Die Erinnerungen sollen nicht verblassen«, ergänzt sein Kommilitone von der Uni Siegen. Bezüge zu den Schätzen unter der Erde werden hergestellt, von denen es in Biersdorf immer noch jede Menge gibt. Mit Neonröhren sollen Grubenschienen angedeutet werden, Strahler weisen symbolisch den Weg unter Tage. Zudem ist vorgesehen, die Fenster der alten Aufbereitungsanlage oberhalb des Stollenmundlochs mit Goldfolie auszuhängen, schließlich sei hier das Erz in gewisser Weise zu Gold geworden, so die Initiatoren.

Start der Aktion, die als lockeres Treffen für alle Interessierten gedacht ist, wird gegen 18 Uhr sein. Besonders freuen würden sich Theis und Fenster, wenn auch einige Zeitzeugen kommen würden – denn diese zu finden, erwies sich im Vorfeld als sehr schwierig. Zur Erinnerung erhalten alle Teilnehmer eine Stempelkarte. Ortsbürgermeister Günter Knautz blieb zwar nur eine Vermittlerrolle, doch konnte er so dafür sorgen, dass die beiden Studenten Unterstützung durch einen privaten Sponsor aus Friedewald sowie die benachbarte Fa. Henrich erhielt. Ein ausführliche Bericht über die Geschichte der Grube »Füsseberg« ist am Samstag in der SZ lesen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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