SZ

Wald bringt der Gemeinde noch einmal richtig Geld
Geldsegen mit bitterem Beigeschmack

Die Emmerzhäuser Ratsmitglieder rechnen mit einem dicken Plus aus dem Gemeindewald.
  • Die Emmerzhäuser Ratsmitglieder rechnen mit einem dicken Plus aus dem Gemeindewald.
  • Foto: pixabay/symbolfoto
  • hochgeladen von Praktikant Online

damo Emmerzhausen. Mit einem dicken Plus aus dem Gemeindewald dürfen die Emmerzhäuser Ratsmitglieder planen: „Ich hatte mit einem Überschuss von 14.000 Euro gerechnet, aber es wird deutlich mehr“, prognostizierte Förster Matthias Grohs jetzt im Gemeinderat. Allerdings hat die gute Nachricht einen bitteren Beigeschmack: Der satte Überschuss resultiert aus dem Verkauf von Käferholz – und das bedeutet, dass die Rücklagen in Form von hiebreifem Nadelholz damit praktisch aufgezehrt sind.
Saatgut ist rar und teuer
So ließ Grohs auch keinen Zweifel daran, dass sich der Gemeinderat auf dürftigere Jahre einstellen muss: „Wir werden der Waldentwicklung mehr Zeit geben müssen als bisher. Es wird dauern, bis sich ein dauerhafter Mischwald etabliert hat“, stellte Grohs klar.

damo Emmerzhausen. Mit einem dicken Plus aus dem Gemeindewald dürfen die Emmerzhäuser Ratsmitglieder planen: „Ich hatte mit einem Überschuss von 14.000 Euro gerechnet, aber es wird deutlich mehr“, prognostizierte Förster Matthias Grohs jetzt im Gemeinderat. Allerdings hat die gute Nachricht einen bitteren Beigeschmack: Der satte Überschuss resultiert aus dem Verkauf von Käferholz – und das bedeutet, dass die Rücklagen in Form von hiebreifem Nadelholz damit praktisch aufgezehrt sind.

Saatgut ist rar und teuer

So ließ Grohs auch keinen Zweifel daran, dass sich der Gemeinderat auf dürftigere Jahre einstellen muss: „Wir werden der Waldentwicklung mehr Zeit geben müssen als bisher. Es wird dauern, bis sich ein dauerhafter Mischwald etabliert hat“, stellte Grohs klar. Denn auch in Emmerzhausen könne nicht flächendeckend neu gepflanzt werden – Saatgut sei rar und teuer, und die Arbeitskräfte seien ebenfalls nicht unbegrenzt verfügbar. Also müsse punktuell gepflanzt werden. Den Rest soll die Natur erledigen: „Auf 60 Prozent der Flüche setzen wir auf Naturverjüngung“, machte Grohs klar.

Zugleich ließ er anklingen, dass man den Wald in Zeiten des Klimawandels zunehmend mit anderen Augen sehen müsse: Nicht mehr nur die Forstwirtschaft dürfe im Vordergrund stehen, sondern auch wichtige Funktionen wie die der CO2-Senke oder des Wasserspeichers. Und genau das müsse die Gesellschaft honorieren – auch finanziell.

Es wird dauern, bis sich
ein dauerhafter Mischwald etabliert hat.
Matthias Grohs
Revierförster

Kita-Plätze werden knapp

Neben dem Forstwirtschaftsplan hat sich der Rat unter anderem mit folgenden Themen befasst:
In der Kita läuft es rund: Die kommissarische Leiterin Laura Panek berichtete von einem Jahr, das zwar spürbar von der Pandemie geprägt war, den Kindern aber doch etliche Highlights beschert hat. Zudem stellte sie in Aussicht, dass die Zahl der Jungs und Mädchen, die die Einrichtung besuchen, steigen wird: „Bis Mai haben wir 30 Kinder in der Kita.“ Und für das Kindergartenjahr 2022/23 seien nur noch drei Plätze frei.

►Der Gemeinderat hat den Bebauungsplan „Oben in der Struth/In der Buchenwiese“ auf den Weg gebracht. Mit dem Aufstellungsbeschluss ist das förmliche – und leider durchaus zähe – Verfahren eingeleitet worden.

►Die Steuersätze bleiben, wie sie sind: Ein Antrag von Ratsmitglied Hans-Jürgen Joswig, die Gewerbesteuer auf das Niveau der Stadt Daaden abzusenken, wurde mit breiter Mehrheit abgelehnt. Und auch an den Gebührensatzungen, z. B. für die Miete des Dorfgemeinschaftshauses, hat der Rat nichts verändert.

►Grünes Licht für die Ehrenamtler: Eine Gruppe engagierter Helfer will den Mehrzweckraum im Dorfgemeinschaftshaus, den auch die Kita nutzt, neu gestalten. Die Details dazu skizzierte Beigeordneter Marc Rosenkranz – und zwar so überzeugend, dass alle Ratsmitglieder den Daumen gehoben haben.

►Der Ausbau des Friedhofswegs kann im nächsten Frühjahr beginnen: Der Rat hat den entsprechenden Auftrag für die Summe von rund 120 000 Euro an ein Wilnsdorfer Bauunternehmen vergeben. Die Arbeiten sollen zwischen Februar und Mai erledigt werden.

Autor:

Daniel Montanus (Redakteur) aus Betzdorf

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

8 folgen diesem Profil
ThemenweltenAnzeige

Anzeigen in der Siegener Zeitung
Anzeigen einfach online aufgeben

Egal ob privat oder gewerblich: Mit der Online-Anzeigenannahme der Siegener Zeitung können Kunden ihre Anzeige schnell und unkompliziert über das Internet aufgeben. Die Online-Anzeigenaufgabe bietet ein breites Spektrum an Gestaltungsmöglichkeiten und verschiedene Buchungsoptionen. Viele Kategorien und Muster für AnzeigenWählen Sie die gewünschte Kategorie und ein Anzeigenmuster, gestalten Sie Ihre eigene Anzeige und buchen Sie in der gewünschten Rubrik. Als registrierter Benutzer können Sie...

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.