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Neubaugebiet Buchenweg in Weitefeld
Gemeinde will bei Erschließung Geld sparen

Die Wiese im Vordergrund soll bald Bauland sein. Der Weitefelder Rat hat jetzt die Weichen dafür gestellt.
  • Die Wiese im Vordergrund soll bald Bauland sein. Der Weitefelder Rat hat jetzt die Weichen dafür gestellt.
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  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

damo Weitefeld. Neuland will die Ortsgemeinde Weitefeld bei der weiteren Erschließung des Baugebiets Waldweg betreten: So soll der Buchenweg nicht als klassische Baustraße angelegt werden, sondern zuerst eine fertige Straße geschaffen werden, bevor die privaten Bauherren mit ihren Arbeiten beginnen dürfen.Dieser Entscheidung ist eine lange Diskussion und ein noch längeres Referat von Planer Volker von Weschpfennig vorausgegangen. Der Scheuerfelder Ingenieur hat den Ratsmitgliedern detailliert vorgestellt, dass beide Varianten ihre Vor- und Nachteile haben.

damo Weitefeld. Neuland will die Ortsgemeinde Weitefeld bei der weiteren Erschließung des Baugebiets Waldweg betreten: So soll der Buchenweg nicht als klassische Baustraße angelegt werden, sondern zuerst eine fertige Straße geschaffen werden, bevor die privaten Bauherren mit ihren Arbeiten beginnen dürfen.Dieser Entscheidung ist eine lange Diskussion und ein noch längeres Referat von Planer Volker von Weschpfennig vorausgegangen. Der Scheuerfelder Ingenieur hat den Ratsmitgliedern detailliert vorgestellt, dass beide Varianten ihre Vor- und Nachteile haben.

Vorteile des Provisoriums

Zuerst kam von Weschpfennig auf das bisher übliche Vorgehen zu sprechen: Wann immer in Weitefeld neues Bauland erschlossen wurde, sind die Straßen in zwei Etappen geschaffen worden: Zuerst wurde nur eine provisorische Baustraße angelegt, und Jahre später, wenn die meisten Grundstücke bebaut waren, ist die Straße in ihren endgültigen Zustand versetzt worden.
Die Vorteile dieser sogenannten Stufenerschließung liegen auf der Hand: Es ist kein Problem, die Hausanschlüsse zu verlegen – dazu muss schließlich nicht die Deckschicht aufgerissen werden, weil diese ja noch gar nicht existiert, wenn die ersten Häuser ans Strom-, Wasser- oder Telefonnetz angeschlossen werden. Zweiter Vorteil: Auch auf den Baustellen der privaten Bauherren rückt schweres Gerät an – was egal ist, solange noch keine empfindliche Deckschicht in Mitleidenschaft gezogen werden kann.

Geld sparen bei Kompletterschließung

Allerdings hat auch die sogenannte Kompletterschließung ihre Vorteile. Denn wenn zuerst die gesamte Straße samt Bordsteinen und Gehwegen gebaut wird, kann die Gemeinde eine Menge Geld sparen. Rund 25 Prozent günstiger sei diese Variante, erklärte von Weschpfennig. Zudem erspare man sich einige Scherereien: Wenn die Straße fix und fertig sei, wisse jeder Bauherr, bis wohin und in welche Höhe er sein Grundstück gestalten darf. Es sei nämlich keineswegs selbstverständlich, dass Bauherren immer die Grenzen ihrer Grundstücke beachten würden: „Und dann muss beim Fertigausbau ein Teil der gepflasterten Einfahrt wieder entfernt werden. Bei der Kompletterschließung kann Ihnen das nicht passieren: Da schaffen Sie zuerst Fakten“, erklärte von Weschpfennig den Ratsmitgliedern.
Weitere Nachteile der Erschließung in zwei Etappen: Oft dauere es mehrere Jahre, bis alle Baulücken geschlossen seien und die Straße vollendet werden könne. Und das könne dazu führen, dass die Tragschicht der Baustraße schon derart hinüber sei, dass man sie eigentlich schon wieder rausreißen müsste.

"Testballon" Buchenweg

All das habe zu einem Umdenken geführt, verdeutlichte der Planer: „Früher haben wir immer für die stufenweise Erschließung argumentiert. In den vergangenen Jahren ist das aber zugunsten der Kompletterschließung gekippt.“Und dem will sich auch der Weitefelder Gemeinderat nicht verschließen: Der recht kurze Buchenweg eigne sich doch perfekt als „Testballon“, regte Ortsbürgermeister Karl-Heinz Keßler an.
Zumal bei entsprechender Planung sichergestellt werden könnte, dass die Hausanschlüsse nicht zu Nähten in der Deckschicht führen: Einige Versorgungsleitungen könnten frühzeitig gelegt werden, und die, die erst später verlegt würden, könnten durch Leerrohre gefädelt oder mit Erdraketen durch den Untergrund geschossen werden.

All das hat die Ratsmitglieder überzeugt: Mit breiter Mehrheit hat das Gremium beschlossen, den Buchenweg erst komplett fertigzustellen, bevor der erste Bauherr loslegen darf.

Mehr Interessenten als Grundstücke

Das heißt aber nicht, dass die Interessenten sich entspannt zurücklehnen könnten – ganz im Gegenteil. Wer im 3. Abschnitt des Waldwegs eines der elf Grundstücke haben will, muss sich bis Ende November bei der Gemeinde melden. Und offenbar wird der Grundstückskauf kein Selbstläufer: „Wenn alle, die Interesse angemeldet haben, noch immer interessiert sind, werden wir losen müssen“, sagte Keßler.
Neben diesem Thema hat sich der Rat auch ausgiebig mit der Planung des neuen Gemeindezentrums befasst. „Darauf haben wir zwei, drei Jahre gewartet“, kommentierte Keßler die Tatsache, dass ein Rechtsstreit die Detailplanungen auf Eis gelegt hatte. Diese Zwangspause hat dazu geführt, dass die Kostenschätzungen nicht mehr aktuell sind; damit das Daadener Bauamt auf einer soliden Basis neu rechnen kann, hat der Gemeinderat jetzt einige grundlegende Weichenstellungen für die Innengestaltung getätigt.
Außerdem hat der Rat den Kauf neuer Geschwindigkeitsmesstafeln beschlossen.

Autor:

Daniel Montanus (Redakteur) aus Betzdorf

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