Hochbehälter ist jetzt wieder dicht

Sanierung des Wasserspeichers »Denkmal« in Niederdreisbach erfolgreich abgeschlossen

sz Niederdreisbach. Nach rund zweimonatiger Bauzeit wurde jetzt im Beisein von Bürgermeister Wolfgang Schneider und Ortsbeigeordnetem Thomas Held der Hochbehälter »Denkmal« in Niederdreisbach wieder in Betrieb genommen. Darauf weist die Verwaltung Daaden in einer Pressemitteilung hin.

Im Frühjahr musste der Behälter aus dem Jahr 1952 mit einem Nutzvolumen von rund 100 Kubikmetern von den Verbandsgemeindewerken Daaden kurzfristig vom Netz genommen werden: Massive Undichtigkeiten in den Behälterwänden hatten zu extremen Wasserverlusten und damit zwangsläufig zu hohen Kosten geführt.

Das mit der Planung und Bauleitung der Behältersanierung beauftragte Ingenieurbüro aus Herborn stellte nach eingehenden Untersuchungen die Ursache für die hohen Wasserverluste fest: Die alten Stampfbetonwände hatten sich über die Jahre mit Wasser voll gesogen wie ein Schwamm. Nach über 50 Jahren hat dieser Schwamm das Wasser jedoch nicht mehr länger halten können und gab es dann nach außen in den klüftigen Untergrund ab.

Nach Vorlage einer Kostenschätzung mit alternativen Lösungsmöglichkeiten entschied sich der Daadener Werksausschuss für eine Sanierung des Behälters mittels einer mineralischen Neubeschichtung der Behälteraußenwände. Damit kam eine zuverlässige, funktionsgerechte Lösung zum Zuge, die noch dazu die wirtschaftlichste Variante ist: Die Kosten lagen bei rund 80000 Euro. Den Zuschlag für die Sanierungsarbeiten erhielt die Siegener Fachfirma Otto Quast. Die Trinkwasserversorgung im betroffenen Einzugsgebiet wurde für die Dauer der gesamten Bauzeit mit einer provisorischen Anbindung an das Versorgungsgebiet des Hochbehälters »Dreisberg« (obere Druckzone) sichergestellt. Die Bauarbeiten selbst verliefen völlig reibungslos. Nach der üblichen Vorbehandlung durch Abstemmen und Abstrahlen des undichten Wandputzes wurden größere Hohlstellen im darunter liegenden Stampfbeton mit Spezialmörtel vorprofiliert. Anschließend wurden in zwei Schichten mineralische Dichtmörtel neu aufgebracht. In diesem Zuge wurden ebenfalls die vorhandenen Rohrleitungen und Inneneinrichtungen in der Behälterkammer erneuert. Nach Abschluss aller Bauarbeiten erfolgte eine vollständige Reinigung und Entkeimung des Behälters entsprechend den Vorschriften der Trinkwasserverordnung sowie eine fünftägige Dichtheitsprüfung.

Noch bevor der Behälter offiziell wieder ans Netz genommen wurde, bestand er auch schon seine »Feuertaufe«: Bei einem kleineren Brandfall in Niederdreisbach am Vortag der Inbetriebnahme konnte die Feuerwehr schon auf das neue »Denkmal«-Wasser erfolgreich zurückgreifen. Mit dieser Sanierungsmaßnahme ist nun die Trink- und Löschwasserversorgung der unteren Druckzone Niederdreisbachs (vor allem im Bereich Hauptstraße und Gewerbegebiet Alter Weg) wieder in geforderter Funktion und Qualität her- und sichergestellt.

Dies nahmen denn auch die Vertreter der Baufirma, des Ingenieurbüros, der Verbandsgemeinde Daaden sowie der Ortsgemeinde Niederdreisbach zum Anlass, mit einem Glas frischen Wassers aus dem neuen Behälter miteinander anzustoßen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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