»Immer noch am Leben«

Das Motto zum Jubiläum:

Empfang im Bürgerhaus zum 100-jährigen Bestehen des CVJM Kreisverband Westerwald

gike Daaden. Im Jahr 1903 trafen sie sich schon einmal in Daaden - die Vertreter von sechs örtlichen Jünglingsvereinen. Was damals die Gründung einer Kreisverbindung zur Folge hatte, ist in diesem Jahr ein Grund zum Feiern: Zum offiziellen Empfang anlässlich 100 Jahre CVJM Kreisverband Westerwald konnte der Vorsitzende Martin Schmalzried am vergangenen Samstag im Bürgerhaus rund 100 Gäste begrüßen. »Immer noch am Leben« - so lautet das Motto, unter dem die Jubiläumsveranstaltungen stehen. »Wir wollen Gott danken und ihn loben, dass wir immer noch am Leben sind«, betonte Schmalzried.

Einen Einblick in die bewegte Geschichte und die heutigen Aufgaben gab eine Präsentation. Klar, dass beim Christlichen Verein Junger Menschen die Arbeit mit Jugendlichen im Vordergrund steht, beispielsweise in den Jungscharen. Klausurtage und Kreisforen bieten Raum für Austausch und neue Ideen und gehören ebenso dazu wie Feste und Mitarbeiterschulungen. Aber auch die Musik hat mit den Posaunenchören im Kreisverband ihren festen Platz, was auch während dem Empfang hörbar wurde. Eine Bläsergruppe umrahmte mit zeitgenössischer Musik und einigen Chorälen.

»Als Kreisverband seid ihr immer noch an dem dran, der das Leben ist,« beglückwünschte Holger Schneider vom Kirchenkreis Altenkirchen den Kreisverband. Den Glückwünschen schloss sich auch Uwe Hermann aus dem Dekanat Bad Marienberg an. Den Glauben jungen Menschen vermitteln bilde auch heute noch die Grundlage moderner christlicher Jugendarbeit. Die Dienstgemeinschaft am Evangelium sei etwas sehr Kostbares, befand Prediger Rüdiger Wisser von den Gemeinschaften im Gebiet Daaden, der sich als Jugendlicher ebenfalls im CVJM engagiert hatte. Joachim Hess von den Gemeinschaften im Gebiet Herborn betonte in seinem Grußwort die Einladung Jesu: »Wir sollen hinter Jesus her gehen, in seiner Spur bleiben und so Gemeinde bauen.«

»Es ist keine Hoch-Zeit für Jugendarbeit,« stellte Landrat Dr. Alfred Beth fest. Die Zahl der ungefestigten Jugendlichen ohne klares Wertekorsett wachse beständig, und zwar mit gesellschaftspolitischen Folgen. Jugendliche dürften sich nicht als Egoisten, sondern als Teil einer Gemeinschaft erfahren. Hier könne auch der CVJM Signale setzen und zum Wohl von Staat und Gesellschaft arbeiten. Bürgermeister Wolfgang Schneider überbrachte ebenfalls herzliche Glückwünsche und lenkte den Blick in eine optimistischere Richtung: »Die christliche Botschaft ist eine Botschaft der Nächstenliebe. Jugendliche brauchen das Bewusstsein für ein aktives Gemeinwesen. Die Saat, die wir in junge Menschen säen wird erst später aufgehen.«

Mit seinen elf Vereinen gehört der Kreisverband zum CVJM-Westbund, dessen Vorsitzende Ulrike Messinger mit einem geistlichen Impuls den Empfang bereicherte. »Der CVJM macht Arbeit mit jungen Menschen, nicht für junge Menschen.« Diese Arbeit sei Beziehungsarbeit in zwei Richtungen. »Jugendliche können ihre Lebenserfüllung in einer Beziehung zu Jesus finden,« betonte Messinger. Die Beziehungen untereinander böten wichtige Handlungsräume für junge Menschen. Der nächste Höhepunkt beim Kreisverband ist das Kreisfestival am 26. und 27. April in Bad Marienberg, zu dem Martin Schmalzried bereits herzlich einlud.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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