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Gebetswoche der Ev. Allianz ist individuell zu absolvieren
Jeder für sich

Vor der Kulisse des Turms der ev. Barockkirche liest Pfarrer Steffen Sorgatz an der Wegstation „Hören“ einen Bibeltext aus dem Lukas-Evangelium. In der ev. Barockkirche liegen die Gebetszettel für alle Tage aus.
  • Vor der Kulisse des Turms der ev. Barockkirche liest Pfarrer Steffen Sorgatz an der Wegstation „Hören“ einen Bibeltext aus dem Lukas-Evangelium. In der ev. Barockkirche liegen die Gebetszettel für alle Tage aus.
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  • hochgeladen von Klaus-Jürgen Menn (Redakteur)

rai Daaden.  Die Glocken der Barockkirche sind verstummt, der Weg an diesem frostigen Sonntagabend beginnt. Es ist ein kleiner Pilgerweg. Mit Gebet, Psalm und Bibeltext, aber auch mit Stille und Gedanken an andere Menschen. An Menschen, die Verantwortung für andere tragen, aber auch Menschen in den Häusern entlang des Weges.
Am ersten Tag der Gebetswoche der Ev. Allianz begleitet der Berichterstatter Pfarrer Steffen Sorgatz auf seinem Weg von der ev. Kirche bis zur kirchlichen Sozialstation – und zurück.
Die Glocken läuten. Diese sollen die Menschen zu Hause aufrufen, mit einem Gebetszettel vor die Tür zu kommen. Es geht los. Gemeinsam, aber jeder für sich. Los geht es auch an der Kirche.

rai Daaden.  Die Glocken der Barockkirche sind verstummt, der Weg an diesem frostigen Sonntagabend beginnt. Es ist ein kleiner Pilgerweg. Mit Gebet, Psalm und Bibeltext, aber auch mit Stille und Gedanken an andere Menschen. An Menschen, die Verantwortung für andere tragen, aber auch Menschen in den Häusern entlang des Weges.
Am ersten Tag der Gebetswoche der Ev. Allianz begleitet der Berichterstatter Pfarrer Steffen Sorgatz auf seinem Weg von der ev. Kirche bis zur kirchlichen Sozialstation – und zurück.
Die Glocken läuten. Diese sollen die Menschen zu Hause aufrufen, mit einem Gebetszettel vor die Tür zu kommen. Es geht los. Gemeinsam, aber jeder für sich. Los geht es auch an der Kirche. Der Weg beginnt mit einer kleinen Andacht vor dem Portal – so wie es die Teilnehmer an ihrer Haustür machen. Wer beim täglichen Gebetsspaziergang mitmacht und mit welchem Ziel, das ist offen. In der Pandemie läuft die Gebetswoche anders ab als sonst. „In unseren Häusern, den Kirchen, Gebets- und Gemeindehäusern können wir uns nicht treffen“, sagt Sorgatz vor dem Läuten.

Bei Feuerwehr und DRK zu Gast

„Rausgegangen“ war man auch bei der Gebetswoche 2020. Im Januar, vor Corona. Damals kam man bei den Menschen zusammen, die Verantwortung für den Nächsten übernehmen. Bei helfenden Berufen und Tätigkeiten. Und dort, wo es gesellschaftlich relevant sei, so der Pfarrer: Aus den Häusern rausgegangen zu sein, „das war ein bisschen revolutionär.“
Bei Feuerwehr und DRK war man zu Gast, u. a. auch an der Realschule plus und bei Bürgermeister Wolfgang Schneider im Rathaus. Es wurden Interviews geführt. Man erkundigte sich, wo es rund läuft oder wo der Schuh drückt. Man betete für die Menschen.
Bei der Gebetswoche 2021 der Ev. Allianz (ev. Kirchengemeinde, evangelische freie Gemeinde und Haus Friede) zum Motto „Lebenselixier Bibel“ sind keine Treffen in „unseren Häuser“ oder bei Institutionen möglich. Das Vorjahreskonzept wurde angepasst. Ein Dutzend Stationen reicht nicht aus, um sich nicht über den Weg zu laufen. Es wurden als mögliche Ziele Stellen zusätzlich aufgenommen, wo man einen Blick auf den Ort werden kann, z. B. an den „fünf Linden“, wo Spaziergänger vorbeikommen, für die gebetet werden kann.
Mehr als 20 Stationen gibt es. Eine Einzelperson (oder ein Ehepaar) besorgt sich einen Gebetszettel und kann sich für jeden Abend bis einschließlich Samstag einen individuellen Zielort aussuchen. Für jeden Abend gibt es einen eigenen Gebetszettel, an den Tag angepasst, nicht an den Ort. Wie berichtet, kann der Zettel auf den entsprechenden Internetseiten heruntergeladen werden. Für alle Tage mitgenommen werden können die Zettel am Eingang der Barockkirche.

Lesung aus dem  Lukas-Evangelium

Nach dem Anfangsgebet von Sorgatz geht es beim Startschuss am Sonntag an der Kirche los. Unterwegs an der Wegstation „Hören“ liest er aus dem Lukas-Evangelium. Wie auch an den weiteren Tagen wird den Teilnehmern auf ihrem persönlichen Gebetsspaziergang eine Frage zum Text mitgegeben. Dazu ein Gebetsimpuls. Schweigend oder still betend geht es weiter.
In den Häusern sind Lichter zu sehen. Man könne an die Menschen denken, die dort leben, wird Sorgatz später sagen. An einem Fußweg zwischen den Häusern ist das Bellen von Hunden zu hören. Eine zufällige Begegnung beim Gassigehen. Im Vorbeigehen ein „guten Abend“. Dann wieder Schweigen.
Am individuellen Zielort, hier die Sozialstation, betet Sorgatz für die Menschen, die hier arbeiten. Danach ist Zeit, um den Weg in Gedanken noch einmal zurückzugehen, zu bewerten, wovon man sich angesprochen fühlt.
In der Stille und auf dem doch kurzen Weg seien es ganz viele gedankliche Begegnungen mit den Menschen, die in den Häusern entlang des Weges leben, so Sorgatz. Auf die Frage beim Gebetsspaziergang, was das Wort Gottes war, das ihn zuletzt persönlich angesprochen habe, antwortet er: Der Gedanke aus dem Podcast eines Pfarrerfreundes, bei dem es um das Erscheinen des Engels bei den Hirten auf dem Feld ging. Er spannte den Bogen hin zu „Menschen, die mir im Leben und Alltag“ begegnen.

Autor:

Rainer Schmitt (Freier Mitarbeiter) aus Betzdorf

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