Lebenslust in bunten Farben

Brunhild Knautz und Brunhild Röhlich: 1. Osterausstellung

sz Daaden. »Lebenslust« und »Südländische Villa«: zwei Begriffe, die sich durchaus miteinander verbinden lassen. Zwei Bilder von Künstlerinnen, die bewusst oder unbewusst deutlich machen, wie eine Ausstellung durch Kontraste gewinnt. »Bildlich begrüßt« wurden die Besucher der 1. Osterausstellung im Daadener Bürgerhaus mit »Lebenslust«, einem Bild von Brunhild Knautz in Sprühtechnik sowie einem Aquarell »Südländische Villa« von Brunhild Röhlich.

»Die Räumlichkeiten sind ideal für eine Bilderausstellung«, sagte die Daadener Künstlerin Brunhild Knautz, die die Idee einer Ausstellung schon jahrelang im Kopf hatte. Die »Kollegin« aus Niederdreisbach, Brunhild Röhlich, kann ihr da nur zustimmen. Mit insgesamt 46 Werken präsentierten die beiden am Osterwochenende einen Querschnitt ihres Schaffens.

Ortsbürgermeister Günter Knautz zeigte sich anlässlich der Eröffnung sehr erfreut über die Initiative der Künsterlerinnen: »Sie werten die Osterzeit einfach auf.« Mit einem Blumenstrauß für Brunhild Knautz wünschte er ein gutes Gelingen und viele Besucher. Der Ortsbürgermeister von Niederdreisbach, Rudolf Ermert, hielt die Blumen für Brunhild Röhlich bereit: »Eine solche Begabung ist eine Gnade und ein Geschenk Gottes.« Auf das letzte Maiwochenende im kommenden Jahr darf er sich schon besonders freuen: Dann gastiert die Künstlerin mit ihren Bildern im Niederdreisbacher Dorfgemeinschaftshaus. Helmut Knautz dankte der Ortsgemeinde für das Entgegenkommen bezüglich des Bürgerhauses.

Der Titel »Erste Osterausstellung« sei bewusst gewählt, erklärten die beiden Malerinnen, denn damit wolle man auch andere zu Ausstellungen dieser Art anspornen. Brunhild Knautz nahm 1983 den Pinsel in die Hand und absolvierte eine dreijährige Ausbildung bei dem Kirchener Grafikdesigner Josef Laubenthal. Von 1987 bis 1990 war sie Mitglied einer Arbeitsgemeinschaft mit Erwin Rickert aus Betzdorf, seit 1992 ist sie Mitglied im Kunstforum Westerwald. Weitergebildet hat sie sich im Rahmen einer Gasthörerschaft an der Universität Siegen im Jahre 1997. Von Studienreisen innerhalb Europas waren zahlreiche Kunstwerke auch in der Ausstellung zu bewundern.

Für Brunhild Röhlich kam 1986 der Griff zu Farbe und Pinsel. Zunächst standen Aquarellkurse auf dem Programm, dann 1988 eine Malwoche und 1989 ein Fernstudium im Fach »Freies und angewandtes Zeichnen«. Unter anderem absolvierte sie bei Josef Laubenthal ab 1990 einige Aquarellkurse. Seit 1999 besucht sie wöchentlich die Malschule Knab in Wissen und genießt dort vor allem die Ruhe zum Malen. Zudem kann sie auf einige Studienreisen zurückblicken.

So kontrastreich die Bilder im Eingangsbereich waren, so gestaltete sich auch die Ausstellung: Während Brunhild Knautz kräftige Farben bevorzugt, hat Brunhild Röhlich eine Vorliebe für Pastelltöne, für Landschaften, Stilleben, Abstraktionen und für Gewässer. Besonders deutlich wurde dies bei der Vorstellung ihrer Lieblingsbilder: »C#99te d'Azur« (Öl auf Holz) bestach vor allem durch viele und kräftige Farben, durch grobere Arbeitstechnik und einen alten Rahmen. – »Mama, kannst du das nicht mal malen?« war der Anstoß, den Brunhild Röhlich von ihrem Sohn zu dem Bild »Frau im Sommerwind« (Acryl) bekam: Mit wenigen Farben vermittelt das Bild einen ruhigen, harmonischen Eindruck.

46 Bilder, die trotz ihrer Unterschiedlichkeit eine Harmonie und eine beeindruckende Ausstellung ergeben: Eine Aufwertung der Ostertage, die hoffentlich ihre Nachahmer findet.

gike

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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