Mauden und Majdy trennen jetzt nur noch die Kilometer

Partnerschaft mit polnischem Dorf besiegelt

rai Mauden. Polnisch-deutsche Wörterbücher könnten demnächst eine gute Hilfe für die Bevölkerung von Mauden und Majdy sein – spätestens seit Samstag gibt es dafür einen guten Grund. Die Überraschung anlässlich des Dorffestes am Wochenende war gelungen: Ortsbürgermeister Manfred Rosenkranz begrüßte eine Delegation aus dem polnischen Majdy im kleinen Westerwaldort. Das Dörfchen liegt im Norden Polens im Raum Warmia, eingebettet in die masurische Seenlandschaft. 1150 Kilometer war die achtköpfige Gruppe um Ortsbürgermeister Antoni Gromadzki bis ins Daadener Land gereist, um die Ende Februar geknüpften Kontakt zu festigen.

Wie kamen diese zustande? Im Vorjahr erinnerte sich Rosenkranz bei einer Urlaubsreise in Polen daran, dass jemand einmal erwähnt hatte, dass es im früheren Ostpreußen einen Ort namens Mauden gegeben haben soll. Im Internet wurde Rosenkranz fündig. Auf einer alten Karte entdeckte er Mauden. Heute heißt das im Norden Polens am Ufer des Tumlarskie- und des Wulpinskie-Sees gelegene Dorf Majdy. Dorthin reiste Rosenkranz mit einem Übersetzer Ende Februar.

Herzlich wurde man in dem 120 Einwohner zählenden Majdy – im »Wäller« Mauden leben 125 Einwohner – aufgenommen. Nun war die Gruppe um Ortsbürgermeister Gromadzki zum Dorffest nach Mauden gereist – reich bepackt. »Wir freuen uns sehr, zu euch kommen zu können«, übersetzte die gebürtige Polin Agnieszka Weinbrenner (Niederdreisbach) das Grußwort von Gromadzki. Ein Gemälde mit dem See bei Majdy, Steine aus dem See, Impressionen von der Seenlandschaft und einen Kerzenleuchter hatten die Polen als Präsente mitgebracht. Und einen eigens gefertigten Wimpel, auf dem unter anderem die Wappen beider Dörfer zu sehen sind. Eine Luftaufnahme von Mauden und Bildbände überreichte im Gegenzug Ortsbürgermeister Rosenkranz.

Zur Deklaration der Partnerschaft hatten die neuen »Freunde« eine Urkunde mitgebracht. Darin versprechen beide Seiten, die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Bürgern ihrer Dörfer zu vertiefen und dauerhaft zu sichern. Über der Partnerschaft soll stets der Leitgedanke des Friedens durch Völkerverständigung stehen. Sie soll alle Bereiche des dörflichen Lebens umfassen. Es sollen unter anderem Begegnungen zwischen den Bürgern angestrebt werden.

Grußworte entrichteten Landrat Dr. Alfred Beth und Bürgermeister Wolfgang Schneider, die zudem Geschenke an Ortsbürgermeister Gromadzki überreichten. Zum Frühstück am Sonntag tafelten die polnischen Gäste Spezialitäten aus ihrer Heimat auf. Am Montagmorgen reiste die Delegation wieder ab.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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