Mit neuer Lackieranlage auf der Erfolgsspur bleiben

Firma Heyco will weiter nach oben / 15 neue Arbeitsplätze

damo Derschen. Flexibilität ist ein Zauberwort für jeden Firmenchef. Um so schöner, wenn die Geschäftsleitung diese Tugend nicht nur von ihren Mitarbeitern verlangt, sondern selbst an den Tag legt. So begann die Präsentation einer neuen Roboter-Lackieranlage bei der Firma Heyco gestern den aktuellen Umständen entsprechend: mit dem WM-Halbfinalspiel auf Großleinwand. Und weil die deutschen Kicker erfolgreich waren, gab es gestern bei der Werksbesichtigung viele fröhliche Gesichter.

Auch das, was Geschäftsführer Markus Heynen zu verkünden hatte, trug zur allgemeinen Erbauung bei. Die neue Lackieranlage soll die Remscheider Heyco-Gruppe weiter auf der Erfolgsspur halten. Die Firma Heyco, die kurz vor dem Zweiten Weltkrieg als Handwerkzeugproduzent gegründet wurde, hat in den 80er Jahren aus der Not eine Tugend gemacht: Damals drängten ostasiatische Werkzeuge auf den europäischen Markt; die Umsatzzahlen der Heyco-Gruppe verschlechterten sich spürbar. Also suchte die Gruppe laut dem Vorstandsvorsitzenden Ernst-Peter Heynen nach einem neuen Feld.

Das fand sich in der Kunststofffertigung. Es folgte ein rasantes Wachstum, und heute macht die AG mit Kunststoff die Hälfte ihres Umsatzes. Abnehmer der Kunststoffteile sind vor allem Automobilkonzerne. So wird in Derschen nur für diese Branche produziert; seit gestern mit einer neuen Lackieranlage.

Die Roboter-Lackieranlage hat 1,2 Mill. Euro gekostet, berichtete Ernst-Peter Heynen. Sie soll helfen, die Strategie der Heyco-Gruppe zu verfolgen: nicht nur einzelne Teile anzubieten, sondern Systemlösungen. Die hochmoderne Anlage ermöglicht eine effektive und umweltverträgliche Lackierung von Kunststoffteilen. Zum Einsatz kommen vor allem Softtouch-Lacke, die im Cockpit- oder Armaturenbereich von Autos eingesetzt werden. Roboterarme ermöglichen, dass das zu lackierende Teil von allen Seiten in einem Arbeitsvorgang fertiggestellt werden kann. Das senkt den Lackverbrauch und ermöglicht die Fertigung hochwertiger Teile, erklärte Ernst-Peter Heynen.

Er stellte zudem in Aussicht, dass mit der Investition in die neue Technik auch die Belegschaft aufgestockt werden soll. Derzeit werden im Werk Derschen 70 Mitarbeiter beschäftigt; innerhalb des nächsten halben Jahres sollen 15 weitere Arbeiter eingestellt werden. Außerdem soll der Umsatz des Derschener Werks von derzeit rund 6 Mill. Euro auf 10 Mill. Euro gesteigert werden. Ferner sei der Ausbau der Fertigungshallen vorgesehen, sagte Heynen im SZ-Gespräch. Da verwundert es nicht, wenn Markus Heynen ein rundum optimistisches Fazit zog: »Wir sind weiter auf Zukunftskurs, auch am Standort Derschen.«

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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