Schnellladestation für E-Autos jetzt in Betrieb
Nicht laden, sondern tanken

Stadtbürgermeister Walter Strunk hat als Erster – wenn auch nur fürs Foto – die Ladestation auf dem Fontenay-le-Fleury-Platz angezapft. Jetzt steht sie rund um die Uhr zur Verfügung.  Foto: damo
  • Stadtbürgermeister Walter Strunk hat als Erster – wenn auch nur fürs Foto – die Ladestation auf dem Fontenay-le-Fleury-Platz angezapft. Jetzt steht sie rund um die Uhr zur Verfügung. Foto: damo
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damo Daaden. „Das ist der Unterschied zwischen Aufladen und Tanken“, sagt Marco Lenz und lässt keinen Zweifel daran, dass einen halben Meter hinter ihm gerade getankt wird. Die Ladesäule auf dem Daadener Fontenay-le-Fleury-Platz wartet mit einer Leistung von 75 Kilowatt auf; damit sollte praktisch jeder Auto-Akku binnen einer Stunde wieder gut gefüllt sein, ergänzt Lenz. Sein Firmenwagen mit dem Logo von Mann Energie war gestern das erste Auto, das an der öffentlichen Ladestation mit Strom betankt worden ist.

Zur Inbetriebnahme der Schnellladestation waren neben Lenz und seinem Chef Markus Mann auch Daadens Stadtbürgermeister Walter Strunk sowie Vertreter der Firmen erschienen, die am Facelifting des Fontenay-le-Fleury-Platzes beteiligt waren. Das ist bekanntlich längst vollendet; nun also wurde das letzte Teilchen im Infrastruktur-Puzzle an die richtige Stelle gelegt.

„Mit der Schnellladestation wollen wir ein Zeichen setzen“, rief Walter Strunk die Überlegungen in den politischen Gremien ins Gedächtnis. Fraktionsübergreifend hatten die Parteien im Stadtrat dafür plädiert, nicht nur Ladestationen für E-Bikes, sondern eben auch für Autos auf den Platz zu integrieren. Und nicht die „normale“ Steckdose, wie sie in jeder Garage zur Verfügung steht, sondern die deutlich leistungsstärkere und damit viel schnellere Variante.

Rund 40 000 Euro sind investiert worden; gut die Hälfte bekommt die Stadt als Fördermittel zurück. Und das Betreiben der Station wird keine Arbeitskraft im Rathaus binden: Die Firma Mann hat nicht nur die Säule aufgestellt, sondern übernimmt auch Betrieb und Abrechnung. Für die Kunden soll es vergleichsweise leicht sein, die Akku-Ladung Strom zu bezahlen: entweder mit einem „Plugsurfing“-Schlüssel oder aber individuell, per Kreditkarte oder Paypal.

Wer in Daaden tankt, bekommt Strom aus regenerativen Quellen: „Ohne grünen Strom würde die Rechnung nicht aufgehen“, sagte Markus Mann. Er fährt selbst seit 2011 ausschließlich elektrisch, und so nutzte er die Einweihung der Ladestation zu einem Plädoyer für der E-Mobilität: „Schon mit dem jetzigen Stand der Technik können 60 bis 70 Prozent des Individualverkehrs mit der E-Mobilität abgedeckt werden“, betonte er – mittlerweile seien auch längere Reisen leicht umsetzbar. „Und die E-Autos werden immer bezahlbarer.“

Alles in allem hat das Langenbacher Unternehmen mittlerweile rund 100 Ladestationen verkauft oder selbst in <jleftright>Betrieb – aber noch immer ist das Netz löchrig. Klar, eine Steckdose für das Aufladen über Nacht ist praktisch überall verfügbar – Schnellladestationen sind aber in der Region noch rar. „Ich kenne im Umkreis von 20 Kilometern noch eine in Kirchen – sonst fällt mir keine ein“, sagte Lenz.</jleftright>

In dieses Horn blies auch Walter Strunk: „Ich freue mich, dass wir jetzt ein solches Angebot vorhalten können, denn das ist nicht selbstverständlich für eine Stadt unserer Größenordnung. Aber ich bin überzeugt, dass wir mit diesem Angebot richtig liegen.“

Autor:

Daniel Montanus (Redakteur) aus Betzdorf

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