Norbert Moog feiert 25-jähriges Dirigentenjubiläum

Daadetaler Knappenkapelle ehrte den Jubilar mit klassischen Konzertstücken, beliebten Märschen und modernen Orchesterwerken

sz Daaden. Ein Mann stand am vergangenen Montag im Daadener Bürgerhaus im Mittelpunkt, der rund 2200-mal die Daadetaler Knappenkapelle bei Proben und Auftritten geleitet hat. Hierfür investierte er etwa 4400 Stunden und 550 Arbeitstage für die »Knappen«. Die Rede ist von Dirigent Norbert Moog, der dieses Jahr sein 25-jähriges Dirigentenjubiläum bei den Daadetalern feiern kann. Aus diesem Anlass hatte das Orchester zu einem Jubiläumskonzert eingeladen, dass neben musikalischen Leckerbissen auch die Gelegenheit für zahlreiche Glückwünsche und Grußworte gab.

Während einer 25-jährigen Dirigententätigkeit in ein und demselben Verein entwickelt sich zweifellos ein enges Verhältnis zwischen den Aktiven und dem Dirigenten. Zahlreiche musikalische Höhepunkte, Reisen ins In- und Ausland, gesellige Aktivitäten und auch schwierige Situationen hat man in einem Vierteljahrhundert gemeinsam erlebt und bewältigt. An die Anfänge mit Norbert Moog erinnerte der Ehrenvorsitzende Rudolf Ermert, der einen interessanten Rückblick darauf hielt (die SZ berichtete).

Mit den oben genannten Zahlen hatte Vereinsvorsitzender Roland Müller versucht, die Arbeit von Norbert Moog zu umschreiben, wobei alle Zahlen nichts über die Art und Weise aussagen, mit der Norbert Moog die Knappenkapelle nach wie vor erfolgreich führt. Ganz nach dem Motto »Der Ton macht die Musik« habe Moog seine eigene Linie gefunden, so Müller. Sein Dank galt nicht zuletzt auch Moogs Ehefrau Ingrid, die in all den Jahren hinter dem Engagement ihres Mannes gestanden habe. Zum Zeichen des Dankes gab Müller bekannt, das die Knappenkapelle die Kosten des mehrtägigen Vereinsausfluges nach Tirol im August für das Ehepaar Moog übernimmt.

Ein ganz besonders inniges Verhältnis zur Knappenkapelle und damit auch zum Dirigenten Norbert Moog haben Renate Achenbach und ihr Mann Karl-Heinz aus Gelsenkirchen. Die Schirmherrin der letzten beiden Musikfeste überbrachte die Jubiläumsglückwünsche in Form einer eigens für den Dirigenten bestickten Uniformsweste. Diese hat der Verein erst jetzt neu für das Orchester angeschafft. Die Weste des Dirigenten unterscheidet sich nun von den anderen durch einen goldenen Notenschlüssel auf dem Rücken. Als Freund und Förderer ist Daadens Altbürgermeister Günter Wolfram auch heute noch den »Knappen« verbunden. Die Zusammenarbeit während seiner Amtszeit hatte er in bester Erinnerung und er lobte Moogs Engagement, das insbesondere noch heute der Nachwuchsarbeit gilt. Hierdurch habe die Knappenkapelle stets Nachwuchssorgen vermeiden können. Eher scherzhaft wies er – wie auch der jetzige Ortsbürgermeister Günter Knautz – auf die Überwindung der Grenzen zwischen den »Hellerstädtern« und den »Hahnengeln« dank des aus Herdorf stammenden Norbert Moog hin. Knautz wie auch der Bürgermeister der Verbandsgemeinde, Wolfgang Schneider, überbrachten herzliche Glückwünsche verbunden mit dem Dank und der Anerkennung für die Arbeit des Jubilars. Die offizielle Dirigentenehrung der Bundesvereinigung Deutsche Blasmusik übernahm der Vorsitzende des Kreismusikverbandes Altenkirchen, Ottomar Jung (Kirchen). Er konnte Norbert Moog zu insgesamt 30-jähriger Dirigententätigkeit gratulieren, da er neben den Daadenern zuvor bereits fünf Jahre Dirigent der Bollnbacher Berg- und Hüttenkapelle Herdorf war. Für die drei Jahrzehnte erhielt er die Dirigentennadel in Gold und die höchst mögliche Ehrenurkunde, die allerdings nur auf 20 Jahre ausgestellt ist – sicherlich ein Armutszeugnis der Bundesvereinigung, die für 30-jährige Dirigentenjubiläen keine Urkunden bereithält.

Bester Beweis für die hervorragende Arbeit des Dirigenten waren die musikalischen Beiträge an diesem Abend. Klassische Konzertstücke wie die »Morgenstimmung« von Edvard Grieg, die Suppé-Ouvertüre »Flotte Burschen«, Märsche, Walzerklänge und moderne Orchesterwerke wie das Medley »Abba Gold« sorgten ein ums andere Mal für Begeisterung unter den Zuhörern. Dabei war Norbert Moog zeitweise in der seltenen Situation, die Vorträge aus dem Besucherraum anzuhören, während sein Bruder Karl-Josef Moog den Taktstock übernahm. Mit dem »Radetzky-Marsch«, dem »Florentiner-Marsch« und dem Charakterstück »Ein Knappenleben«, das uraufgeführt wurde, brachte das Orchester dem Jubilar auf diese Weise ein Ständchen.

Bei bester Stimmung wurde zur Musik des Alleinunterhalters Thomas Röcher aus Siegen nach dem Konzert in den Mai getanzt und das Jubiläum gebührend gefeiert. Eine Tombola mit tollen Hauptpreisen rundete das Programm des Abends ab.

suk

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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