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85 Appartements unterhalb der Turnhalle
Privater Betreiber will Seniorenresidenz schaffen

Auf der großen Wiese unterhalb der Turnhalle und des Dorfgemeinschaftshauses in Weitefeld soll ein Seniorenheim entstehen.
  • Auf der großen Wiese unterhalb der Turnhalle und des Dorfgemeinschaftshauses in Weitefeld soll ein Seniorenheim entstehen.
  • Foto: damo
  • hochgeladen von Alexandra Pfeifer

damo Weitefeld. Ein privater Investor will in Weitefeld eine Seniorenresidenz mit rund 85 Appartements schaffen – und er hat jetzt die erste offizielle Hürde genommen: Der Bauausschuss der Ortsgemeinde hat grünes Licht gegeben. „Das ist für uns eine große Chance“, sagt Ortsbürgermeister Karl-Heinz Kessler. Bislang fehlt in der Höhengemeinde eine solche Einrichtung – auch wenn die Weitefelder schon seit Jahren versuchen, die Lücke bei seniorengerechten Wohnungen zu schließen. Aber alle Pläne und Überlegungen sind bislang ergebnislos geblieben.
Senioren sollen in ihrem Heimatdorf bleiben können Die Konsequenz liegt auf der Hand: Wer im Alter nicht mehr in den eigenen vier Wänden zurechtkommt, muss seinem Dorf den Rücken kehren.

damo Weitefeld. Ein privater Investor will in Weitefeld eine Seniorenresidenz mit rund 85 Appartements schaffen – und er hat jetzt die erste offizielle Hürde genommen: Der Bauausschuss der Ortsgemeinde hat grünes Licht gegeben. „Das ist für uns eine große Chance“, sagt Ortsbürgermeister Karl-Heinz Kessler. Bislang fehlt in der Höhengemeinde eine solche Einrichtung – auch wenn die Weitefelder schon seit Jahren versuchen, die Lücke bei seniorengerechten Wohnungen zu schließen. Aber alle Pläne und Überlegungen sind bislang ergebnislos geblieben.

Senioren sollen in ihrem Heimatdorf bleiben können 

Die Konsequenz liegt auf der Hand: Wer im Alter nicht mehr in den eigenen vier Wänden zurechtkommt, muss seinem Dorf den Rücken kehren. „Viele gehen nach Langenbach“, berichtet Keßler im SZ-Gespräch, aber auch in Kroppach oder Lützeln haben etliche Weitefelder Senioren ihre Bleibe für die letzte Etappe ihres Lebenswegs gefunden. Wenn alles glatt läuft, könnten sie in ein paar Jahren in ihrem Heimatdorf bleiben.

Denn dort soll ein modernes Wohnkonzept umgesetzt werden: Der Träger, der seit knapp 40 Jahren in der Seniorenarbeit tätig ist und vor etwa einem Jahr auf die Gemeinde zugekommen ist, setzt auf Seniorenappartements. Dort können die alten Menschen aus einem breiten Leistungsspektrum genau das auswählen, was sie benötigen – vielleicht reicht am Anfang eine seniorengerechte Wohnung, später könnten dann der Einkaufsservice und pflegerische Dienstleistungen dazugebucht werden.

Wohnen, Einkaufsservice und Pflege in zentraler Lage

All das soll in zentraler Lage angeboten werden: Die Zeiten, in denen Altenheime an der Peripherie gebaut werden, sindvorbei – schließlich wollen Senioren nicht an den Rand abgeschoben werden, sondern am Leben teilhaben können. In Weitefeld haben sich die Investoren die brachliegenden Wiesenflächen unterhalb der Turnhalle und des neuen Dorfgemeinschaftshauses ausgeguckt. Auf dem knapp 5000 Quadratmeter großen Areal sollen drei dreistöckige Gebäude mit einem hohen Wohnkomfort geschaffen werden. Die Grundstücke gehören der Ortsgemeinde; damit ist schon eine wichtige Hürde genommen. Aber klar ist auch: Bis der erste Bagger anrollt, müssen noch viele weitere Schritte getan werden.

Das ist für uns
eine große Chance.
Karl-Heinz Keßler
Weitefelder Ortsbürgermeister

Investor muss jetzt verschiedene Gutachten liefern

So kann das Projekt nur mit einem Bebauungsplan realisiert werden – eine einfache Baugenehmigung reicht nicht. Vorgesehen ist ein sogenannter vorhabenbezogener Bebauungsplan. Das bedeutet im Klartext: Der Investor muss diverse Gutachten, z. B. zum Schallschutz, liefern, und er hat sämtliche Kosten, die das Bebauungsplanverfahren verursacht, zu tragen. Bis Baurecht geschaffen ist, können durchaus zwei Jahre ins Land gehen.Auf dem Weg zum Bau der Seniorenresidenz soll auch die Öffentlichkeit eingebunden werden: In einer der nächsten Ratssitzungen wird das Projekt vorgestellt, kündigte Keßler an. Und natürlich haben die Weitefelder im Laufe des Bebauungsplanverfahrens die Möglichkeit, Anregungen und Kritik zu äußern.

Projekt eine echte Chance für die Gemeinde Weitefeld

Im Ausschuss gab es davon nicht allzu viel. Zwar ist die Standortfrage – insbesondere die Nähe zu einigen gemeindlichen Einrichtungen wie dem Dorfgemeinschaftshaus oder dem Bauhof – kurz diskutiert worden. Aber im Ausschuss herrschte Konsens, dass ein solches Projekt eine echte Chance für die Gemeinde darstellt. „Ich werde oft gefragt, ob wir nicht ein Wohnangebot für Senioren im Ort schaffen können“, berichtet Keßler und verweist auf die vielen Weitefelder Haushalte, in denen nur noch ein alter Mensch lebt. „Uns fehlt wirklich ein passendes Angebot im Ort“, meint der Ortsbürgermeister: „Das wäre gut, wenn wir das hier hinkriegen würden.“

Den nächsten Schritt kann die Gemeinde selbst tun: Die einstimmige Empfehlung des Bauausschusses reicht noch nicht – das Bebauungsplanverfahren kann nur der Gemeinderat in Gang setzen.

Autor:

Daniel Montanus (Redakteur) aus Betzdorf

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