Rallye-Hattrick auf dem Westerwald

Keck/Hab deklassierten Feld / Viele Ausfälle / Klassensieg und Rang 4 für Köck/Schubert

sz Daaden. Mit einem Klassensieg und dem 4. Platz in der Gesamtwertung beendeten am Wochenende die beiden Siegerländer Piloten Wolfgang Köck und Michael Schubert auf einem Opel Ascona die ADAC-Rallye Siegerland-Westerwald. Nach sechs Sonderprüfungen mit einer Gesamtlänge von 36,1 km betrug der Abstand zu den Drittplazierten Willi Stumpf/Barbara Maysenhölder (Heusweiler/Reimsbach) auf einem BMW M3 lediglich 18 Sekunden.

Bereits im Vorjahr verpasste der Hilchenbacher Wolfgang Köck, damals mit Beifahrerin Petra Weber, nur knapp den Sprung aufs Treppchen. In diesem Jahr lagen Köck/Schubert noch nach fünf Prüfungen auf Rang 6, verbesserten sich aber auf der letzten Prüfung noch um zwei Plätze.

»Es lief garnicht so gut, wie es jetzt aussieht«, kommentierte Wolfgang Köck das Ergebnis im Ziel. Sein »Co« Michael Schubert (Kreuztal) indes freute sich über das gute Ergebnis und den Klassensieg. Bei wechselhaften Wetter mit Graupelschauer, heftigem Regen und Sonnenschein hatten auch andere Teams ihre Probleme auf dem Westerwälder Schotter. Von 127 gestarteten kamen nur 103 in die Wertung. Die Ausfälle waren allesamt durch technische Defekte an den Fahrzeugen bedingt.

Platz 16 für Bernshausen/Schumacher

»Wir hatten zwar zahlreiche Ausrutscher, aber keinen einzigen Unfall«, so der neue Rallyeleiter Hans-Georg Sonnendecker im Gespräch mit der SZ. Allen Schwierigkeiten zum Trotz fuhren Rainer Keck und Stefan Hab (Selm/Olfen) auf einem Ford Escort Cosworth einem ungefährdeten Sieg entgegen. Die Gesamtsieger der beiden letzten Jahre deklassierten erneut die gesamte Konkurrenz. Im Ziel betrug ihr Vorsprung 1:28,7 Minuten. Ein gutes Resultat erzielte auch das zweite Siegerländer Team Jörg Bernshausen/Jost Schumacher. Auf einem Ford Escort kam das Kreuztaler Gespann als 16. ins Ziel und wurde Siebte seiner Klasse.

Trotz widriger Witterungsverhältnisse verfolgten mehr als 1000 Zuschauer das Geschehen auf dem Truppenübungsplatz Daaden im Lager Stegskopf. Am »Kühfelder Stein« waren Parkplätze rar und herrschte an den schönsten Streckenabschnitten dichtes Gedränge. Das »Schotterfestival im Westerwald«, mittlerweile einer der größten Motorsport-Veranstaltungen der Region, ist bei den Rallyefans und Fahrern so beliebt wie noch nie. Zuschauer aus nah und fern waren angereist und ließen sich am Rand der Strecke per Handy über den Stand informieren.

Fam. Wied: »Hauptsache angekommen«

Von großem Interesse war auch das Abschneiden der Teams aus dem Wittgensteiner Land. Diese griffen zwar nicht in das Geschehen an der Spitze ein, erreichten aber alle unversehrt das Ziel. Beste wurden Manuel Kringe und Stefan Schulz aus Bad Berleburg auf einem Peugeot 205 als 60. der Gesamtwertung. Platz 73 ging an das Duo Mark Imhof/Kerstin Schneider (Bad Berleburg/Bad Berleburg), ebenfalls auf Peuget 205. Die Nachwuchsfahrer Mike Pilecki und Martin Wied (Erndtebrück/Bad Laasphe) kamen bei ihrer ersten Rallye auf Platz 94. »Hauptsache nicht Letzter. Mit dem 75-PS-starken Subaru Justy hatten wir eh keine Chance«, so Mike Pilecki. Und für Vater Nobert Wied war das Wichtigste, dass sie heil angekommen waren. Die beiden Marburger Frank Schlapbach und Silvia Brossmann, auf einem Opel Manta B für den AMC Bad Berleburg unterwegs, belegten den Rang 42, während Hans-Peter Birk/Michael Stoffel (Stein-Wingert/Fluterschen) unter der Bewerbung des MSC Altenkirchen auf Rang 61 landeten.

Veranstaltergemeinschaft in Topform

In Topform präsentierte sich die Veranstaltergemeinschaft aus den Vereinen AMC Bad Berleburg, MSC Saßmannshausen, MSC »Rallyefreunde« Niederndorf und MSC Wirges Montabaur. Sie lieferten eine perfekt organisierte Veranstaltung. Nicht umsonst wurde die ADAC Rallye Siegerland-Westerwald zum Rallye-2000-Supercup gewertet und zählt damit zu den sechs besten Rallyes ihrer Art im Bundesgebiet. Gleichzeitig erfolgte eine Wertung zum DMSB-Automobil-Rallye-Pokal 2002, zum ADAC-Nordrhein-Gaupokal, zum Rheinland-Pokal, zur Bergischen Motorsportmeisterschaft und zum Volvo-Original-Cup 2002. Während die Teams nach der Siegerehrung gleich abreisen konnten, gab es für die Helfer gestern noch ein Mal viel zu tun, um die ausgefahrenen Schotterwege wieder herzurichten.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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