Ring frei für Runde 3

Ulrich Knautz und Dieter Flug aus der Daadener Kantstraße legen nochmals nach

damo Daaden. Nein, Ulrich Knautz und Dieter Flug sind nach wie vor nicht zufrieden: Sie fühlen sich und ihr Anliegen nicht ernst genommen. In der vergangenen Woche hatten sie im Gespräch mit der SZ ihren Unmut darüber kund getan, dass der Rat aus der Kantstraße keine Anliegerstraße machen will; Ortsbürgermeister Günter Knautz hatte dagegen gehalten und seine Sicht der Dinge geschildert. Einige dieser Argumente des Ortsbürgermeisters wollen die beiden Anlieger der Kantstraße aber nicht unwidersprochen stehen lassen.

Günter Knautz hatte argumentiert, dass die wachsende Verkehrsdichte in der Kantstraße auf die allgemein gestiegene Zahl an Autos zurückzuführen sei. »Das ist nicht der entscheidende Grund«, befinden Ulrich Knautz und Dieter Flug: »Es gibt immer mehr Bebauung auf unserem Berghang, und so wird die Kantstraße von immer mehr Menschen als Abkürzung genutzt.« Außerdem argumentieren sie: »Wenn immer mehr Autos fahren, dann muss man eben auf die veränderte Situation reagieren.« Und die Meinung des Bauausschusses, dass in der Kantstraße ohnehin nicht schnell gefahren werden könne, akzeptieren Ulrich Knautz und Dieter Flug ebenfalls nicht: »Wir erleben es doch jeden Tag.«

Ortsbürgermeister Knautz hatte ferner argumentiert, dass die Kantstraße nicht die einzige enge und unübersichtliche Straße in Daaden sei. »Ja«, sagen die beiden verärgerten Anlieger, »das stimmt. Aber es gibt viele Straßen, die nicht so gefährlich sind und in denen trotzdem verkehrsberuhigende Maßnahmen ergriffen werden.« Bei einer Ortsrundfahrt verweisen sie unter anderem darauf, dass im gesamten Bereich »Ströthe« Tempo 30 gilt. Und am Beginn des Kronenburger Wegs steht genau das Schild, das sich Ulrich Knautz und Dieter Flug auch in der Kantstraße wünschen: »Durchfahrt verboten – Anlieger frei«.

»Es ist keinesfalls so, dass wir in den anderen Straßen nicht die Notwendigkeit sehen, auf den Verkehr Einfluss zu nehmen«, stellen die beiden Männer klar, »aber wir fragen uns: Warum bei uns nicht?« Einer, der das beantworten kann, stand gestern abermals der SZ Rede und Antwort: Ortsbürgermeister Günter Knautz. Er bezog Stellung zu den neuerlichen Argumenten aus der Kantstraße.

Dass die Kantstraße als Abkürzung oder Zuwegung für angrenzende Straßenzüge genutzt wird, sei »dem Bauausschuss nicht nachvollziehbar erschienen«, sagte der Ortsbürgermeister. »Die Straße ist tatsächlich sehr eng, und auch der Einmündungsbereich zur Hauptstraße ist unübersichtlich — die Erfahrung zeigt, dass das die Leute wissen und daher nicht durch die Kantstraße abkürzen.«

Zur Frage, ob in Daaden angesichts der Tempo-30-Beschilderung im Bereich »Ströthe« und in Biersdorf mit zweierlei Maß gemessen wird, sagte Knautz: »Dazu muss man wissen: Die Ströthe ist ein Testbereich, wo wir versuchen, in Erfahrung zu bringen, ob eine Geschwindigkeitsreduzierung den gewünschten Effekt bringt.« Ergebnis: »Nein, Schilder alleine reichen nicht aus.« Erst das auffällige Markieren der Kreuzungsbereich habe dazu geführt, dass zumindest dort langsamer gefahren werde.

Diese Markierungen lassen sich an der Kantstraße aber nicht anbringen – weil die Rechts-vor-links-Kreuzungen fehlen. Und den gesamten Mühlenberg zur Tempo-30-Zone zu erklären, sei kaum möglich: Man müsse bedenken, dass der gut ausgebaute Schaftritt als wichtige Erschließungsstraße zur Schule diene. Wenn man dann in den übrigen Bereichen des verwinkelten Mühlenbergs eine Geschwindigkeitsreduzierung erreichen wolle, müsste eine Flut an Schildern aufgestellt werden. Da diese Maßnahme alleine aber nach bisherigen Erfahrungen nicht viel bewirke, sei sie vor einiger Zeit verworfen worden.

Und zum Kronenburger Weg sagt Knautz: »Der ist noch enger – und war zudem sehr stark befahren, weil viele Mitarbeiter von Muhr und Bender daher zur Arbeit gefahren sind.« Somit bleibt der Ortsbürgermeister bei seinem Fazit: »Es besteht an der Kantstraße kein Handlungsbedarf.«

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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