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Heimatverein investiert erneut im großen Stil
Schutzbachs neue Mitte

Ans Bürgerhaus Schutzbach wird angebaut – der Heimatverein macht’s möglich. In Richtung Mehrgenerationenpark soll das bestehende Gebäude erweitert und geöffnet werden.  Visualisierung: Michael Kerkenberg
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  • Ans Bürgerhaus Schutzbach wird angebaut – der Heimatverein macht’s möglich. In Richtung Mehrgenerationenpark soll das bestehende Gebäude erweitert und geöffnet werden. Visualisierung: Michael Kerkenberg
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damo Schutzbach. Keine Geschäfte, keine Kita, keine Schule: Schutzbach kann wahrlich nicht mit seiner Infrastruktur punkten. Das ist natürlich kein Alleinstellungsmerkmal, schließlich teilen viele kleine Dörfer in der Region dieses Schicksal. Aber anders als in mancher Nachbargemeinde tut sich in dem 360-Seelen-Dorf seit Jahren einiges: 2014 ist der Mehr-Generationen-Park gebaut worden, und seitdem gibt es für Familien aus der Umgebung plötzlich einen guten Grund zu sagen: „Lasst uns doch mal nach Schutzbach fahren.“

Und viele tun genau das: An sonnigen Wochenenden ist der Park am Bürgerhaus stark frequentiert, auf der Bühne breiten die Menschen ihre Picknick-Decken aus, während die Kinder aus einer Vielzahl attraktiver Spielgeräte auswählen können.

damo Schutzbach. Keine Geschäfte, keine Kita, keine Schule: Schutzbach kann wahrlich nicht mit seiner Infrastruktur punkten. Das ist natürlich kein Alleinstellungsmerkmal, schließlich teilen viele kleine Dörfer in der Region dieses Schicksal. Aber anders als in mancher Nachbargemeinde tut sich in dem 360-Seelen-Dorf seit Jahren einiges: 2014 ist der Mehr-Generationen-Park gebaut worden, und seitdem gibt es für Familien aus der Umgebung plötzlich einen guten Grund zu sagen: „Lasst uns doch mal nach Schutzbach fahren.“

Und viele tun genau das: An sonnigen Wochenenden ist der Park am Bürgerhaus stark frequentiert, auf der Bühne breiten die Menschen ihre Picknick-Decken aus, während die Kinder aus einer Vielzahl attraktiver Spielgeräte auswählen können. Aber ist die Picknick-Decke wirklich das Nonplusultra? Oder wäre ein kleines Café oder Bistro nicht noch hübscher?

Diese Frage hat sich der Heimatverein gestellt, und wer das Team um Otfried Schneider kennt, der weiß, dass es nicht bei einer bloßen Antwort bleibt, sondern entsprechende Taten folgen. Denn schließlich war es auch der Heimatverein, der vor fünf Jahren den Bürgerpark initiiert, geplant und finanziert hat.

Nun also läuft das zweite größere Projekt: Am Bürgerhaus entsteht ein Anbau (die SZ berichtete). Am Montag haben die Arbeiten begonnen: Oliver Herbig und Burkhard Fuchs sind mit Bagger und Planierraupe im Einsatz. Die beiden Niederdreisbacher schaffen die Baugrube – und damit die Grundlage für den Hochbauer.

Wann der anrückt, ist noch nicht endgültig geklärt, schließlich ist der Submissionstermin erst am Freitag. Warum der Heimatverein ein förmliches Ausschreibungsverfahren durchläuft? Weil er zwar Ideen- und Geldgeber ist, nicht aber Bauherr. Diese Rolle übernimmt die Ortsgemeinde, auch, um Fördermittel akquirieren zu können. Mehr als 160 000 Euro kommen aus Mainz, informiert Heimatvereins-Vorsitzender Otfried Schneider im Gespräch mit der SZ.

Den Rest der knapp 310 000 Euro bringt der Heimatverein auf: „Wir haben viele großzügige Spender“, erklärt Schneider und ergänzt, dass die Schutzbacher den Verein nicht nur materiell unterstützen. „Viele Ehrenamtliche helfen. Die brauchen wir nur anzusprechen, dann steht da eine Truppe.“

Das dürfte zum einen der Tatsache geschuldet sein, dass in kleinen Dörfern wie Schutzbach der soziale Zusammenhalt groß ist; zum anderen spielt sicher auch eine Rolle, dass es auch diesmal die gesamte Dorfgemeinschaft sein wird, die vom Bauvorhaben des Heimatvereins profitiert. Denn der Anbau ans Bürgerhaus dürfte dieses spürbar aufwerten.

Da ist zum einen die Terrasse, die vor der großen Glasfront (dem Bürgerpark zugewandt) entstehen wird. Dort, so erhoffen sich die Aktiven des Heimatvereins, könnte ein gastronomisches Angebot etabliert werden. In welcher Form, sei noch offen, meint Schneider – aber er ist durchaus optimistisch, dass zumindest tageweise eine Anlaufstelle mit einem kleinen Angebot an Speisen und Getränken entstehen kann.

Darüber hinaus wird auch das Innere des Bürgerhauses profitieren. Denn dort, wo es aktuell bei Beerdigungen schonmal ziemlich eng werden kann, entstehen um die 30 zusätzliche Plätze.

All das soll im kommenden Sommer fertig sein – das zumindest ist laut Schneider die Sprechweise des Architekten, Michael Kerkenberg aus Betzdorf. Ob’s nun Mai oder Juni wird, ist unterm Strich gar nicht mal entscheidend: Maßgeblich ist, dass der Anbau im September 2020 fertig ist. Denn da feiert die Gemeinde Schutzbach ihr 650-jähriges Bestehen. Zwar ohne Geschäft, ohne Kita und ohne Schule – aber mit einem hübschen Dorfmittelpunkt.

Ans Bürgerhaus Schutzbach wird angebaut – der Heimatverein macht’s möglich. In Richtung Mehrgenerationenpark soll das bestehende Gebäude erweitert und geöffnet werden.  Visualisierung: Michael Kerkenberg
Endlich laufen die Arbeiten: Anfang der Woche ist der Bagger angerückt.  Foto: damo
Autor:

Daniel Montanus (Redakteur) aus Betzdorf

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