Senioren-Wohnungen im Ortskern

Altes Krankenhaus Daaden bietet sich als Standort an / Verhandlungen laufen

damo Daaden. Langenbach hat es, Betzdorf auch, und die Herdorfer bauen gerade daran: an einem Wohnangebot für Senioren. Nun rührt sich auch in Daaden etwas: Derzeit laufen die Planungen, altengerechte Wohnungen in der Ortsmitte zu etablieren. Als Standort ist das alte Krankenhaus vorgesehen – und vor allem seine zentrale Lage dürfte ein gewichtiger Standortfaktor sein.

Das Haus, dessen älteste Teile mehr als 100 Jahre alt sind, befindet sich im Besitz der Ev. Kirchengemeinde – und demnach fällt es in deren Zuständigkeitsbereich, über die weitere Nutzung des Hauses zu entscheiden. Denn eines zeichnet sich ab: Das bisherige Nutzungsmodell wird nicht ewig weiterlaufen können. Derzeit nämlich hat die Kirchengemeinde das alte Krankenhaus an die Ortsgemeinde vermietet; diese wiederum hat sich ebenfalls Mieter gesucht und unter anderem mit der AWo gefunden. Nur: Allmählich werden teure Instandhaltungsmaßnahmen nötig – und die will weder die Kirchengemeinde noch die finanziell wenig gesegnete Ortsgemeinde schultern. Eine mögliche Lösung kann es deshalb sein, einen Investor ins Boot zu holen. Mit entsprechenden finanziellen Ressourcen kann dieser die ausgesprochen günstig gelegene Fläche veredeln.

Ein erklärter Wunsch der Kirchengemeinde ist nach Angaben von Pfarrer Armin Rosen, dass das Areal des ehemaligen Krankenhauses künftig für soziale Zwecke genutzt wird – und mit Blick auf die demographische Entwicklung kommen vor allem ältere Menschen als Nutzer infrage. »Uns würden seniorengerechte Wohnungen als hervorragende Nutzungsidee erscheinen«, erklärte Rosen auf Anfrage der SZ: barrierefrei, ebenerdig oder mit Aufzügen. Wichtiger Trumpf: Die Wohnungen würden so zentral liegen, dass ihre Bewohner fußläufig am Leben der Gemeinde teilnehmen könnten. Dieses niederschwellige Angebot wäre laut Rosen zudem eine wertvolle Ergänzung zu den zumeist auf die Pflege ausgerichteten Angeboten in den angrenzenden Kommunen.

Derzeit laufen die Verhandlungen mit einer Investorengruppe, und Rosen zeigt sich optimistisch, dass diese Gespräche zu einem positiven Ende gebracht werden. Offen ist derzeit aber noch, ob das alte Gebäude dazu saniert oder abgerissen wird – mit der Möglichkeit, einen Neubau genau auf die Bedürfnisse zuschneiden zu können.

Im Daadener Rathaus werden solche Pläne sehr begrüßt; Ortsbürgermeister Günter Knautz und Bürgermeister Wolfgang Schneider erklärten übereinstimmend, dass seniorengerechte Wohnungen angesichts der demographischen Entwicklung eine sinnvolle Maßnahme seien. »Wir sehen das sehr positiv«, sagte Günter Knautz, »es entspricht den Zeichen der Zeit und würde einer Kommune in der Größe von Daaden sicher gut zu Gesicht stehen.«

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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