Gewehrgranaten entdeckt
Stegskopf: Scharfe Munition im Seitenstreifen

Unser Foto entstand im vergangenen Herbst. Inzwischen sind die Wegesondierungen auf dem Stegskopf auf der Zielgeraden. Vor allem auf den Testfeldern im Bereich des ehemaligen Sprengplatzes wurden aber sehr viele militärische Altlasten gefunden. Deshalb wurden dort auch die Seitenränder bis in die Tiefe sondiert.
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  • Unser Foto entstand im vergangenen Herbst. Inzwischen sind die Wegesondierungen auf dem Stegskopf auf der Zielgeraden. Vor allem auf den Testfeldern im Bereich des ehemaligen Sprengplatzes wurden aber sehr viele militärische Altlasten gefunden. Deshalb wurden dort auch die Seitenränder bis in die Tiefe sondiert.
  • Foto: SZ-Archiv
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

sz Emmerzhausen. Auf dem Stegskopf laufen derzeit noch Wegesondierungen der Randstreifen. Das teilt die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) in einem Pressebericht mit.
Die Sondierung von 31 Testfeldern auf der Naturerbefläche ist abgeschlossen, heißt es darin. Der Prozess zur Wegefreigabe dauert an. Die Kampfmittelexperten hatten demnach aber bei der Sondierung vor allem in den Testfeldern im Bereich des ehemaligen Sprengplatzes deutlich mehr militärischen Metallschrott als auf anderen Abschnitten gefunden.

Stegskopf bleibt hochgefährlich

Gewehrgranaten auf dem Stegskopf entdeckt

Daher einigten sich die gemeinnützige Tochtergesellschaft der DBU, das DBU Naturerbe, und das Niedersächsische Landesamt für Bau und Liegenschaften (NLBL) darauf, doch noch einmal zusätzlich und über die Testfelder hinausgehend die kompletten Seitenstreifen des betroffenen Weges zu sondieren. Bei den Untersuchungen ging man jeweils 1,50 Meter in der Breite und 30 Zentimeter in die Tiefe. Dass die Gefahren auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz keinesfalls zu unterschätzen sind, darüber hatte die SZ bereits vor einigen Monaten berichtet. Und so dürfte das jetzige Ergebnis für viele wenig überraschend kommen: Die Fachfirma fand im Boden scharfe Munition, beispielsweise Gewehrgranaten.

In der Nähe des Schießplatzes fand die Fachfirma unter anderem diese Gewehrgranate.

„Wir arbeiten Schritt für Schritt an unserem Ziel, eine rund neun Kilometer lange, zusätzliche Route für Besucherinnen und Besucher zu öffnen. Die Fachfirma ist aktuell noch mit der Wegesondierung der Randstreifen beschäftigt. Ein letzter kleiner Abschnitt muss sogar durchsiebt werden“, wird Marius Keite, Prokurist im DBU Naturerbe, zitiert.

Nah dran am Ziel der "Wegefreigabe"

Parallel habe das DBU Naturerbe die Unterlagen zu den Testfeldräumungen an das NLBL weitergeleitet. „Ich denke, dass wir der Flächenbesitzerin voraussichtlich Ende Juni eine Gefährdungsabschätzung schicken können“, stellt Dennis Tietz, Fachplaner Kampfmittelräumung vom NLBL, in Aussicht.
Auf Grundlage der Sondierungsergebnisse werde die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) über die Wegefreigabe entscheiden. Diese orientiere sich an den Empfehlungen des NLBL. „Wir sind in engem Austausch mit beiden Behörden und danken für die gute Kooperation und Abstimmung. Gemeinsam sind wir mittlerweile nah an unserem Ziel der Wegefreigabe“, so Keite.

Naturschutzrechtlich seien die Abstimmungen mit den Behörden bereits abgeschlossen. Die vorgesehenen Routen werden von den Unteren Naturschutzbehörden der Kreise und der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (SGD Nord) mitgetragen. „Wir sind uns einig, dass wir Besucherlenkungsmaßnahmen zum Schutz gefährdeter Arten wie den Wiesenbrütern oder dem Neuntöter treffen“, so Keite. Der Bundesforstbetrieb Rhein-Mosel will bei einer möglichen Wegefreigabe möglichst alle erforderlichen Vorkehrungen bereits getroffen haben. So haben die Forstwirte vor naturschutzfachlich besonders sensiblen Bereichen abgestorben Fichtenstämme als natürliche Betretungsbarriere abgelegt.

In einem nächsten Schritt werden sie Hinweisschilder aufstellen, die zusätzlich vor möglichen Kampfmitteln abseits der dann freigegebenen Strecken warnen. Bereits jetzt zieren alle 30 Meter beidseitig Pflöcke mit roter und blauer Farbe die Wegesränder, um die Routen für zukünftige Besucherinnen und Besucher klar zu kennzeichnen.

Unser Foto entstand im vergangenen Herbst. Inzwischen sind die Wegesondierungen auf dem Stegskopf auf der Zielgeraden. Vor allem auf den Testfeldern im Bereich des ehemaligen Sprengplatzes wurden aber sehr viele militärische Altlasten gefunden. Deshalb wurden dort auch die Seitenränder bis in die Tiefe sondiert.
In der Nähe des Schießplatzes fand die Fachfirma unter anderem diese Gewehrgranate.
Autor:

Redaktion Altenkirchen aus Betzdorf

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