Stets für andere da gewesen

50 Jahre DRK-Ortsverein Daaden

Großer Festakt im Bürgerhaus/Mann der ersten Stunde geehrt: Harry Niedenführ

juli Daaden. Sonst stehen sie auf Veranstaltungen in Daaden stets unauffällig für den Notfall bereit. Am Wochenende standen die Sanitäter einmal im Mittelpunkt, und dazu hatten sie auch allen Grund: Denn vor 50 Jahren wurde der Ortsverein Daaden des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) gegründet.

Ort des historischen Geschehens war der Gasthof Koch in Daaden. Der wäre bei der Jubiläumsfeier aus allen Nähten geplatzt, so feierten die DRKler im Bürgerhaus. Zum Jubiläum gratulierte nach den Grußworten des Vorsitzenden Rudolf Weber ein langer Reigen an Rednern: Allen voran würdigte der Daadener Hans-Artur Bauckhage, Wirtschaftsminister des Landes Rheinland-Pfalz, den Ortsverein.

In seiner Festrede lobte er den Dienst der Ehrenamtlichen am Gemeinwesen. Heute seien wir an den Grenzen des Solidarstaates angekommen, und es sei wichtiger denn je, Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen. Nirgendwo sei dies so fest verankert wie im Roten Kreuz. Er wünschte dem Verein weiterhin »viel Erfolg, denn wenn Sie erfolgreich sind, funktioniert unser Gemeinwesen«, motivierte Bauckhage die Rotkreuzler, so weiter zu machen wie bisher.

Dass die Wurzeln des DRK im Ehrenamt lägen, stellte Dr. Peter Enders fest, der als zweiter Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes Altenkirchen Glückwünsche überbrachte. »Dies ist offensichtlich, wenn man hier im Saal so viele junge Leute sieht«, erklärte er. Der Blutspendedienst in Daaden gehöre zu den größten in Rheinland-Pfalz, die Spendenbereitschaft sei hier besonders ausgeprägt, informierte Dr. Enders.

Bürgermeister Wolfgang Schneider zitierte Dietrich Bonhoeffer: »Einer der beglückendsten Momente im Leben ist, wenn man für jemand anders da sein kann.« Müller dankte den 180 Aktiven für ihren Einsatz. Der Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde, Roland Imhäuser, lobte die Rotkreuzler in Form eines Gedichts. Für die Vereine des Ortes gratulierte der Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Daaden, Heinz-Walter Haubrich. Er verglich die ehrenamtliche Arbeit für das Gemeinwohl mit dem Sport, und sagte, während es im Sport nie an Sponsoren fehle, wenn die Leistung als angemessen erachtet werde, seien die Taten der Ehrenamtlichen nicht messbar. Er dankte den DRKlern für ihre stete Unterstützung bei Veranstaltungen in der Verbandsgemeinde.

Stefan Haubrich, Bereitschaftsleiter des DRK Daaden, berichtete über die Aktivitäten der Sanitäter. Er erwähnte unter anderem die bis zu 380 Blutspenden, die bei jedem Termin zusammenkämen. In der Bereitschaft betätigen sich aktuell 17 Ehrenamtliche. Seit 1973 gibt es in Daaden das Jugend-Rotkreuz mit derzeit rund 30 Aktiven. Zum Sozialdienst und zur Mitgliederbetreuung gehören fünf Seniorentanz- und Gymnastikgruppen.

Seitens des DRK-Ortsvereins Neunkirchen gratulierte deren Vorsitzender Friedrich Wenzelmann. Der Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Daaden, Peter Stoll, wies darauf hin, dass das Rote Kreuz und die Kirche dasselbe Symbol haben.

Nicht nur feiert der Ortsverein sein 50-jähriges Bestehen, es gibt auch jemanden in Daaden, der seit Vereinsgründung bei den Rotkreuzlern aktiv ist: Harry Niedenführ, der stellvertretende Vorsitzende des Ortsvereins Daaden und Mann der ersten Stunde in der Daadener DRK-Geschichte, erhielt eine Urkunde des Landesverbandes Rheinland-Pfalz für seine treuen Dienste im Roten Kreuz. Der ehemalige Bereitschaftsleiter beteiligte sich unter anderem am Aufbau des DRK-Ortsvereins Gebhardshain und stand 1981 in Italien, 1984 im Jemen und 1989/90 in Armenien im DRK-Dienst. Die Ehrung nahmen der Kreisbereitschaftsleiter Peter Tritz und sein Vertreter Willi Meuler vor. Hildegard Schneider erhielt einen Blumenstrauß, weil auch sie seit über 50 Jahren im Dienst des Roten Kreuzes steht. Unter anderem war auch sie Bereitschaftsleiterin.

Gestern feierten die Rotkreuzler mit einer Fahrzeugausstellung. Dabei standen beispielsweise der Kinder-Notarztwagen des Kirchener Krankenhauses und ein Rettungshubschrauber »zum Anfassen« zur Verfügung.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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