»Sturm« auf den Truppenübungsplatz

Tausende von Zivilisten kamen zum Stegskopf/Militär gewährte interessante Einblicke

rai Emmerzhausen. Einen wahren Ansturm erlebte gestern der Truppenübungsplatz Stegskopf: Tausende Zivilisten standen vor den Wachtoren und begehrten Einlass. Für diesen großen Andrang waren Hauptmann Theo Spelsberg, seines Zeichens Kommandant auf dem Stegskopf, und seine Soldaten gut gerüstet. Beim »Tag der offenen Tür« anlässlich »45 Jahre Kommandantur Truppenübungsplatz Stegskopf« bot die »starke Truppe« einen interessanten Blick hinter die Kulissen und öffnete u.a. die Luken des Kampfpanzers »Leopard II« und des Bergungspanzers »Büffel«. Da sich die Gelegenheit, in einen Panzer zu klettern, nicht täglich bietet, machten Jung und Alt regen Gebrauch davon. Dicht umlagert auch die Flugabwehrraketen des Typs »Hawk« und die mit moderner Technik vollgestopften Fahrzeuge. Und überall auf dem Gelände bot sich das gleiche Bild: Die Besucher spazierten entlang der Panzerstraßen oder fuhren mit Shuttlebussen, um von einer Attraktion zur anderen zu kommen. Denn die Großgeräteschau war nur ein Publikumsmagnet.

BKA ließ es »krachen«

Spektakulär ging es im »Barbaradorf« (Schießbahn 7) zu, wo es das Bundeskriminalamt so richtig »krachen« ließ. Bei den Schauvorführungen demonstrierten die Beamten des Fachbereichs Aus- und Fortbildung beeindruckend die Wirkung unterschiedlicher Waffen und Geschosse auf eine »Gangster«-Limousine. Mit von der Partie beim »Tag der offenen Tür« waren die Kampfmittelräumer aus Aachen. Die Sprengstoffexperten, die auf dem Stegskopf für ihre gefährlichen Einsätze üben, erklärten den Besuchern, wie z.B. Blindgänger entschärft werden. Daneben war zu erfahren, wie heimtückische Bombensprengsätze, die in Alltagsgegenstände wie Lebensmitteldosen und Taschenlampen präpariert sind, unschädlich gemacht werden können, u.a. mit ferngesteuerten Robotern.

Hubschrauber-Rundflüge

Die Soldaten nahmen die Besucher in allradgetriebenen Lkw zu Platzrundfahrten mit. Viele nutzten das Angebot, mit einem Hubschrauber aus der Adlerperspektive die Region zu begutachten. »Wir erwarten 8000 bis 10000 Besucher«, sagte Kommandant Spelsberg. Dass die Zahl erreicht wurde, dafür spricht das stete Kommen der Gäste bis spät in den Nachmittag hinein. Da war es nicht verwunderlich, dass die 40 Kuchen bereits am frühen Nachmittag ausverkauft waren, wie Heimoffizier Hiltrud Watzek berichtete.

Ausstellungen und Informationen von Geländebetreuung, Feuerwehr, Naturschutzbund, dem Verein der Freunde des Stegskopf und des Bundeswehrverbandes rundeten das Rahmenprogramm ab. Ein Renner bei den Kindern war der Streichelzoo mit Schafen – die weiden schließlich auf dem Stegskopf. In historischen Uniformen aus der Zeit des amerikanischen Unabhängigkeitskriegs (1775-1783) präsentierte sich die Gesellschaft für Hessische Militär- und Zivilgeschichte.

Der Feldgottesdienst, der gestern Morgen vom ev. Pfarrer Peter Stoll an der Nordwache zelebriert wurde, wurde von einer Zeltlagergruppe um Maudens Ortsbürgermeister Manfred Rosenkranz und dessen Ehefrau Ilona musikalisch gestaltet. Anschließend pflanzten Spelsberg und Bürgermeister Wolfgang Schneider an der Daadebach-Quelle »Sonnenscheins Börnchen« eine Eiche. Es wurden zudem zwei Ruhebänke eingeweiht, die der Westerwaldverein gestiftet hatte.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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