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Warnstreik bei Baumgarten
Tarifverhandlungen ohne Ergebnis

„Frühschlussaktion“ bei Baumgarten. Pandemie-bedingt konnte den Forderungen der IG Metall, die Tanja Hennig und Patrick Au erläuterten, nur in dieser Form Nachdruck verliehen werden. Die Verhandlungen am Dienstagnachmittag blieben ohne Ergebnis.
  • „Frühschlussaktion“ bei Baumgarten. Pandemie-bedingt konnte den Forderungen der IG Metall, die Tanja Hennig und Patrick Au erläuterten, nur in dieser Form Nachdruck verliehen werden. Die Verhandlungen am Dienstagnachmittag blieben ohne Ergebnis.
  • Foto: Nadine Buderath
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

nb Daaden. „Wir gehen eine Stunde früher heim!“: Zu einer „Frühschlussaktion“ hatte am Dienstag die IG Metall beim Automobilzulieferer Baumgarten in Daaden aufgerufen. 60 Minuten früher als sonst machten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Schluss, um ihren Forderungen in den Tarifverhandlungen Nachdruck zu verleihen. Anders als vor einem Monat bei Federal Mogul in Herdorf gab es allerdings keine Zusammenkunft vor dem Werkstor – eine Kundgebung war Corona-bedingt nicht möglich. So musste es in Sachen Warnstreik bei der reinen „Frühschlussaktion“ bleiben – die Mitarbeiter stiegen nach dem frühen Feierabend in ihre Autos.

Die Forderung der Streikenden: das Tarifliche Zusatzgeld (T-Zug) A und B.

nb Daaden. „Wir gehen eine Stunde früher heim!“: Zu einer „Frühschlussaktion“ hatte am Dienstag die IG Metall beim Automobilzulieferer Baumgarten in Daaden aufgerufen. 60 Minuten früher als sonst machten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Schluss, um ihren Forderungen in den Tarifverhandlungen Nachdruck zu verleihen. Anders als vor einem Monat bei Federal Mogul in Herdorf gab es allerdings keine Zusammenkunft vor dem Werkstor – eine Kundgebung war Corona-bedingt nicht möglich. So musste es in Sachen Warnstreik bei der reinen „Frühschlussaktion“ bleiben – die Mitarbeiter stiegen nach dem frühen Feierabend in ihre Autos.

Die Forderung der Streikenden: das Tarifliche Zusatzgeld (T-Zug) A und B. Heißt: 27,5 Prozent eines Monatsentgelts oder acht freie Tage (T-Zug A) und 400 Euro Einmalzahlung (B).

Zum Hintergrund: Bei dem Daadener Automobilzulieferer, der zuvor nicht tarifgebunden war, gilt seit 2017 ein sogenannter Anerkennungs- und Überleitungstarifvertrag. Zusätzliche Tarifverträge, wie eben der T-Zug A und B, müssen jeweils neu verhandelt werden.

Ein "übler Scherz"

Mit der Verhandlung am Dienstag stand bereits die dritte Runde auf dem Tapet. Erste Verhandlungen im September 2019, so Tanja Hennig und Patrick Au von der Tarifkommission, waren ohne Ergebnis geblieben. Und das letzte Arbeitgeberangebot von vor zwei Wochen – 200 Euro Einmalzahlung und ein freier Tag im laufenden Jahr und 200 Euro Einmalzahlung und zwei freie Tage für 2022 – stieß bei der Gewerkschaft keineswegs auf Gegenliebe.

Das entspreche bei Weitem nicht den Forderungen, so heißt es im Warnstreikaufruf, in dem von einem „üblen Scherz“ die Rede war. „Nein, von einer wirklichen Einigung gehe ich nicht aus“, so hatte Patrick Au sich nach dem Ende der Frühschicht geäußert – und er sollte mit seiner Einschätzung Recht behalten.

Nach dem Ende der Verhandlungsrunde – aufgrund der Pandemie als Videoschalte – gab es keinen Abschluss, wie Uwe Wallbrecher, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Betzdorf, auf Nachfrage der SZ mitteilte. Demnach habe es zwar ein verbessertes Angebot von Seiten der Geschäftsführung gegeben – aber auch dies sei noch weit von den Forderungen der Gewerkschaft entfernt.
Jetzt werde die Tarifkommission wieder zusammenkommen und mit den Kollegen besprechen, wie es weitergeht.

Autor:

Nadine Buderath (Redakteurin) aus Betzdorf

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