Barrierefreiheit Rathaus in Daaden
Treppe ein Erschwernis und nicht zeitgemäß

Bürgermeister Wolfgang Schneider (r.) und Rathaus-Mitarbeiter Dennis Dieckmann zeigen es: Nur über dieses Treppenhaus ist das erste Geschoss des Altbaus erreichbar. Nun soll nun ein Aufzug, der bis ins zweite Geschoss führt, eingebaut werden.
  • Bürgermeister Wolfgang Schneider (r.) und Rathaus-Mitarbeiter Dennis Dieckmann zeigen es: Nur über dieses Treppenhaus ist das erste Geschoss des Altbaus erreichbar. Nun soll nun ein Aufzug, der bis ins zweite Geschoss führt, eingebaut werden.
  • Foto: rai
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

rai Daaden. Der Weg hoch ist beschwerlich für ältere und gehbehinderte Menschen. Ein Rollstuhlfahrer kommt gar nicht erst hoch. Nun soll im Zentrum des Treppenhauses im Altbau des Rathauses Daaden ein Aufzug installiert werden. Dieser verknüpft gleich zwei Aspekte: Es wird Barrierefreiheit und ein zweiter Rettungsweg geschaffen.
„Immer wieder hört man von älteren und gehbehinderten Menschen, dass der Weg hoch zu den Verbandsgemeindewerken beschwerlich ist – und das ist nachvollziehbar“, sagte Bürgermeister Wolfgang Schneider am Freitag bei einem Pressegespräch. Die Verbandsgemeindewerke sind im Altbau beheimatet – und zwar im ersten Geschoss. Dieses ist nur über eine Treppe erreichbar.

Aufzug ist notwendig

Der vor 26 Jahren angebaute Neubau ist mit einem ebenerdig erreichbaren Aufzug ausgestattet. Zwischen Neu- und Altbau liegt der Sitzungssaal, und es gibt keine Verbindung in die zweite Etage des Altbaus. Vor zwei Jahren überlegte man, wie Abhilfe geschaffen werden kann. Damals habe man erwogen, die Räume in der zweiten Etage zu erschließen. Vorprüfung, Kostenermittlung und Fördermöglichkeiten standen an. „Es war nicht ganz einfach“, sagte der Bürgermeister mit Blick auf den Umfang der Unterlagen für den Förderantrag. Der Behindertenbeauftragte des VdK bestätigte vor Ort die Notwendigkeit eines Aufzuges. Die Baugenehmigung liegt vor, Ende 2020 kam der Förderbescheid.

Beschlüsse im März

Der Bürgermeister erinnerte an die Fusion der heutigen Verbandsgemeinde Daaden-Herdorf. Die „Hochzeitsprämie“ habe man nicht erhalten. Die Freiwilligkeit sei nicht zustande gekommen. Immerhin: In Mainz habe man ein offenes Ohr gehabt, dass die Fusion Mehrkosten verursache. Es sei signalisiert worden, dass „bei passender Gelegenheit“ statt einer regulären Förderung von bis 45 Prozent das Doppelte fließen könnte. Das sei jedoch nicht passiert, sagte Schneider: „Das ist keine Kritik, und ein Stück weit ist es nachzuvollziehen.“ Für das Projekt Aufzug sind im Etat 210.000 Euro eingestellt, mit Sperrvermerk. Die Ausgaben belaufen sich nun auf rund 145.000 Euro, teilte Schneider mit Blick auf die „Weihnachtsgabe“, also die Förderung durch das Land, mit. Im März sollen Haupt- und Finanzausschuss bzw. Verbandsgemeinderat Beschlüsse fassen.

Treppe ein Erschwernis

Es sei im Interesse von älteren und gehbehinderten Menschen, so Schneider. Die Treppe sei ein Erschwernis und nicht mehr zeitgemäß. Es seien auch Mitarbeiter betroffen. Der Aufzug soll im Erdgeschoss des Altbaus entstehen, über den Neubau ebenerdig erreichbar. Die Anlage soll künftig das erste und zweite Geschoss barrierefrei anbinden. Letzteres mit seinem Potenzial an Räumen zu nutzen, von diesem Gedanken habe man sich verabschiedet, weil der Aufwand zu groß sei, erklärte Schneider. Wenn die Gremien grünes Licht geben, soll mit der Umsetzung begonnen werden, zunächst mit Ausschreibungen.
Bei dem Pressegespräch wurde auch erwähnt, dass der Aufzug im Neubau vom Erdgeschoss nur nach oben anbindet, nicht jedoch den Keller mit Akten und Unterlagen. Das sei ein Hindernis, sagte der Verwaltungschef. Hätte man aber den Keller barrierefrei mit dem Aufzug erschließen wollen, dann hätte man viel tiefer als das Geschoss selbst in die Erde gehen müssen, verriet Dennis Dieckmann. Der Sachbearbeiter im Rathaus sitzt selbst im Rollstuhl.

Autor:

Rainer Schmitt (Freier Mitarbeiter) aus Betzdorf

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