SZ

Förster bittet um Verständnis
Umfangreiche Fällarbeiten rund um den Hüllwald

Der Hüllwald lockt zu allen Jahreszeiten viele Spaziergänger an – unser Foto ist im Herbst entstanden. Anfang Februar müssen die Spaziergänger aber Rücksicht nehmen: Dann jaulen rund um Daadens heimlichen Stadtpark die Motorsägen.
  • Der Hüllwald lockt zu allen Jahreszeiten viele Spaziergänger an – unser Foto ist im Herbst entstanden. Anfang Februar müssen die Spaziergänger aber Rücksicht nehmen: Dann jaulen rund um Daadens heimlichen Stadtpark die Motorsägen.
  • Foto: damo
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

damo Daaden. Allzu lange ist Matthias Grohs noch nicht für das Daadener Forstrevier zuständig – aber dass man zwischen Hüllbuche und Fischbach-Hütte nicht mal so mir nichts, dir nichts die Langholztransporter und Rückefahrzeuge einsetzen kann, weiß er natürlich trotzdem. Denn kaum ein Waldstück weit und breit zieht so viele Spaziergänger an wie der Hüllwald. Aber: Manchmal ist’s eben unverzichtbar, die Motorsäge einzusetzen – auch in Daadens heimlichem Stadtpark.
Gefährliche Forstarbeiten um Hüllwald Daaden
Genau deshalb kündigt Grohs eine mehrtägige Fällaktion auch schon rechtzeitig an: Zwischen dem 3. und 8. Februar werden die Spaziergänger auf „ihren“ Wald verzichten müssten.

damo Daaden. Allzu lange ist Matthias Grohs noch nicht für das Daadener Forstrevier zuständig – aber dass man zwischen Hüllbuche und Fischbach-Hütte nicht mal so mir nichts, dir nichts die Langholztransporter und Rückefahrzeuge einsetzen kann, weiß er natürlich trotzdem. Denn kaum ein Waldstück weit und breit zieht so viele Spaziergänger an wie der Hüllwald. Aber: Manchmal ist’s eben unverzichtbar, die Motorsäge einzusetzen – auch in Daadens heimlichem Stadtpark.

Gefährliche Forstarbeiten um Hüllwald Daaden

Genau deshalb kündigt Grohs eine mehrtägige Fällaktion auch schon rechtzeitig an: Zwischen dem 3. und 8. Februar werden die Spaziergänger auf „ihren“ Wald verzichten müssten. Grohs spricht von „umfangreichen und gefährlichen Forstarbeiten“ und appelliert eindringlich an die Bürger, die Sperrungen im Wald nicht zu unterlaufen. „Verstöße können geahndet werden – und sie werden es auch“, ergänzt er im Gespräch mit der SZ. Und zwar nicht etwa, weil ihm daran gelegen wäre, die Menschen zu reglementieren: „Viele Spaziergänger können die Gefahr schlecht einschätzen.“
Herabstürzende Kronenteile, dicke Äste und nicht zuletzt die gefällten Bäume (deren Gefahrenbereich laut Grohs der doppelten Stammlänge entspricht) machen es nach Angaben des Försters unverzichtbar, im Bereich rund um den Hüllwald Wege und Parkplätze zu sperren. Natürlich richten sich die jeweiligen Sperrungen nach dem aktuellen Einsatzbereich der Forstwirte, erklärt Grohs.

Die Fällarbeiten rund um den Hüllwald sind dringend notwendig

Die Arbeiten konzentrieren sich auf zwei größere Waldstücke: zum einen auf den Laubwald, der – von Daaden Richtung Hohenseelbachskopf – links des Weges an den eigentlichen Hüllwald anschließt; zum anderen auf die Streifen links und rechts des Wegs zur Fischbachhütte.
Beide Bereiche sind von Edellaubholz geprägt. Hier sollen die sogenannten Z-Stämme freigestellt werden. Das bedeutet, dass für die Bäume, die schon jetzt erkennen lassen, dass sie später wertvolles Holz liefern könnten, optimale Bedingungen geschaffen werden. Alles, was ihnen zu nahe rückt, wird entfernt. Wenn das Konzept Früchte trägt, könnten einzelne der Z-Stämme in einigen Jahrzehnten auf Wertholzauktionen landen.
Entlang des Wegs zur Fischbachhütte geht es zudem um die Verkehrssicherheit – einige Bäume, die zur Gefahr für Wanderer werden könnten, müssen weichen.
Solche Arbeiten werden irgendwann auch im Hüllwald selbst anstehen. Grohs hat sich auf die Agenda geschrieben, den alten Laubwald im Sommer unter die Lupe zu nehmen. Für den Förster dürfte das zu einem Spagat werden: „Ich will den Charakter dieses Waldes natürlich nicht verändern – aber Sicherheit spielt dort eben auch eine wichtige Rolle.“ Soll heißen: Neben alten Baumriesen wünscht sich der Förster auch stehendes Totholz – was zugleich die Gefahr birgt, dass irgendwann auch mal einer der Stämme umfällt. Angesichts der vielen Besucher dieses Waldes gilt es, das richtige Maß zwischen Sicherheit zu Ökologie zu finden.
Klar ist dabei aber auch: Absolute Sicherheit kann es im Wald nicht geben – und muss es auch nicht. „Da ist die Rechtslage eindeutig“, sagt Grohs: „Im Wald ist mit typischen Gefahren zu rechnen. Und das gilt in einem alten Laubwald natürlich noch mehr.“

Autor:

Daniel Montanus (Redakteur) aus Betzdorf

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