Helmut Stühn möchte Bürgermeister werden
Verantwortung aus Zuspruch erwachsen

Helmut Stühn

sz Daaden/Weitefeld. Der Büroleiter der Verbandsgemeindeverwaltung Daaden-Herdorf, Diplom-Verwaltungswirt (FH) Helmut Stühn, hat am Mittwoch seine Bewerbung bei Bürgermeister Wolfgang Schneider, der als Wahlleiter fungiert, abgegeben. Das teilt Stühn am Abend in einem Schreiben an die Redaktion mit.

Drei Männer können sich eine Kandidatur vorstellen

Damit ist er der erste, der sich ganz konkret aus der Deckung wagt. Aus den Reihen der Politik gab es bislang niemanden, der seinen Hut in den Ring geworfen hätte. Wie die SZ berichtete, gibt es aufseiten der Verwaltung allerdings drei Männer, die sich eine Kandidatur zumindest vorstellen könnten. Neben Stühn hatten sich auch der Kaufmännische Werkleiter Tobias Friggen und der Kirchener Bauamtsleiter Tim Kraft den im Verbandsgemeinderat vertretenen Fraktionen vorgestellt. Alle drei hatten ihr Interesse hinterlegt, einen wirklichen Vorstoß hatte es bis dato nicht gegeben. Das ist nun anders.

Vor einiger Zeit, schreibt Stühn, sei er aus dem lokalen politischen Raum gefragt worden, ob er sich eine Kandidatur als Bürgermeister der Verbandsgemeinde vorstellen könne. „Eine Antwort auf diese Frage habe ich mir gut überlegt, denn vor diesem Amt habe ich großen Respekt, weil ich die Aufgaben und die Verantwortung dieser Funktion seit vielen Jahren aus nächster Nähe sehen und begleiten konnte.“

Wichtige Herausforderungen der nächsten Jahre

Deshalb habe er für sich festgelegt, eine Kandidatur nur dann in Erwägung zu ziehen, wenn eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Verbandsgemeinderat sowie den Stadt- und Ortsbürgermeistern, also den Personen, mit denen zusammen der Bürgermeister weitreichende Entscheidungen zu treffen hat, in Aussicht steht. Wichtige Herausforderungen der nächsten Jahre bedürften dieses Vertrauens. Stichworte seien z. B. die Konversion Stegskopf, die Sicherung der Infrastruktur, Breitbandversorgung und Digitalisierung, die Hausarztsituation, der personelle Generationswechsel in der Verwaltung, die wirksame Unterstützung der Städte und Ortsgemeinden in ihren Entwicklungsabsichten und nicht zuletzt der Abschluss der Eingliederung der Stadt Herdorf.
„Als Büroleiter kenne ich einen großen Teil dieser Aufgaben, zum Teil habe ich bereits in den vergangenen Jahren intensiv in den Themen gearbeitet“, skizziert Helmut Stühn, der seit über 40 Jahren im Dienste der Verbandsgemeinde Daaden bzw. Daaden-Herdorf steht.

Stühn empfindet Verantwortung das Amt anzutreten

Demnach haben ihn inzwischen sehr positive und ermutigende Signale aus dem Kreis kommunalpolitisch Verantwortlicher in der Verbandsgemeinde, aber nach dem Zeitungsartikel von Ende Mai auch aus der Bevölkerung und dem Kollegenkreis aus der Verwaltung erreicht. „Deshalb empfinde ich eine gewisse Verantwortung, mich der Aufgabe und Herausforderung zu stellen. Beruflich habe ich der Verbandsgemeinde viel zu verdanken, auch deshalb bin ich bereit, meine Kenntnisse und Erfahrungen ab dem nächsten Jahr in der Funktion des Bürgermeisters einzusetzen. Sehr froh bin ich darüber, dass meine Familie mich bei der Kandidatur vorbehaltlos unterstützt.“

Das letzte Wort hätten aber selbstverständlich die Wähler in der Verbandsgemeinde Daaden-Herdorf, und zwar am 26. September. An diesem Tag wird an den Wahlurnen die Nachfolge von Wolfgang Schneider und auch Bundeskanzlerin Angela Merkel geregelt. Stühn abschließend: „Für uns wird es eine spannende Zeit.“

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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