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Erneut von CDU-Basis als Landtagskandidat nominiert
Vertrauensbeweis für Wäschenbach

Michael Wäschenbach (l.) und Tobias Gerhardus ziehen wieder gemeinsam in den Landtagswahlkampf.
  • Michael Wäschenbach (l.) und Tobias Gerhardus ziehen wieder gemeinsam in den Landtagswahlkampf.
  • Foto: gum
  • hochgeladen von Thorsten Stahl (Redakteur)

gum Daaden. In NRW fallen bereits am Sonntag politische Würfel bei der Kommunalwahl. In Rheinland-Pfalz steht in fast genau einem halben Jahr, am 14. März 2021, die Landtagswahl an. Der Wallmenrother CDU-Abgeordnete Michael Wäschenbach, der seit 2012 dem Landtag als Vertreter des Wahlkreises 1 angehört, stellte sich am Samstag erneut dem Votum der Basis und wurde wie schon bei der Wahl fünf Jahre zuvor mit einem deutlichen Vertrauensbeweis ausgestattet: 42 von 44 Delegierten stimmten im Bürgerhaus Daaden für den 66-Jährigen. Der neue Ersatzkandidat ist ebenfalls der alte, der 1. Kreisbeigeordnete des Kreises Altenkirchen, der Herdorfer Tobias Gerhardus, wurde mit 41 von 44 Stimmen gewählt.

gum Daaden. In NRW fallen bereits am Sonntag politische Würfel bei der Kommunalwahl. In Rheinland-Pfalz steht in fast genau einem halben Jahr, am 14. März 2021, die Landtagswahl an. Der Wallmenrother CDU-Abgeordnete Michael Wäschenbach, der seit 2012 dem Landtag als Vertreter des Wahlkreises 1 angehört, stellte sich am Samstag erneut dem Votum der Basis und wurde wie schon bei der Wahl fünf Jahre zuvor mit einem deutlichen Vertrauensbeweis ausgestattet: 42 von 44 Delegierten stimmten im Bürgerhaus Daaden für den 66-Jährigen. Der neue Ersatzkandidat ist ebenfalls der alte, der 1. Kreisbeigeordnete des Kreises Altenkirchen, der Herdorfer Tobias Gerhardus, wurde mit 41 von 44 Stimmen gewählt.
Sarah Baldus, die Vorsitzende der CDU-Frauen-Union im Kreis Altenkirchen, hatte die Eröffnung übernommen und begrüßte u. a. die Vorsitzenden aller Ortsverbände, den ehemaligen Landrat Michael Lieber, Wäschenbachs Vorgänger im Amt, Dr. Josef Rosenbauer, sowie die Landtagsabgeordnete Jessica Weller.
Wäschenbach listete fünf Punkte auf, die ihm besonders wichtig seien, um die Region nach vorne zu bringen und bei denen seiner Meinung nach noch viel Luft nach oben sei: Bildung, Gesundheit, Wirtschaft, Natur, Recht und Ordnung. Verfehlungen und Versäumnisse warf er der jetzigen Landesregierung vor, vieles laufe schief. So gebe es in Rheinland-Pfalz Schulen, die hätten noch nicht mal 50 Megabit Internetanbindung, die Lehrer keine Notebooks. Knapp 7 Prozent des planmäßigen Unterrichts falle aus. Bei 70 Prozent der Vorschulkinder in Rheinland-Pfalz gebe es Auffälligkeiten in puncto Sprache, Motorik, Wahrnehmung und Zählen. Er forderte mehr Lehrer und mehr Unterstützung für Pädagogen und Eltern.
Was die medizinische Versorgung angehe, so würden in Rheinland-Pfalz zu wenig Ärzte ausgebildet. Mit dem jetzigen Zustand von Unsicherheit komme kein Arzt mehr in die Region, so der CDU-Politiker. Auch das Kirchener Krankenhaus müsse erhalten bleiben. Er arbeite daran, eine Garantie für das Krankenhaus zu schaffen und auch die Krankenpflegeschule im Sinne der Menschen in Kirchen zu halten.
In der Wirtschaft sei Deutschland in vielen Bereiche noch Weltspitze, so Wäschenbach: „Wir müssen aber mit Blick auf China achtgeben, dass wir das nicht verspielen. Meine Vision ist, dass wir mit Innovation, auch im Hinblick auf die Ökologie, wieder nach vorne kommen“. Der Klimawechsel habe zur Folge, dass die Waldschäden in Rheinland-Pfalz am schlimmsten seien. Wäschenbach prangerte an, dass die Landesregierung zu wenig Mittel bereitstelle für Waldbesitzer und Haubergsgenossen, die wegen der Borkenkäferplage und der Klimaveränderung vor einem finanziellen Desaster stünden. Beim Thema Sicherheit warnte der Wallmenrother davor, den Personalbestand weiter auszudünnen.
„All dies zeigt, dass ein Wechsel längst fällig ist“, so der Abgeordnete und resümierte: „Schluss mit der rot-grün-gelben Regierung, Schluss mit dem Abschiedsprogramm für Rheinland-Pfalz, mit dem Verschwenden von Steuergeldern für Großprojekte wie den Hahn und endlich das Bewusstsein, dass Rheinland-Pfalz nicht hinter Koblenz aufhört.“
Tobias Gerhardus wies darauf hin, dass elf der 20 am höchsten verschuldeten Kommunen im Bund aus Rheinland-Pfalz kommen. Außerdem habe sich gerade während der jetzigen Pandemie bezüglich Bildung gezeigt, welcher Nachholbedarf gerade an Schulen hinsichtlich Digitalisierung bestehe.
Der Fraktionsvorsitzende im Kreistag und Ehrenvorsitzende der Kreis-CDU, Dr. Josef Rosenbauer hielt eine flammende Rede für den Landtagskandidaten: „Du bewegst etwas. Der Wahlkreis 1 braucht Abgeordnete, die für die Leute kämpfen, die zuhören. Was du die letzten Jahre geleistet hast, das ist aller Ehren wert.“
Auch der ehemalige Landrat Michael Lieber sprach ein Grußwort. Er lobte die hervorragende Teamarbeit und die Außenwirkung, die durch ein Signal der Entschlossenheit gezeigt werde. Helena Peters, die Vorsitzende der Schüler Union, bedankte sich bei einem sichtlich gerührten Wäschenbach: „Bleib so unangepasst, wie du bist“. Bundes-Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner gratulierte mittels Videoaufzeichnung zur Nominierung.
Wäschenbach dankte abschließend Justus Brühl (JU) für die hervorragende Kommunikation als Versammlungsleiter. Ebenfalls dankte er Sarah Baldus für die Einführung in die Versammlung, auch für sie sei das eine Premiere gewesen.

Autor:

Gaby Wertebach (Freie Mitarbeiterin) aus Betzdorf

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