Verwaltung bietet Nachlass

Entgegenkommen im Streit um Ortskern Daaden

damo Daaden. Die aktuellen Diskussionen um die Ortskernsanierung sind nur die Früchte; die Wurzeln reichen fast 25 Jahre zurück. Offenbar ist die Daadener Verwaltung – mittlerweile personell in den entscheidenden Stellen anders besetzt als zu Beginn der Sanierung – aber bereit, den Anwohnern entgegen zu kommen.

Zuerst ein Blick in die Chronologie der Baumaßnahme: Im November 1979 hat der Ortsgemeinderat die Durchführungen vorbereitender Maßnahmen für die Ortskernsanierung beschlossen; damals war eine rund 6,6 Hektar große Fläche südöstlich der heutigen Ampelkreuzung im Gespräch. Sieben Jahre später, nämlich im Januar 1986, beschloss der Rat die Sanierung.

Im Juni gab die damals noch bestehende Bezirksregierung grünes Licht. Im März 1988 beschloss der Rat zu untersuchen, ob ein weiterer Teil des Ortskerns – der Altortsbereich nahe der ev. Kirche – für eine Sanierung in Frage komme. Ihr Einverständnis zur Erweiterung des Sanierungsgebiets um die oben genannte Fläche gab die Bezirksregierung im September 1990.

Dass die Sanierung an den Anliegern nicht kostenneutral vorbeigeht, wurde – trotz anderslautender Versprechen – spätestens 1996 deutlich: Da nämlich forderte der Rechnungshof Rheinland-Pfalz die Ortsgemeinde Daaden auf, ihrer zwingenden gesetzlichen Verpflichtung zur Erhebung von Ausgleichsbeiträgen nachzukommen. Das wiederum hat für Ärger gesorgt. »Gerade in Daaden gilt ein Wort oder einen Handschlag«, ärgert sich Peter Deutscher von der Bürgerinitiative, »und so haben wir uns darauf verlassen, dass den Anwohnern keine Kosten entstehen.«

Dieses Problem ist auch im Rathaus bekannt – vielleicht baut die Verwaltung gerade vor diesem Hintergrund eine Brücke: Sie bietet den Anwohnern Ablösevereinbarungen an. Wer sich auf dieses Procedere einlässt, muss nur 80 Prozent des derzeit veranschlagten Ausgleichsbeitrags bezahlen. Wer nicht zustimmt, wird mit 100 Prozent zur Kasse gebeten – zuvor wird aber in einem Gutachten die tatsächliche Wertsteigerung des betroffenen Hauses ermittelt. Gut ein Drittel der Betroffenen hat laut Bürgermeister Wolfgang Schneider von dieser Möglichkeit schon Gebrauch gemacht.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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