Kosten: 450.000 Euro
Weitefeld bekommt einen Kunstrasenplatz

Aus der Luft bildet das Rot des Weitefelder Tennenplatzes einen hübschen Farbkontrast zur Umgebung. Das dürfte aber der einzige positive Aspekt sein, und so soll dort bald ein Kunstrasenplatz gebaut werden.
  • Aus der Luft bildet das Rot des Weitefelder Tennenplatzes einen hübschen Farbkontrast zur Umgebung. Das dürfte aber der einzige positive Aspekt sein, und so soll dort bald ein Kunstrasenplatz gebaut werden.
  • Foto: damo
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

damo Weitefeld. Nicht jedes Alleinstellungsmerkmal macht stolz: Mittlerweile stehen die Weitefelder mit ihrem Aschesportplatz ziemlich allein auf weiter Flur. In welches Nachbardorf man auch schaut: Fast überall sind die Fußballplätze grün. Und das wirkt sich auch auf die Auslastung des Sportplatzes aus – der Weitefelder Sportplatz wird kaum noch genutzt. Aber das soll sich bald ändern: Der Gemeinderat hat am Dienstagabend einstimmig beschlossen, den alten Platz in ein modernes Kunstrasenspielfeld auszubauen.
Grundlage für den Beschluss ist die Entscheidung des Kreises, die Generalsanierung des Weitefelder Sportplatzes auf Platz 1 der Prioritätenliste zu setzen. Und das ist eine elementare Voraussetzung dafür, in den Genuss von Landesfördermitteln zu kommen.

450.000 Euro für Sanierung

Zugleich setzt die Entscheidung des Kreises die Gemeinde unter Zugzwang: Bis zum 15. November müssen die Weitefelder ihrerseits einen Förderantrag auf den Weg schicken. Und so musste der Rat in seiner Sitzung am Dienstag eine Richtungsentscheidung treffen: Nimmt die Gemeinde rund 450.000 Euro für die Sanierung in die Hand – oder verzichtet sie auf den Kunstrasen und damit auch auf die Chance, einen Zuschuss aus Mainz einzustreichen?
Aus Sicht der Gemeinde ist der Zeitpunkt für die Grundsatzentscheidung sicher nicht optimal: Gerade werden im Dorf zwei Millionenprojekte gestemmt, nämlich die Umgestaltung des Ortsmittelpunkts und der Bau des Dorfgemeinschaftshauses. Zwar fließen auch da reichlich Fördermittel, aber Fakt ist: Die Gemeinde investiert bereits kräftig in ihre Infrastruktur.
Genau das stellte auch Ortsbürgermeister Karl-Heinz Keßler in der Ratssitzung klar – und machte dennoch deutlich, dass die Chance zu gut ist, um sie ungenutzt zu lassen. „Es ist ein Haufen Geld, aber wir schaffen einen großen Mehrwert“, sagte Keßler.

"Große Chance für Weitefeld"

In diese Kerbe schlug auch Beigeordneter Sven Stühn: Ein Sportplatz komme allen Generationen zugute, sei ein wichtiger Treffpunkt – und nicht zuletzt sei ein Mannschaftssport auch der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen dienlich. Sein Fazit: „Das ist eine große Chance für die Zukunft unseres Ortes.“
Und wer weiß, ob eine ähnliche Chance überhaupt noch einmal kommt, gab Keßler zu bedenken: „Wenn wir ins Ahrtal schauen, glaube ich nicht, dass in den kommenden Jahren viele Fördermittel fließen.“
Kritische Stimmen zu dem Projekt gab es keine, und auch der Wunsch des Sportvereins wurde nicht in Frage gestellt: Der TuS hatte sich im Vorfeld klar für einen sandgefüllten Kunstrasen und gegen einen Naturrasen ausgesprochen.
Genau der soll jetzt realisiert werden. Die detaillierte Planung steht noch aus, und auch die Frage, inwieweit der Verein sich einbringen kann, blieb noch offen.

Gemeinde schließt Klage nicht aus

Gleiches gilt für den Umgang mit dem Kreis: Der hat bekanntlich seine Sportstättenförderung gekürzt, sodass die Gemeinde nach den aktuellen Richtlinien keinen Zuschuss aus Altenkirchen erwarten darf. Allerdings behält sich die Gemeinde vor, gegen einen ausbleibenden Zuschuss Klage zu erheben: Denn zumindest die Daadener Verwaltung teilt die Rechtsauffassung der Kreisverwaltung keineswegs, dass die Sportstättenförderung eine freiwillige Leistung sei (und damit eben nicht gewährt werden muss).
Fakt ist aber: Die Tage des alten Tennenplatzes sind bald gezählt.

Autor:

Daniel Montanus (Redakteur) aus Betzdorf

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