100. Dorfcafé in Emmerzhausen
„Wie eine große Familie“

Viel Zeit für Gespräche in gemütlicher Runde: Das ist von Anfang an das Erfolgsrezept des Emmerzhäuser Dorfcafés.
  • Viel Zeit für Gespräche in gemütlicher Runde: Das ist von Anfang an das Erfolgsrezept des Emmerzhäuser Dorfcafés.
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  • hochgeladen von Nadine Buderath (Redakteurin)

nb Emmerzhausen. 100 Mal Begegnungen, 100 Mal freundschaftlicher Austausch und natürlich 100 Mal Kaffee und leckere Torten: Das Emmerzhäuser Dorfcafé konnte am Freitag ein beeindruckendes Jubiläum feiern. Bereits zum 100. Mal öffneten sich dessen Türen.

Angefangen hat alles mit einer Umfrage – daran erinnerten bei der Jubiläumsausgabe Ortsbürgermeister Heinz Dücker und Robert Lindenbeck vom Organisations-Team. Und „ein Treffpunkt“ war eben eine der Antworten auf die Frage, was in Emmerzhausen denn so fehlt.

Am 26. März 2010 war es dann soweit: Premiere für das Café im Dorfgemeinschaftshaus. Da man zunächst nicht einschätzen konnte, wie das Ganze überhaupt ankommt, beschloss man, ein Jahr durchzuziehen – komme, was wolle.

Doch die Sorgen waren vollkommen unbegründet: Das erste Dorfcafé besuchten gleich mal 70 Gäste. Inzwischen, so Lindenbeck, der auf gute „Buchführung“ zurückgreifen konnte, sind insgesamt 4356 Gäste eingekehrt. Und da, bis auf wirklich ganz wenige Ausnahmen, das Café elf Mal im Jahr stattfindet, konnten die Besucher nun mit Sekt auf das „Hundertste“ anstoßen.

Und zu den vielen Gästen zählen keineswegs „nur“ Emmerzhäuser. Auch beispielsweise aus Derschen oder Daaden kommen die Dorfcafé-Fans. So wie Irmtraud und Anselm Proeller aus Daaden. Die sind treue Besucher – und das von Anfang an. Die tolle Atmosphäre ziehe sie immer wieder hierher. Und: „Das ist wie eine große Familie.“

Und genau das ist es eben, worauf das Dorfcafé setzt, erklärt Robert Lindenbeck. Es gibt extra keine Programmpunkte – von einigen Ausstellungen in der Anfangszeit abgesehen –, sondern die Menschen sollen Zeit haben, ganz in Ruhe miteinander zu klönen: „Es ist wichtig, dass die Menschen sich begegnen können.“

Und ganz davon abgesehen: Das Dorfcafé, das von der Ortsgemeinde ausgerichtet wird, ist auch so durchaus schon eine Herausforderung. Schließlich wird alles von ehrenamtlichen Helfern gestemmt – vom Aufbau der Tische über die Dekoration bis hin zur Bestückung des Büfetts mit selbstgemachten Torten.

Die müssen es übrigens sein, wie Lindenbeck in seiner Rede lachend verriet: „Mit trockenem Kuchen kann man den Emmerzhäusern nicht kommen.“

Lindenbeck erinnerte in seinem Vortrag in Wort und Bild an Entstehung und Werdegang des Dorfcafés, mit dem Emmerzhausen einst Vorreiter in der Verbandsgemeinde Daaden-Herdorf war und das sich inzwischen fest etabliert hat.

Die „Wunderwerke an Torten“ lobte Lindenbeck und vergaß auch nicht, das „legendäre Blätzebacken“ zu erwähnen.

Eine Gratulation zum Jubiläum und zu dem „tollen ehrenamtlichen Team“ gab es auch von Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Ministerin für Soziales und Demografie, die am Freitag bereits zum vierten Mal im Dorfcafé einkehrte.

Das Jubiläumsfest wurde dann noch vor dem Dorfgemeinschaftshaus fortgesetzt, wo Leckereien vom Grill kredenzt wurden. Und auch die Torten hatten zuvor wieder einmal den Geschmack der Besucher getroffen: Nach rund einer Stunde waren die Platten „geputzt“.

Autor:

Nadine Buderath (Redakteurin) aus Betzdorf

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