Wunderbares Konzert

Das Schaffrath-Trio, begleitet vom Cembalisten Stefan Heidrich, verzauberte die Besucher in der Daadener Barockkirche.  Foto: gaw
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gaw Daaden. Zu einem wunderbaren Konzert im „geistlichen Wohnzimmer für alle“ begrüßte Armin Rosen, Pfarrer der ev. Barockkirche in Daaden, die anwesenden Musikliebhaber. Das Schaffrath-Trio, benannt nach Christoph Schaffrath, dem Cembalisten aus dem 17. Jahrhundert, bot einen exzellenten Musikgenuss.

Das Trio besteht aus Beate Bareis, Flötistin und Mitglied verschiedener Kantaten- und Kammermusikensembles, Silke Link, Geigerin u. a. im Rheinischen Kammerorchester Köln und Mitglied im Kammerorchester Schöneck-Ensemble in Koblenz, sowie Ulrike Tiedemann, Dozentin an der Hochschule für Musik in Köln und an der Rheinischen Musikschule Köln und Solistin in verschiedenen Kammermusikbesetzungen. Begleitet wurden die Damen von Stefan Heidrich am Cembalo.

Das Trio in D-Dur von Christoph Schaffrath ist laut Beate Bareis bisher noch nicht öffentlich dargeboten worden. Es basiert auf Handschriften, die das Orchester für sich abgeschrieben hat. So kamen die Zuhörer am Samstagabend in den Genuss dieser „Erstaufführung“. Auch das Pariser Quartett Nr. 2 in D-Dur, komponiert von Georg Philipp Telemann (1681–1767), begeisterte mit kanonischen Imitationen und experimentellen Einlagen. Telemanns Kompositionen waren lange in Vergessenheit geraten, woran sich erkennen lässt, wie schnell der Zeitgeschmack sich ändert.

Das Trio in C-Dur komponierte Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) im Jahre 1783 in Wien für ein Bassetthorn-Trio. In der Kombination Flöte, Violine und Violoncello wurde es vom Trio Schaffrath meisterhaft dargeboten. Als Abschluss erklang die Triosonate in G-Dur von Johann Sebastian Bach (1685–1750). 1735 wurde diese Musik von Bach für eines der damaligen Kaffeehauskonzerte in Leipzig komponiert.

Wie Stefan Heidrich es treffend ausdrückte: „Jede Note genau am richtigen Platz und trotzdem nie trockene Musik!“ Das spiegelt sich auch in der Meinung der Musikfreunde wieder, die sich am Samstagabend an diesem überzeugenden Kammerkonzert und der besonderen Klangatmosphäre in der Daadener Barockkirche erfreuen durften. Das begeistert applaudierende Publikum entließ die Musiker nicht ohne eine Zugabe und bekam zum Abschluss noch einmal den letzten Satz der Triosonate von Bach zu hören.Weitere Konzerte in der Kirchenmusikreihe sind am 9. Oktober ein Konzert mit Breakdownservice, am 7. November ein Jubilate-Chor-Konzert für das ERF-Projekt „Afrika soll leben“ und am 28. November Musik zum Advent unter der Leitung von Stefan Heidrich. Weitere Informationen auf der Homepage der Kirchengemeinde unter http://www.hahnengel.de im Internet.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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