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„Zur Listertalsperre“
André und Rebecca Kattwinkel eröffnen Kiosk

André und Rebecca Kattwinkel mit ihrer gerade erst geborenen Tochter Lotta und ihren Mitarbeitern Lea Sulies und Sebastian Leo Müller.
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  • André und Rebecca Kattwinkel mit ihrer gerade erst geborenen Tochter Lotta und ihren Mitarbeitern Lea Sulies und Sebastian Leo Müller.
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yve Kalberschnacke. Der Duft nach Currywurst mit Pommes ist unverwechselbar. Und da kommen auch schon die ersten Abnehmer. „Das sind unsere neuen Stammkunden“, freut sich André Kattwinkel im Gespräch mit der SZ. Zwei Männer holen sich ihr Essen am Verkaufsfenster ab und suchen sich ein Plätzchen für ihre Mittagspause, natürlich im sicheren Abstand zum Kiosk. Wäre der Himmel nicht so wolkenverhangen an diesem Tag, könnte es fast kein schöneres Örtchen geben. Nur eine schmale Straße trennt den Imbiss von der Listertalsperre. Der Blick ist frei – auf Wasser, Boote und Schwäne, die gemächlich ihre Kreise ziehen. Nur wenige Tage wird es noch dauern, bis es hier richtig grünt und blüht.
„Das nenne ich arbeiten mit bester Aussicht“, so Kattwinkel.

yve Kalberschnacke. Der Duft nach Currywurst mit Pommes ist unverwechselbar. Und da kommen auch schon die ersten Abnehmer. „Das sind unsere neuen Stammkunden“, freut sich André Kattwinkel im Gespräch mit der SZ. Zwei Männer holen sich ihr Essen am Verkaufsfenster ab und suchen sich ein Plätzchen für ihre Mittagspause, natürlich im sicheren Abstand zum Kiosk. Wäre der Himmel nicht so wolkenverhangen an diesem Tag, könnte es fast kein schöneres Örtchen geben. Nur eine schmale Straße trennt den Imbiss von der Listertalsperre. Der Blick ist frei – auf Wasser, Boote und Schwäne, die gemächlich ihre Kreise ziehen. Nur wenige Tage wird es noch dauern, bis es hier richtig grünt und blüht.
„Das nenne ich arbeiten mit bester Aussicht“, so Kattwinkel. Er ist der neue Pächter des Kiosks „Zur Listertalsperre“ in Kalberschnacke.

Noch grünt und blüht es nicht an der Listertalsperre. Beim Besuch der SZ ist der Himmel wolkenverhangen, alles andere als trüb empfinden André und Rebecca Kattwinkel die Aussicht, wenn sie über ihren Kiosk sprechen, der gut frequentiert werde.
  • Noch grünt und blüht es nicht an der Listertalsperre. Beim Besuch der SZ ist der Himmel wolkenverhangen, alles andere als trüb empfinden André und Rebecca Kattwinkel die Aussicht, wenn sie über ihren Kiosk sprechen, der gut frequentiert werde.
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Kiosk "Zur Listertalsperre" in neuem Gewand

Das kleine Häuschen am See hat ein neues Gewand bekommen, auch die Toilettenanlage ist vollständig saniert. Damit fügt es sich in das veränderte Gesamtbild des Areals ein, das auf der nun abgeschlossenen Straßenbaumaßnahme fußt. André Kattwinkel ist gelernter Straßenbauer, aber seit einer gefühlten Ewigkeit nebenberuflich in der Gastro-Szene unterwegs. Als das Coronavirus auftaucht, aber noch nicht in Deutschland angekommen ist, entwickelt er mit seiner Frau ein Geschäftskonzept, stellt es unter den Titel „Kattwinkels Essen auf Rädern“. „Das hat genau in diese Zeit gepasst“, blickt der 27-Jährige zurück. Heute liefert das Unternehmen täglich ab 11 Uhr aus, angefangen bei belegten Brötchen bis hin zum Buffet.

„Zu Anfangszeiten haben wir in einer zur Küche umgebauten Garage gekocht.“ Die gesamte Familie packt seinerzeit mit an. Der Betrieb läuft so gut, dass André Kattwinkel und seine Frau Rebecca entschließen, sich nach größeren Räumlichkeiten umzusehen. In Hunswinkel werden sie fündig und übernehmen den traditionsreichen Gasthof Vollmerhaus, heute ist es der Gasthof „Zur Listertalsperre“. Eröffnung sollte im November vergangenen Jahres gefeiert werden. Die Pandemie durchkreuzt immer wieder die Pläne des Ehepaares, zumindest Gäste dürfen noch nicht bewirtet werden. „Das können wir aber jetzt hier“, lächeln André und Rebecca Kattwinkel, die erst vor wenigen Tagen zum zweiten Mal Eltern geworden sind. „Der Kontakt zu den Menschen hat uns einfach sehr gefehlt.“ Dafür nehmen die Betreiber die strengen Regeln der Corona-Schutzverordnung gerne in Kauf.

André und Rebecca Kattwinkel möchten Imbiss wiederbeleben

Das Ehepaar hat den Kiosk zu Beginn der Osterferien geöffnet, der seit Jahrzehnten an dieser Stelle steht. Die beiden erzählen, dass die alte Einrichtung etwa 40 Jahre in dem Gebäude gewesen sein muss. „Wir möchten den Imbiss nun wiederbeleben.“ In den Ferien schließen die Kattwinkels täglich auf, saisonabhängig in der übrigen Zeit von dienstags bis sonntags.
„Es ist sehr gut angelaufen“, blickt der Pächter auf die vergangenen Tage zurück. Es sei deutlich spürbar, dass der regionale Tourismus in den Fokus gerückt sei. Wandern und Fahrradfahren gewinne immer mehr an Bedeutung. Und die Listertalsperre sei schließlich ein lohnendes Ziel für einen Tagesausflug. Sie stehe für Aufenthaltsqualität, die von dem Angebot an Speisen und Getränken „to go“ noch einmal gesteigert werde.

Sogar Currywurst und „Nuggets“ gibt es in Kalberschnacke in veganen Varianten, nur die Tische und Bänke für den Biergarten bleiben vorerst verstaut. Die Getränke-, Eis- und Kaffeeauswahl ist groß, im Winter wird mit Grog und Glühwein Hüttenatmosphäre geboten. „Wir möchten aber auch flexibel bleiben und auf Kundenwünsche reagieren.“ Und Neues solle mit Altem verbunden werden. Früher sei im Kiosk Erbsensuppe angeboten worden. Die Kattwinkels können sich gut vorstellen, diesen Eintopf bald auf ihre Karte zu setzen. Den kocht der 27-Jährige dann frisch in seinem Gasthof auf der anderen Seite des Sees – inklusive selbst geräucherter Mettwurst.

Auch Hochzeiten und Polterabende sollen wieder gefeiert werden

Er hofft, dort in absehbarer Zeit auch mit seiner Frau und seinen Mitarbeitern wieder große Events planen zu können – ob einen lockeren Polterabend oder eine festliche Hochzeit. „Wir übernehmen bei Bedarf sämtliche Dienstleistungen, ob Stromverlegen oder Aufräumen.“ Zu den Kunden der Kattwinkels zählen Privatpersonen wie auch große Firmen. „Erst kürzlich haben wir Mitarbeiter einer TV-Produktionsfirma versorgt, die für einen „Kika“-Beitrag in Lennestadt drehten“, so der 27-Jährige, der im Kiosk neben Aushilfen auch zwei Teilzeitkräfte beschäftigt. Eine von ihnen ist Lea Sulies, die beim Aufräumen gerade aus dem Fenster schaut und feststellt: „Ich habe einfach den schönsten Arbeitsplatz der Welt.“

André und Rebecca Kattwinkel mit ihrer gerade erst geborenen Tochter Lotta und ihren Mitarbeitern Lea Sulies und Sebastian Leo Müller.
Noch grünt und blüht es nicht an der Listertalsperre. Beim Besuch der SZ ist der Himmel wolkenverhangen, alles andere als trüb empfinden André und Rebecca Kattwinkel die Aussicht, wenn sie über ihren Kiosk sprechen, der gut frequentiert werde.
Autor:

Yvonne Clemens (Redakteurin) aus Stadt Olpe

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