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Attraktivität nimmt weiter zu

Der autonome Shuttlebus „Sam“ startet am 15. Februar eine drei- bis viermonatige Testphase in Drolshagen. Jeder kann kostenlos mitfahren.  Foto: Stadt Drolshagen
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  • Der autonome Shuttlebus „Sam“ startet am 15. Februar eine drei- bis viermonatige Testphase in Drolshagen. Jeder kann kostenlos mitfahren. Foto: Stadt Drolshagen
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mari ■ Der historische Marktplatz der Stadt Drolshagen wird in diesem Jahr mit zahlreichen Events noch mehr als in den Vorjahren zum Leben erweckt. Bürgermeister Uli Berghof freute sich am Donnerstagabend bei der alljährlichen Gesprächsrunde beim Heimatverein, den 12 200 Einwohnern aus den 58 Ortschaften sowie Gästen von außerhalb mit einem Streetfood-Festival, der dritten Auflage der „Live-Treffs“, dem Blasmusikfestival und der Außengastronomie des Restaurants Schürholz noch mehr Möglichkeiten zu bieten, das Herzstück der Rosestadt zu nutzen und zu genießen.

Er habe bereits im Bürgermeister-Wahlkampf versprochen, sich um den Platz zu kümmern, und diesbezüglich viel unternommen, sagte Berghof den zahlreichen Teilnehmern im vollbesetzten Brunnensaal des Heimathauses.

mari  Der historische Marktplatz der Stadt Drolshagen wird in diesem Jahr mit zahlreichen Events noch mehr als in den Vorjahren zum Leben erweckt. Bürgermeister Uli Berghof freute sich am Donnerstagabend bei der alljährlichen Gesprächsrunde beim Heimatverein, den 12 200 Einwohnern aus den 58 Ortschaften sowie Gästen von außerhalb mit einem Streetfood-Festival, der dritten Auflage der „Live-Treffs“, dem Blasmusikfestival und der Außengastronomie des Restaurants Schürholz noch mehr Möglichkeiten zu bieten, das Herzstück der Rosestadt zu nutzen und zu genießen.

Er habe bereits im Bürgermeister-Wahlkampf versprochen, sich um den Platz zu kümmern, und diesbezüglich viel unternommen, sagte Berghof den zahlreichen Teilnehmern im vollbesetzten Brunnensaal des Heimathauses. Er sei sehr froh, dass die beiden lange leer stehenden Lokale Restaurant Schürholz und „Café am Markt“ neue und gute Pächter gefunden hätten. Besonders das von Tomislav Matic betriebene Restaurant laufe sehr erfolgreich und ziehe Gäste von nah und fern an. Das sei ein großer Erfolg für die Stadt, die deshalb gerne seinem Wunsch nach Außengastronomie auf dem Marktplatz zwischen den beiden großen Bäumen in Form einer erteilten Sondernutzung nachkomme. Im nächsten Jahr wolle auch die Eisdiele „San Remo“ den Marktplatz nutzen. Inhaber Michel Jabuinski Demetrio habe das Haus Brunnenstraße 1 gekauft, und auch seinem Wunsch nach Außengastronomie komme die Stadt gerne nach, da die Eisdiele sehr erfolgreich betrieben werde und dann von der Hagener Straße aus noch besser ins Blickfeld falle. Wegen dieser Maßnahmen sei die Brunnenstraße inzwischen als Einbahnstraße ausgewiesen worden, was jedoch noch nicht in allen Köpfen angekommen sei.

Verändert sei auch die Parksituation rund um den Marktplatz. Parken sei nur noch in den markierten Flächen für zwei Stunden erlaubt, und der Behindertenparkplatz sei weiter nach oben verlagert worden. Berghof: „Bisher wurde nichts geahndet, doch das ändert sich mit dem heutigen Tage.“

Vom 22. bis zum 24. Mai soll auf dem Marktplatz auf Initiative der Stadt und von „Drolshagen Marketing“ das erste Streetfood-Festival im Kreis Olpe Gaumenfreuden wecken. 15 bis 20 Zelte und Wagen sollen den Marktplatz umsäumen, in dessen Mitte die Gäste Essen und Getränke aus aller Welt bei Livemusik genießen können. Für die kleinen Gäste gibt es eine Spielzone. Geplant sei an diesem Tag außerdem ein kleines Ballonfestival. Ynte Kuindersma aus Joure, Sohn eines der Gründerväter der Städtepartnerschaft zwischen Drolshagen und Joure (heute De Fryske Marren), habe vor, mit einem Heißluftballon in Form einer Van-Gogh-Büste in Begleitung von zwei weiteren Ballons über den Drolshagener Marktplatz zu fliegen.

Das „7. Drolshagener Blasmusikfestival“ am 13. September ist ein weiteres Highlight. Von 11 bis 18 Uhr erfüllen die heimischen Musikvereine die Rosestadt mit klingendem Spiel. Nach den großen Erfolgen der „Live-Treffs“ in den beiden Vorjahren mit durchschnittlich 700 Besuchern pro Abend soll die Serie am 31. Juli und an den vier folgenden Freitagen im August in die dritte Runde gehen.

Wo Licht ist, ist bekanntlich auch Schatten, stellte schon Goethe fest. Das sieht auch der Bürgermeister an zwei Punkten, die den Marktplatz betreffen. Als schwierig bezeichnete er die Attraktivierung des Wochenmarktes an den Freitagvormittagen. Lichtblicke habe es durch neue Händler gegeben, die hätten sich aber inzwischen für Märkte in größeren Städten entschieden. Der Bücherschrank gebe derzeit eher das Bild einer Rumpelkammer ab. Deshalb suche man einen Paten, der für Ordnung sorge und den Inhalt prüfe.

Eine weitere große Attraktion erlebt Drolshagen mit dem autonomen Shuttlebus „Sam“, der im Vorjahr bereits zu einer Testphase in der Rosestadt war. „Sam“ soll am 15. Februar für drei bis vier Monate an den Start gehen, und jeder kann kostenlos mitfahren. An Bord ist ein Operator, der bei Störungen eingreifen kann. Start ist an der Ecke Gerberstraße und der zur Einbahnstraße umfunktionieren Kampstraße. Weiter geht es über die Benolper Straße, Humboldtstraße, Schillerstraße, den Herrnscheider Weg und zurück über die Schillerstraße, Humboldtstraße und Benolper Straße bis zur Gerberstraße. „Wir gehören zu den ersten, die autonom in die Zukunft fahren“, sagte Berghof, der davon überzeugt ist, dass viele Interessierte auch von außerhalb kommen, um mit „Sam“ zu fahren, der danach durch Lennestadt fahren soll.

Zur Finanzsituation der Stadt erklärte der Bürgermeister, dass sich seit 2016 die Zahlen deutlich verbessert hätten. Zum ersten Mal lege man dem Rat mit dem Haushaltsplanentwurf 2020 ein Konzept vor, das bereits in der Planungsphase einen echten Ausgleich ausweise. Deutlich reduziert worden sei auch die Verschuldung der Stadt. Allerdings könnte diese durch die deutlich erhöhten Abrisskosten des Realschulgebäudes in Olpe wieder steigen. „Wir sind mit 34 Prozent beteiligt und wollten von der künftigen Vermarktung des Geländes profitieren. Nun müssen wir auch in den sauren Apfel beißen und uns an den Abrisskosten beteiligen“, erklärte Berghof. An Bauplätzen seien derzeit 13 in Hützemert und einer in Schreibershof ausgewiesen, für die sich Bauwillige bewerben können. „Gegebenenfalls gibt es noch weitere, doch das ist derzeit noch nicht spruchreif“, wies der Bürgermeister auf die ausstehende Aufstellung des Regionalplans hin. Zu den Straßenausbaubeiträgen stellte er klar, dass Details aus dem Gesetz des Landtags noch nicht geregelt seien. Wenn jedoch eine Straße erstmalig gebaut werde, kämen die Bewohner weiterhin nicht um die Erschließungsbeiträge von 90 Prozent herum.

Sorgen hat Berghof wegen der anstehenden großen Sanierungen der Schulgebäude, des Rathauses und des Stadtbades. Beim Stadtbad stehe derzeit noch das Betongutachten aus, die Stadt wolle es aber bis zur eventuellen Sanierung, deren Kosten der Gutachter mit 7 Mill. Euro beziffert habe, oder bis zur dauerhaften Schließung im Sinne des Schulschwimmens und des Vereinssports weiter betreiben. „Im Moment kann ich mir nicht vorstellen, wer das alles bezahlen soll. Ich hoffe sehr, dass es Förderprogramme für energetische Sanierungen gibt“, gab Berghof seiner Hoffnung Ausdruck, dass das Stadtbad weiter betrieben werden kann. Dringend nötig sei außerdem der Neubau der abgewirtschafteten Containeranlage In der Wünne, der Ansatz sei im Haushaltsplanentwurf 2020 enthalten. Kein Ansatz mehr sei dagegen für die Konzentrationsplanung von Windenergieanlagen angesetzt.

Zum Thema Breitbandausbau stellte der Verwaltungschef fest, dass durch Förderprogramme des Kreises inzwischen alle Dörfer mit mindestens 50 MBiT versorgt seien. In der Stadt sei die Telekom dabei, einige Kästen mit neuer Technik auszustatten. Für die so genannten weißen Flecken gebe es inzwischen neue Förderprogramme, die den Ausbau sogar mit Glasfaser vorsehen.

Zum Abschluss der Gesprächsrunde wies Berghof nochmal auf den 13. September hin, und das nicht nur wegen des an diesem Tage stattfindenden Blasmusikfestivals. „Dann ist auch Kommunalwahl, bei der es im Kreis erhebliche Veränderungen geben wird. Ich möchte gerne wieder Bürgermeister von Drolshagen werden und hoffe, dass mich die CDU am 11. Februar als Kandidat aufstellt.“

Autor:

Marianne Möller

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