Blauzungenkrankheit ist im Kreis Olpe ausgebrochen

Virus bei Drolshagener Schaf nachgewiesen

sz Drolshagen. Im Stadtgebiet von Drolshagen ist die Blauzungenkrankheit ausgebrochen. Betroffen ist ein schafehaltender Betrieb. Der Nachweis der Seuche wurde durch die Virus-Isolierung in Blutproben verdächtiger Tiere erbracht. Zurzeit werden vier weitere Verdachtsfälle in den Kommunen Drolshagen, Olpe und Lennestadt abgeklärt.

Die Blauzungenkrankheit (auch Maulkrankheit) ist eine Viruserkrankung, die vor allem bei Schafen auftritt. In NRW sind allerdings vor allem Rinder betroffen. Sie wird durch blutsaugende Stechmücken auf die Tiere übertragen. Eine Ansteckung von Tier zu Tier erfolgt nicht. Die Blauzungenkrankheit kann bei Schafen tödlich verlaufen, bei Rindern stellt sich nach einiger Zeit Linderung ein. Generell gelten alle Wiederkäuer, mit Ausnahme frei lebender Wildwiederkäuer, als für die Krankheit empfängliche Tiere. Menschen können Fleisch und Milchprodukte weiterhin bedenkenlos verzehren, da die Blauzungenkrankheit für sie ungefährlich ist.

Um die Weiterverbreitung der Tierseuche zu verhindern, müssen Landwirte, die Wiederkäuer halten, diese in den Abendstunden aufstallen. Dies hängt mit dem Flugverhalten der blutsaugenden Stechmücken zusammen. Davon ausgenommen sind Tiere, die mit einem Insektizid/Repellent behandelt worden sind. Diese Arzneimittel können von den Hoftierärzten bezogen werden.

Durch die Ausbrüche der Krankheit in den Nachbarkreisen war das Gebiet des Kreises Olpe mit Ausnahme der Gemeinde Finnentrop durch die vierte Verordnung zur Änderung der Verordnung zum Schutz vor der Blauzungenkrankheit vom 13. Oktober zum Gefährdungsgebiet erklärt worden. Für das Gefährdungsgebiet gelten folgende Maßregeln: Alle empfänglichen Tiere stehen unter behördlicher Beobachtung, Die Tiere sind täglich von 18 Uhr bis 7 Uhr des Folgetages aufzustallen. Wanderschafherden haben am Standort zu verbleiben. Das Aufstallungsgebot gilt nicht, wenn die empfänglichen Tiere sowie deren Ställe oder deren sonstigen Standorte mit zugelassenen Insektiziden entsprechend den Empfehlungen des Herstellers behandelt sind.

Darüber hinaus gelten weiterhin Einschränkungen beim Transport der empfänglichen Tiere. Dies gilt sowohl für Schlachttiere, als auch für Nutz- und Zuchttiere der empfänglichen Arten. Transporte sind nur auf Antrag mit Genehmigung des Fachdienstes Gesundheit und Verbraucherschutz des Kreises Olpe unter bestimmten Bedingungen möglich. Diese können unter Z(02761) 81733 erfragt werden. Formulare sind zum Download auf der Homepage des Kreises Olpe unter »www.kreis-olpe.de« hinterlegt.

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