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Die Welt ein Stückchen fairer machen
Drolshagen ist "Fairtrade-Stadt"

„Fairtrade“-Ehrenbotschafter Manfred Holz (M.) überreichte die Urkunde zur Auszeichnung der Stadt Drolshagen als „Fairtrade“-Stadt an Bürgermeister Uli Berghof (r.) und den Leiter der Steuerungsgruppe, Andreas Wintersohl.
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  • „Fairtrade“-Ehrenbotschafter Manfred Holz (M.) überreichte die Urkunde zur Auszeichnung der Stadt Drolshagen als „Fairtrade“-Stadt an Bürgermeister Uli Berghof (r.) und den Leiter der Steuerungsgruppe, Andreas Wintersohl.
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  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

mari Drolshagen. In der Jause Ob’m Stupper erfolgte am Mittwoch die offizielle Ernennung der Stadt Drolshagen zur „Fairtrade-Stadt“ durch den „Fairtrade“-Ehrenbotschafter Manfred Holz. Dazu hatten sich Frank Bröckling von der Leader-Region „BiggeLand – Echt Zukunft“ sowie die Vertreter der Kommunen Attendorn, Olpe und Wenden eingefunden, die gemeinsam mit Drolshagen die Auszeichnung zur ersten „Fairtrade-Region“ in Südwestfalen anstreben. Für den Einsatz dankte Berghof allen Beteiligten, besonders der Steuerungsgruppe und den Mitgliedern der KJG, die das Projekt maßgeblich vorangetrieben haben.
„Mit dem heutigen Tag sind wir noch nicht am Ende. Jetzt geht es richtig los“, betonte er.

mari Drolshagen. In der Jause Ob’m Stupper erfolgte am Mittwoch die offizielle Ernennung der Stadt Drolshagen zur „Fairtrade-Stadt“ durch den „Fairtrade“-Ehrenbotschafter Manfred Holz. Dazu hatten sich Frank Bröckling von der Leader-Region „BiggeLand – Echt Zukunft“ sowie die Vertreter der Kommunen Attendorn, Olpe und Wenden eingefunden, die gemeinsam mit Drolshagen die Auszeichnung zur ersten „Fairtrade-Region“ in Südwestfalen anstreben. Für den Einsatz dankte Berghof allen Beteiligten, besonders der Steuerungsgruppe und den Mitgliedern der KJG, die das Projekt maßgeblich vorangetrieben haben.
„Mit dem heutigen Tag sind wir noch nicht am Ende. Jetzt geht es richtig los“, betonte er. „Die Auszeichnung ist auch Auftrag, dass Drolshagen einen immer größeren Teil leistet, die Welt ein kleines Stückchen fairer zu machen.“

Statement für Gerechtigkeit

Als „Fairtrade“-Stadt setze nun auch diese Stadt ein klares Statement für Gerechtigkeit, Umweltbewusstsein und Zukunftsorientierung, sagte UDW-Ratsherr Andreas Wintersohl, Leiter der Steuerungsgruppe. „Der faire Handel ist mehr als ein Import und Vertrieb von Produkten. Er gibt den Menschen hinter den Produkten ein Gesicht und verbessert ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen.“
Das gelte auch für regionale Produkte. Wintersohl: „Regional und ‚Fairtrade‘ ergänzen sich für uns als Verbraucher. Wirtschaftsstrukturen in den jeweiligen Umfeldern werden gestärkt, Arbeitsplätze vor Ort geschaffen und die Infrastruktur weiter ausgebaut. Für den Konsumenten ist es vorteilhaft, auf beide Systeme zurückgreifen zu können. Ein überlegtes Kaufverhalten jedes Einzelnen hat positive soziale, ökologische und wirtschaftliche Folgen in den Regionen der Erzeuger bzw. der Verarbeiter.“

Viel Engagement

Fairer Handel lebe vom Handeln. Als reichste Industrienation stehe man in der Pflicht, einen konkreten Beitrag gegen die Armut zu leisten, betonte „Fairtrade“-Ehrenbotschafter Manfred Holz. „Die Reichen werden reicher und die Armen zahlreicher. Wenn auf der Welt alles so viel geteilt würde wie bei Facebook, dann gäbe es keine Armut.“ Der Stadt Drolshagen dankte er für das geballte Engagement: „So einen Titel bekommt man nicht geschenkt. Visionen ohne Aktionen bleiben Illusionen. Ihre Stadt hat mit Bravour die Kriterien bestens geschafft.“ Holz legte dar, dass der faire Handel bei der A-Note absolute Spitze sei. „84 Prozent der Deutschen kennen das Fairtrade-Siegel, und 96 Prozent der Käufer halten es für vertrauenswürdig und bewerten die Qualität dieser Produkte gleich gut oder besser als konventionelle Produkte.“ Anders sehe es bei der B-Note aus, hier könne mancher Wert besser sein. „Etwa 5 Prozent Marktanteil haben die fairen Kaffeebohnen“, so Holz. „Es ist schon interessant, dass viele Kaffeetrinker teure Kaffeemaschinen besitzen, aber billigen Kaffee trinken.“

Umsatz von "Fairtrade"-Produkten steigt

Im Jahr 2019 sei „Fairtrade“ in Deutschland mit einem Umsatz von mehr als 2 Milliarden Euro um 26 Prozent gewachsen. Ziel sei in diesem Jahr ein Gesamtumsatz von 2,2 Milliarden Euro. „Kaufen Sie möglichst nur noch bio, fair, regional und saisonal. Sorgen Sie dafür, dass diejenigen, die uns täglich den Tisch decken, auch selbst satt werden. Kaufen ist nicht nur ein wirtschaftlicher Akt, sondern auch immer eine ethische Haltung“, appellierte Manfred Holz.
Mit dem Kauf von „Fairtrade“-Produkten gebe man keine Spende, sondern leiste einen nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen und bekämpfe aktiv eine der Fluchtursachen. „Das Fairtrade-Siegel ist also keine Ablassplakette.“

Autor:

Marianne Möller

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