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Hubertus Halbfas veröffentlicht Buch über Drolshagen
Geschichte und Gegenwart

Prof. Dr. Hubertus Halbfas hat die Dorf- und Stadtgeschichte von Drolshagen in einem neuen Buch zusammengetragen.
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  • Foto: Marianne Möller
  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

mari Drolshagen. „Drolshagen – Geschichte & Gegenwart“ ist der Titel eines neuen Buches von Prof. Dr. Hubertus Halbfas aus Drolshagen. „Das Buch vereint auf 508 Seiten Dorf- und Stadtgeschichte, Schul-, Kultur und Kirchengeschichte in wechselseitiger Durchdringung. Es schildert anhand von Zeitzeugnissen ein Milieu und dessen Veränderungen. Es berichtet von Kirche und Kloster, Pfarrern und Bürgermeistern, Lehrern und Schulen und der Heimat als immerwährende Aufgabe“, beschreibt der 88-jährige Autor das faszinierende und bunte Lesebuch mit vielen unbekannten Dokumenten und 360 Fotos.

mari Drolshagen. „Drolshagen – Geschichte & Gegenwart“ ist der Titel eines neuen Buches von Prof. Dr. Hubertus Halbfas aus Drolshagen. „Das Buch vereint auf 508 Seiten Dorf- und Stadtgeschichte, Schul-, Kultur und Kirchengeschichte in wechselseitiger Durchdringung. Es schildert anhand von Zeitzeugnissen ein Milieu und dessen Veränderungen. Es berichtet von Kirche und Kloster, Pfarrern und Bürgermeistern, Lehrern und Schulen und der Heimat als immerwährende Aufgabe“, beschreibt der 88-jährige Autor das faszinierende und bunte Lesebuch mit vielen unbekannten Dokumenten und 360 Fotos.

Bislang mehr als 50 Bücher geschrieben

Hubertus Halbfas, früher Professor für Religionspädagogik an der Pädagogischen Hochschule in Reutlingen, hat bislang mehr als 50 Bücher, meist im Bereich der Theologie, geschrieben. Im Hinblick auf die übliche theologische Vermittlung legte er jedoch sein Augenmerk stets auf ein anderes und kritisches Widerspiegeln. Ebenso hat er jahrzehntelang Beiträge für die Heimatstimmen des Kreises Olpe verfasst.
Über viele Jahre beschäftigte er sich auch mit der Geschichte der Stadt Drolshagen. „Es ist das erste Buch dieser Art. In den 70er-Jahren gab es eine Veröffentlichung über das Kirchspiel und das Kloster Drolshagen. Ich habe Drolshagen sehr breit beleuchtet“, beschreibt er sein neues Werk, das er im vorigen Jahr zu Papier brachte. „Ich hatte genug Material und war motiviert. Es ist aber kein bequemes, sondern ein kritisches Buch, das mit der rheinischen Geschichte beginnt“, stellte er im Gespräch mit der SZ fest.

Hexenverbrennungen und Pestzeiten

So finde der hochgepriesene Heinrich Bone nicht die übliche Wertschätzung. Halbfas bezeichnet Bones Kirchenverhältnis als ultramontan. „Ohne radikale Kurskorrekturen würde er heute von allen Kräften, die eine neue, lebendige und glaubwürdige Kirche suchen, als fundamentalistischer Reformgegner abgelehnt“, schreibt er. Erzbischof Anno II. von Köln, der das Kloster Grafschaft gründete, bezeichnet der Autor mit Blick auf die Entführung und die Gefangenschaft des jungen Königs Heinrich IV. als schlitzohrige Gestalt. „Noch heute ist auf einer früheren römischen Mauer in der Parkgarage des Hotel Excelsior in Köln ,Das Annoloch’ zu lesen. Durch dieses Loch flüchtete Anno aus Angst vor der Wut der Kölner wegen der Steuer“, weiß der Professor, der in seinem Buch auch die spannende Geschichte des Zisterzienserinnenklosters beleuchtet.
Besondere Erwähnung finden dabei die Aufzeichnungen von Pastor Herder über Hexenverbrennungen, Freibeutereinfälle, Pestzeiten und Konflikte mit dem Kloster. Interessant die Erklärungen zu den einzelnen Geschichten in den Randspalten.

Krieg, Lokalpolitik, Erinnerungsorte

Die Kriegsereignisse hat Prof. Dr. Halbfas ebenso aufgegriffen wie die lokale Politik und die Bebauungspläne, die bauliche Entwicklung und die Gestaltungssatzungen. „Ich war politisch immer sehr engagiert und habe versucht, Dinge zu verhindern, die verderblich schienen“, so der Autor. So habe er in seinem Buch auch über die CDU-Politik der 1970er- und -80er-Jahre geschrieben, die damals das Kloster abreißen und eine Straße über den Listersee bauen wollte.
Ebenso hat er sein Augenmerk der Heimatarbeit und den Drolshagener Erinnerungsorten gewidmet. Für den Titel seines neuen Werkes, das ab sofort in der Buchhandlung am Markt in Drolshagen erhältlich ist, hat Prof. Dr. Halbfas ein Satellitenfoto des Drolshagener Landes aus großer Höhe mit Blick nach Norden gewählt. Unten rechts ist das Dorf Iseringhausen zu sehen, in der Mitte Halbhusten und darüber Husten. Mit dem Inhalt möchte der Autor allen Drolshagenern und jenen, die es noch werden wollen, Hintergründe und kritische Eindrücke zur Geschichte und Gegenwart der Heimat liefern.

Autor:

Marianne Möller

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