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„Fairtraide-Town“
Gesiegelte Produkte aus fairem Handel

Seit Frühjahr ist die Rosestadt Drolshagen „Fairtrade-Town“. Gemeinsam mit Attendorn, Olpe und Wenden sind sie als Leader-Region „BiggeLand – Echt Zukunft“ die erste Fairtraide-Region in Südwestfalen und die sechste in Deutschland.  Foto: Stadt Drolshagen
  • Seit Frühjahr ist die Rosestadt Drolshagen „Fairtrade-Town“. Gemeinsam mit Attendorn, Olpe und Wenden sind sie als Leader-Region „BiggeLand – Echt Zukunft“ die erste Fairtraide-Region in Südwestfalen und die sechste in Deutschland. Foto: Stadt Drolshagen
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mari Drolshagen. Nach Attendorn (2011) und Olpe (2019) wurden im Frühjahr auch die Stadt Drolshagen und vor wenigen Wochen die Gemeinde Wenden als „Fairtraide-Town“ zertifiziert. Damit haben die vier Kommunen, die gemeinsam die Leader-Region „BiggeLand – Echt Zukunft“ bilden, etwas Besonderes geschafft: Sie sind die erste „Fairtrade-Region“ in Südwestfalen und die sechste auf Bundesebene.

„Im Jahr 2015 haben die Kommunen Attendorn, Drolshagen, Olpe und Wenden im Rahmen der Bewerbung zur Leader-Region beschlossen, sich gemeinsam sich gemeinsam um den Titel „Fairtrade-Region“ zu bemühen, um als Region den fairen Handel noch stärker zu fördern“, erinnert sich Drolshagens Bürgermeister Uli Berghof an die Anfänge.

mari Drolshagen. Nach Attendorn (2011) und Olpe (2019) wurden im Frühjahr auch die Stadt Drolshagen und vor wenigen Wochen die Gemeinde Wenden als „Fairtraide-Town“ zertifiziert. Damit haben die vier Kommunen, die gemeinsam die Leader-Region „BiggeLand – Echt Zukunft“ bilden, etwas Besonderes geschafft: Sie sind die erste „Fairtrade-Region“ in Südwestfalen und die sechste auf Bundesebene.

„Im Jahr 2015 haben die Kommunen Attendorn, Drolshagen, Olpe und Wenden im Rahmen der Bewerbung zur Leader-Region beschlossen, sich gemeinsam sich gemeinsam um den Titel „Fairtrade-Region“ zu bemühen, um als Region den fairen Handel noch stärker zu fördern“, erinnert sich Drolshagens Bürgermeister Uli Berghof an die Anfänge. Vom Knowhow der Hansestadt Attendorn, die bereits seit 2011 „Fairtraide-Town“ ist, konnten die anderen drei Kommunen in der Vorbereitung auf die Zertifizierung profitieren.

Fünf Kriterien mussten erfüllt werden, um „Fairtrade-Stadt“ zu werden. Ein entsprechender Ratsbeschluss, in dem auch festgehalten wird, dass bei allen Sitzungen der Fachausschüsse und des Rates sowie im Büro des Bürgermeisters Fairtrade-Kaffee sowie ein weiteres Produkt aus fairem Handel angeboten wird. Eine lokale Steuerungsgruppe musste gebildet werden, die auf dem Weg zur „Fairtrade-Stadt“ die Aktivitäten vor Ort koordiniert.

Lokale Einzelhandelsgeschäfte (in Drolshagen mindestens vier) bieten gesiegelte Produkte aus fairem Handel an und in Cafés und Restaurants (in Drolshagen mindestens zwei) werden „Fairtrade“-Produkte ausgeschenkt. In öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen werden „Fairtrade“-‚Produkte verwendet und es werden dort Bildungsaktivitäten zum Thema fairer Handel durchgeführt. Und zu guter Letzt Berichte der örtlichen Medien über die Aktivitäten auf dem Weg zur „Fairtrade-Stadt“.

Der Rat der Stadt Drolshagen erteilte am 30. November 2017 grünes Licht für das Projekt. Daraufhin wurde eine Steuerungsgruppe bestehend aus Mitgliedern der Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft gebildet. Darin wirkten die KJG St. Clemens, die Gräfin-Sayn-Schule, CDU-Fraktionsvorsitzender Georg Melcher, SPD-Fraktionsvorsitzender Axel Gosmann, Bürgermeister Uli Berghof und als Leiter UDW-Fraktionsvorsitzender Andreas Wintersohl mit.

Gemeinsam entwickelten sie ein Konzept, um weitere Unterstützer im Einzelhandel und den Vereinen der Stadt zu gewinnen. Es gelang ihnen, ausreichend Anbieter zu finden. Neben den Discountern Aldi, Lidl und Netto bieten inzwischen auch der Dornseifer Frischemarkt, die Bäckereifiliale Hesse, die Gaststätte „Zum Raubritter“, die Jause Ob’m Stupper der GFO sowie die katholische Kirche St. Clemens fair gehandelte Handelsprodukte an. „Es war zunächst schwierig, aber die Gruppe hat es gut hinbekommen“, so der Drolshagener Bürgermeister.

Großes Lob zollte Andreas Wintersohl, Leiter der Steuerungsgruppe, der örtlichen KJG, die der Bürgermeister von Anfang an mit einband: „Die jungen Leute haben den Prozess nicht nur begleitet, sondern sehr stark vorangetrieben. Sie haben sich mit vielen Ideen beteiligt und bei diversen Veranstaltungen wie dem Ernte- und Tierschaufest und unseren UDW-Festen der Bevölkerung faire Produkte näher gebracht und damit das Bewusstsein für nachhaltigen Konsum und gerechte Handelsstrukturen gesteigert, was auch zu den Kriterien gehörte.“

Drolshagens Bürgermeister Uli Berghof ist wie seine Kollegen der anderen drei Kommunen stolz darauf, dass seine Stadt es geschafft hat, „Fairtrade-Town“ zu werden. Berghof: „Es ist ein gutes Zeichen, dass sich auch in Drolshagen Menschen dafür interessieren, dass fairer gehandelt wird und dass diejenigen, die die Produkte erzeugen, auch faire Preise erhalten und nicht ausgebeutet werden. Das ist ein kleiner, aber ein guter Schritt zu einer besseren Welt. Als Fairtrade-Region sind wir nun gemeinsam noch stärker. Durch den regionalen Ansatz können wir bestehende Aktivitäten zum fairen Handel bündeln, frische Impulse setzen und neue Projekte anstoßen.“

Nach der erfolgreichen Zertifizierung ist jedoch kein Ausruhen angesagt. Die vier Kommunen müssen, wie auch alle anderen 525 „Fairtrade-Towns“ in Deutschland, alle zwei Jahre die Zertifizierung erneuern. Doch zunächst soll der Titel in Drolshagen gefeiert werden. Wegen der Corona-Pandemie wurde die im Frühjahr geplante offizielle Feier zur Verleihung des Titels abgesagt. Ein neuer Termin ist für den 30. September in der Jause Op’m Stupper“ in Stupperhof geplant. Eingeladen sind die Vertreter der anderen Kommunen aus der Leader-Region „BiggeLand – Echt Zukunft“ sowie Partner des Zertifizierungsverfahrens. Musikalisch wird der Abend von der Band „Gemini“ abgerundet.

Autor:

Marianne Möller

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