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Jetzt muss noch der Rat zustimmen
Grünes Licht für Übergangswohnheim

Das Übergangswohnheim In der Wümme soll einem Neubau weichen.
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mari Drolshagen. Der Ausschuss Stadtentwicklung und Umwelt der Stadt Drolshagen gab in seiner Sitzung am Dienstag einstimmig grünes Licht für die Errichtung eines neues Übergangswohnheims für geflüchtete Personen. Sollte sich der Rat der Rosestadt in seiner nächsten Sitzung am Donnerstag kommender Woche für die Beschlussempfehlung aussprechen, ist der Neubau auf dem gleichen Flurstück des jetzigen Containers eine beschlossene Sache. Die Gesamtherstellungskosten belaufen sich auf 2,147 Millionen Euro.
Unterbringung von maximal 35 Personen
Die vom extra gebildeten Arbeitskreis erarbeitete Grundrisskonzeption sieht eine Unterbringung von maximal 30 bis 35 Personen vor.

mari Drolshagen. Der Ausschuss Stadtentwicklung und Umwelt der Stadt Drolshagen gab in seiner Sitzung am Dienstag einstimmig grünes Licht für die Errichtung eines neues Übergangswohnheims für geflüchtete Personen. Sollte sich der Rat der Rosestadt in seiner nächsten Sitzung am Donnerstag kommender Woche für die Beschlussempfehlung aussprechen, ist der Neubau auf dem gleichen Flurstück des jetzigen Containers eine beschlossene Sache. Die Gesamtherstellungskosten belaufen sich auf 2,147 Millionen Euro.

Unterbringung von maximal 35 Personen

Die vom extra gebildeten Arbeitskreis erarbeitete Grundrisskonzeption sieht eine Unterbringung von maximal 30 bis 35 Personen vor. Wegen der verschiedenen Kulturen sollen im Erdgeschoss sieben Doppel- und zwei Einzelzimmer sowie ein Technikraum und im ersten Obergeschoss sieben Doppel- und drei Einzelzimmer entstehen. Beide Etagen sollen über gemeinschaftliche Küchen-, Wasch- sowie WC- und Duscheinrichtungen verfügen. Durch Verbindungstüren soll auch die Möglichkeit einer Familienunterbringung ermöglicht werden.

Vor der einstimmigen Beschlussempfehlung gab es im Ausschuss reichlich Diskussionen. Winfried Behmne (UCW) fragte wegen der hohen Kosten nach Alternativen, zum Beispiel in Form eines Mietmoduls. Dies führe jedoch aufgrund der neuen Wärmeschutzverordnung, die eine Nachrüstung nach fünf Jahren vorsehe, mittel- und langfristig zu keiner Ersparnis. Fragen gab es außerdem zum Standort. Der Arbeitskreis hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, das neue Übergangswohnheim mit den Maßen 23 Meter Länge und 12 Meter Breite und einer Fläche von 550 Quadtratmetern auf der Teilfläche des gleichen Flurstücks, auf dem sich das jetzige Übergangswohnheim befindet, zu errichten.

Hervorragende ÖPNV-Verbindung

Andreas Wigger (CDU) wollte wissen, ob auch andere Standorte geprüft wurden. Dies konnten die Mitglieder des Arbeitskreises bejahen. Man habe sich vor allem wegen der hervorragenden ÖPNV-Verbindung für den vorgeschlagenen Standort entschieden. Georg Melcher (CDU) erinnerte an die massiven Proteste, als man 2015 die Schillerstraße als Standort in Betracht gezogen habe. Er rechne zwar auch jetzt mit einigen Kritiken. Als Bewohner des Buscheids könne er jedoch sagen, dass der jetzige Container die Qualität und Sicherheit des Wohngebietes nicht beeinflusst habe.

Bürgermeister Uli Berghof verwies auf die Dringlichkeit eines Neubaus. Der aktuelle Zustand des jetzigen Übergangsheims sei nicht mehr tragbar. Ein Zuwarten sei somit nicht mehr gegeben. Es werde auch kein Hotel entstehen, sprach er Kritik aus der Bevölkerung an. Der Ersatzbau sei vorgesehen für die vorübergehende Unterbringung von geflüchteten Personen und Obdachlosen. Dies unterstrich Axel Gosmann (SPD): „Wir müssen eine Entscheidung treffen. Das Thema steht schon seit 2015 auf unserer Agenda. In sieben Jahren ist nichts passiert.“

Arbeitskreis setzt kurze Bauzeit fest

Diese Aussage stieß Bürgermeister Uli Berghof auf. „Das hat allein mit den Finanzen zu tun. Mit dem Ziel des Haushaltsausgleichs mussten wir viele Jahre auf der Bremse stehen.“ Georg Melcher (CDU) pflichtete ihm bei. Außerdem sei es der Stadt hervorragend gelungen, die Flüchtlingsströme zu meistern und die Menschen in Bleche und Iseringhausen und in privaten Wohnungen unterzubringen.
Sollte der Stadtrat in der nächsten Woche ebenfalls zustimmen, wird gleichzeitig der Bürgermeister beauftragt, alle notwendigen Schritte für eine zügige Realisierung der Baumaßnahme einzuleiten. Der Arbeitskreis hat eine relativ kurze Bauzeit festgesetzt: vier Wochen für den Aufbau und acht Wochen für den Innenausbau. Aufgrund der Auslastung der Unternehmen könne die Umsetzung jedoch frühestens Ende 2022 erfolgen.

Wie Kämmerer Rainer Lange mitteilte, bringt die Vergabe der Leistungen eine Herausforderung mit sich. Diesbezüglich wolle sich die Stadt von der Kommunalagentur beraten lassen. Es gehe jedoch zunächst um die Formulierung der Bedarfe, um eine Planungsgrundlage zu schaffen.

Autor:

Marianne Möller

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