Arbeit in Indonesien
Hermann Stahlhacke aus Drolshagen ist seit 60 Jahren Priester

Eine Höhepunkt im Leben von Priester Hermann Stahlhacke: die Audienz bei Papst Johannes Paul II. im Jahr 1988.
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  • Eine Höhepunkt im Leben von Priester Hermann Stahlhacke: die Audienz bei Papst Johannes Paul II. im Jahr 1988.
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  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

sz Drolshagen. Zwei glückliche Zufälle kamen im vergangenen Jahr zusammen. Der Heimatverein für das Drolshagener Land wollte auf seiner Homepage unter dem Titel „Drolshagener in aller Welt“ die Arbeit von Priester Hermann Stahlhacke vorstellen, und gleichzeitig fragte dieser nach Daten und Fakten zu Drolshagen für ein Buch an, das ein Mitbruder von ihm zum 100. Jahrestag der Tätigkeit seines Ordens, den „Missionaren von der Heiligen Familie“, schreiben wollte. Daraus entspannte sich ein intensiver Austausch; das Material wurde sehr umfangreich. Es entstand der Gedanke, ein Buch zu gestalten.

Hermann Stahlhacke aus Drolshagen seit 60 Jahren Priester

Ein weiterer glücklicher Zufall ist, dass Hermann Stahlhacke in diesem Jahr sein 60-jähriges „Bestehen“ als katholischer Priester feiert, zu dem diese Veröffentlichung bestens passt. Der aus Drolshagen stammende Hermann Stahlhacke MSF (Missionar von der Heiligen Familie) ist seit 57 Jahren in Indonesien als katholischer Priester tätig. Er ist der letzte europäische Missionar seines Ordens in Indonesien.

Hermann Stahlhacke mit einem Kind aus der Gemeinde.

Für ihn ist praktische Seelsorge auch mit leiblichem Wohlstand verbunden, und so kämpft er für den Erhalt der Lebensgrundlagen der Dayak, der einheimischen Bevölkerung auf Kalimantan, für die Rechte der Frauen und brennt in der Fürsorge für die Zukunft der jungen Menschen.

Einsatz für die Menschen in Indonesien

Eine besondere Herzensangelegenheit ist ihm die „Inkulturation“, der Erhalt der Tradition der Bevölkerung und die Mitgestaltung der kulturellen und seelsorglichen Arbeit in den Gemeinden durch ihre Handwerkskunst, durch ihre Tänze, Lieder und Symbole. Seit er 1964 in seiner ersten Gemeinde auf Kalimantan, dem indonesischen Teil der Insel Borneo, tätig wurde, hat er regelmäßig für die Kinder aus den Dörfern Schulen und Internate gebaut. In seiner letzten Gemeinde in Muara Teweh entwarf und baute er eine große Kirche, bei der er wie immer das archaische Symbol der Dayak, den Nashornvogel, und das christliche Kreuz vereinigte.

Hermann Stahlhacke aus dem Offiziellen Pfarrdienst ausgeschieden

Nach neun Jahren als Verantwortlicher ging er als einfacher Gemeindepriester wieder zurück an die Basis. Mit 75 Jahren schied er aus dem offiziellen Pfarrdienst aus, führte aber noch einige „weltliche“ Aufgaben wie den Kampf gegen die ungebremste Ausweitung des Ölpalmenanbaus weiter. Exemplarisch für seinen Kampf für die Rechte der oft unterdrückten einheimischen Bevölkerung steht sein Engagement in der Organisation „Bina Sumber Daya“, die sich um die Erhaltung der Umwelt als Lebensgrundlage, um Bildung, um ökonomische Hilfen und um die Befreiung von ungerechten Strukturen bemüht.

"Drolshagen kann stolz sein"

Für seinen Orden hat Stahlhacke ein kleines Altenheim für Ordensmitglieder auf dem Grundstück des Postulats in Banjarbaru errichtet. Dort verbringt er seinen Lebensabend. Zurzeit führt er mit 88 Jahren die Bauaufsicht für den Umbau der Wohnungen für die Postulanten. Um sein und nicht immer ungefährliches Engagement zu würdigen, ist ein Buch mit seiner Lebensgeschichte erschienen. Es greift mit dem indonesischen Wort Pemberdayaan, was so viel bedeutet wie „Kraft verleihen, Dynamik geben“, sein Lebensmotto auf. In einem Geleitwort lobt Weihbischof Matthias König ihn als Brückenbauer von Hilfe und Fortentwicklung der Missionare von der Heiligen Familie. „Drolshagen hat allen Grund, auf diesen durch die Heimat im Glauben tief geprägten Glaubensboten stolz zu sein.“

Autor:

Redaktion Olpe aus Stadt Olpe

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