Hochdruck bei Bauplanungen für Hauptschul-Fusion

SPD-Fraktion informierte sich am künftigen Standort Eichen

sz Eichen. Die Kreuztaler SPD-Fraktion besuchte kürzlich die Hauptschule Eichen. Dort ließen sich die Politiker von Schulleiter Matthias Daub über die erfolgten Schritte in Richtung einer neuen Ganztagshauptschule in Kreuztal informieren. Die SPD hatte an der aus ihrer Sicht »überstürzten Diskussion über die Schließung der Hauptschule Buschhütten und den Errichtungsbeschluss einer Ganztagshauptschule in Eichen« im Rat nicht teilgenommen (die SZ berichtete).

Sie hatte vielmehr vorhergehende Gespräche mit den betroffenen Schulen gefordert. Schulleiter Daub erläuterte das inzwischen von einer Planungsgruppe beider Kreuztaler Hauptschulen erstellte Errichtungskonzept, das von der Verwaltung bereits der Bezirksregierung zur Genehmigung vorgelegt wurde (siehe gesonderten Bericht auf dieser Seite). Dessen Schwerpunkte sind die Unterstützung erfolgreichen Lernens durch rhythmisierte Lernzeiten, die Stärkung von Schülerkompetenzen durch gezielte Förderangebote, die Schaffung neuer Bildungsangebote, Hausaufgabenhilfe, Förderung der Berufsfindung und die Schule als Lebensraum.

Bei einem Rundgang durch das Schulgebäude wurde der Baubedarf deutlich. Die Klassenräume für zunächst 400 Schüler müssen in einem Gebäudetrakt konzentriert, Werk-, Naturwissenschaft- und andere Fachräume erweitert, die Schulverwaltung verlegt und Gemeinschaftsräume wie Mensa und ein Forum neu geschaffen werden. »Ein noch nicht zu beziffernder finanzieller Aufwand ist nötig, um die Baumaßnahmen, an deren Planung bereits mit Hochdruck gearbeitet wird, durchzuführen und die Räumlichkeiten angemessen auszustatten«, so die SPD. »Die Schülerzahl wird allerdings trotz der Zusammenlegung zweier Schulen bis 2014 auf ca. 220 zurückgehen.«

Sorgen bereiten der Schulleitung oft die familiäre Situation und die schlechte berufliche Perspektive vieler Jugendlicher. »Erziehung und Förderung der Berufsreife, hier setzt die Schule an und entwickelt zusammen mit heimischen Betrieben neue Modelle wie ein Langzeitpraktikum für Abgängerklassen.« Einigkeit herrschte darüber, dass die Probleme der Schüler in der sozialen und beruflichen Integration durch den Ganztagsbetrieb nicht alle gelöst werden können. »Es ist aber der derzeit beste Weg, der machbar ist«, so Daub.

Insgesamt wird der Schule bei Einführung des Ganztagsbetriebes 30 Prozent mehr Personal zur Verfügung stehen, von denen 10 Prozent keine Lehrer sein müssen. Hilfreich bei der Umsetzung wäre der Schule ebenfalls die enge Einbindung des im Gebäude befindlichen Jugendtreffs – auch über die Schulöffnung hinaus. Die SPD-Politiker nahmen die dringende Bitte der Schule mit in die weiteren Beratungen, dass Planungssicherheit so früh wie möglich gegeben sein müsse, um die vielfältigen Aufgaben der Umgestaltung einer Hauptschule in eine Ganztagshauptschule sachgerecht bewältigen zu können.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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